Unpaarhufer: Infos und Fotos zu Pferd, Zebra und Co.

Die Unpaarhufer gehören neben den Paarhufern zu der Ordnung der Huftiere. Anders als Paarhufer zeichnen sie sich, wie der Name es schon verrät, durch eine ungerade Anzahl an Zehen aus. Zu den Unpaarhufern gehören vor allem verschiedene Pferdearten, Tapire und Nashörner.

1. Unpaarhufer haben nur wenige Merkmale gemeinsam

TapirÜber die Jahre hinweg hat die Anpassung an ihre Lebensräume dafür gesorgt, dass Unpaarhufer nur noch wenige Merkmale gemeinsam haben. Vor allem bei den Gliedmaßen und den Zähnen lassen sich noch Gemeinsamkeiten zwischen den Tieren finden. So verläuft bei fast allen Tieren die Hauptachse des Fußes durch den so genannten Mittelstrahl. Das macht die dritte Zehe eines Unpaarhufers zur Größten. Je nach Tierart und Lebensumfeld sind die übrigen Strahlen des Fußes reduziert oder verkümmert.

 

Durch einen besonders langen Oberkiefer, haben die meisten Unpaarhufer auch einen sehr langgestreckten Kopf. Die Form der Schnauze unterscheidet sich wiederum bei den Unpaarzehern, da hierfür das Zwischenkieferbein verantwortlich ist.

Anders als bei den Paarhufern, findet die Verdauung bei den Unpaarhufern hauptsächlich im Dickdarm statt. Darin ähneln die Pflanzenfresser vor allem den Nagetieren.

2. Die Lebensweise unterscheidet sich stark unter den Unpaarzehern

Nashorn Mutter und KindHeute findet man Unpaarhufer nur noch in einem kleinen Gebiet der Erde wild lebend. So gibt es kleinere Vorkommen in Mittel- und Südamerika, Ost- und Südafrika, sowie in Süd- und Südost Asien. In Nordamerika und in Europa sind die Tiere schon seit vielen Jahren ausgestorben.

 

Ebenso wie die Lebensräume unterscheidet sich auch die Lebensweise der Pflanzenfresser stark voneinander. Während zum Beispiel der Tapir am liebsten als Einzelgänger in tropischen Regionen, wie dem Regenwald, lebt, bevorzugt das Nashorn trockene Savannen in Afrika. Einige Arten leben sogar mit Vorliebe in Sumpfgebieten oder Wäldern.

Hierzulande ist der wohl bekannteste Unpaarhufer das Pferd. Egal ob Isländer, Andalusier oder Friesen: Sie alle bevorzugen meist Gebiete mit Gras. Anders als der Tapir oder das Nashorn leben sie am liebsten in Gruppen mit anderen Pferden zusammen.

3. Für Menschen gelten viele Unpaarhufer als Nutztiere

Bereits vor Hunderten Jahren hat der Mensch viele Vertreter der Ordnung als Nutztier entdeckt und domestiziert. Allen voran wird das Hauspferd oder auch der Hausesel als Arbeitstier gezüchtet. Noch heute werden die Tiere als Last-, Reit-, oder Arbeitstier eingesetzt. Besonders in Deutschland und anderen Industriestaaten ist für viele jedoch das Reiten vielmehr zum Hobby oder auch zum Sport geworden. 

 

Przewalski-PferdInsgesamt ist der Bestand der Unpaarhufer in freier Wildbahn stark zurück gegangen. Dafür ist nicht zuletzt die Zerstörung des Lebensraumes, aber auch die Jagd nach den Tieren durch den Menschen verantwortlich. Das Quagga, sowie das Przewalski-Pferd gelten deshalb inzwischen als ausgestorben. 

 

Insgesamt sind momentan vier Arten vor dem Aussterben bedroht. Dazu gehört das Java-Nashorn, das Sumatra-Nashorn, das Spitzmaulnashorn und auch der Afrikanische Esel. Vor allem der Bestand der Nashörner wird durch intensive Wilderei stark verkleinert.

 

In unserem Tierlexikon erfahren Sie alles rund um die verschiedenen Arten der Unpaarhufer. Wir erklären in kurzen Steckbriefen für Kinder und Erwachsene, wie die Tiere leben, was ihre Gemeinsamkeiten sind und welchen Einfluss der Mensch auf den Artenbestand hat. Mit Hilfe von vielen Fotos, Bildern und Videos zu den Unpaarhufern, werden die Beiträge zusätzlich veranschaulicht.

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Flachlandtapir

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Pferd

Equus caballus

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