Säugetiere

Denken Menschen an verschiedene Tiere, ob Wildtiere oder Haustiere, fallen den meisten unbewusst zumeist Vertreter einer ganz bestimmten Klasse ein: der Säugetiere. Obwohl die Anzahl der Säugetierarten verglichen mit derjenigen der Vögel oder Fische relativ klein ist, sind ihre Vertreter aufgrund ihrer spezifischen Merkmale bekannter als die im Meer oder in der Luft lebenden Tiere.

 

Doch welche Tiere sind eigentlich als Säugetiere zu bezeichnen? Säugetiere gehören wie Fische, Vögel, Reptilien und Amphibien zu den Wirbeltieren, d.h. sie haben ein festes Skelett, welches durch eine Wirbelsäule gestützt wird. Sie unterscheiden sich von den genannten Tiergruppen durch mehrere Merkmale und Eigenschaften:

  • Die Weibchen bilden während der Tragezeit Milch, mit der sie ihren Nachwuchs säugen können.
  • Ihre Nachkommen gebären sie meistens lebend, die Ausnahme bilden eierlegende Säugetiere wie das Schnabeltier.
  • Ihr mehr oder weniger dichtes Fell macht sie zu einem gewissen Grad unabhängig von der Umgebungstemperatur. Sie sind also gleichwarm.

1. Welche Säugetierarten gibt es?

Kuh auf der Wiese

Innerhalb der Säugetierordnung unterscheidet man Ursäuger (z. B. das Schnabeltier oder der Ameisenigel)  von den Theria, die sich wiederum in höhere Säugetiere (z. B. Kühe, Hunde usw.) und Beutelsäuger (bspw. Känguru) aufteilen lassen. Das Beiwort “höher” bezieht sich nicht auf eine fortgeschrittenere Entwicklung, sondern bezeichnet lediglich das Vorhandensein einer Gebärmutter, weshalb sie auch Plazentatiere genannt werden.

 

Sie besiedeln in der Natur vor allem das Land, es gibt aber auch im Wasser lebende Säugetiere, wie den Wal oder den Delfin. Haie sehen diesen Säugern zwar ähnlich, gehören aber der Klasse der Knorpelfisch an. Als einzige fliegende Säugetiere gelten die Fledermäuse und Flughunde.

 

Auch in der Größe, ihrem Lebensraum und ihrem Fressverhalten unterscheiden sich Säugetiere deutlich voneinander: Das Spektrum öffnet sich von kleinen Säugern wie Mäusen und Mardern bis hin zu Elefanten und Wisenten; jede Tierart ist hierbei genau an ihre Umgebung angepasst und die Vielfalt ist entsprechend groß.

2. Die Ernährung und Entwicklung der Säugetiere ist sehr speziell

Bezüglich der Ernährung lassen sich die Säugetiere in drei große Gruppen unterteilen: Pflanzen-, Fleisch- und Allesfresser. Das Gebiss sowie der Verdauungstrakt der einzelnen Arten geben Aufschluss über ihre bevorzugte Nahrung. So besitzen Fleischfresser Reißzähne und einen relativ kurzen Darm, während manche Pflanzenfresser, sogenannte Wiederkäuer, sogar mehrere Mägen aufweisen (bspw. Rinder, Schafe, Ziegen, Hirsche).

 

Manche Säugetiere wie der Koala oder der Panda ernähren sich ausschließlich von einer Pflanzenart, andere müssen aufgrund der schweren Verdaulichkeit der pflanzlichen Kost tagsüber lange Ruhephasen einlegen (bspw. das Faultier).

 

Walflosse im MeerIm Gegensatz zu den Insekten unterlaufen Säugetiere keine Metamorphose. Ihre äußere Entwicklung erkennt man lediglich an der Veränderung der Größe und Fellfärbung bzw. des Fellwuchses, wie z.B. die Mähne des Löwens. Es herrscht ein sogenannter Geschlechtsdimorphismus, d. h. die männlichen Vertreter einer Rasse sind üblicherweise größer und schwerer als die weiblichen und weisen oftmals eine auffällige Fellfärbung auf. Dies spielt bei der Paarung eine wichtige Rolle. Die Lebenserwartung eines Säugetiers korreliert mit seiner Größe. Kleinere Tierarten sterben nach vergleichsweise wenigen Jahren, große Tiere wie der Elefant könnten bis zu 80 Jahre alt werden. Altersrekord in der Tierwelt hält der Grönlandwal mit über 200 Jahren.

3. Der Mensch und die Säugetiere

Bezogen auf den Menschen unterteilen sich Säugetiere in zwei verschiedene Klassen: Nutztiere und Schädlinge. Erstgenannte liefern dem Menschen Milch, Fleisch oder Wolle und werden daher seit langer Zeit durch in domestiziert. Außerdem schützen sie ihn vor Wildtieren, helfen ihm beim Tragen schwerer Lasten oder dienen ihm als Gesellschaft und Unterhaltung. Besonders eine nicht artgerechte Haltung steht häufig in der Kritik und bewegt manche Menschen dazu, die Haltung von Tieren oder den Konsum ihrer Produkte vollständig abzulehnen.

gerodeter WaldSchädlinge verursachen, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, dem Menschen Schaden und werden daher durch den Einsatz verschiedener Strategien und Mittel bekämpft. Ihre Schädlichkeit bezieht sich jedoch nur auf den wirtschaftlichen Aspekt und ist keine biologische Kategorie.

 

Viele Säugetiere sind durch direkte oder indirekte menschliche Einwirkung wie Umweltverschmutzung, Rodung, Jagd und Besiedlung ihrer natürlichen Lebensumgebungen bereits ausgestorben bzw. davon bedroht. So erinnern an den Tasmanischen Beutelwolf nur noch Fotos und vereinzelte Präparate.

 

Auf unserem Tierlexikon finden Sie eine Liste ausgewählter Säugetiere, wie die verschiedenen Igelarten oder Marder, über die Sie sich informieren können. Bilder, Tabellen und andere Hinweise runden unsere Beiträge ab. Bei Haustieren geben wir Ihnen und Ihren Kindern nützliche Tipps zur Haltung und Ernährung Ihres kleinen Begleiters.

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