Meerestiere

Der Begriff Meerestiere beschreibt keine biologische Kategorie, sondern fasst alle Tiere zusammen, deren Lebensraum das Meer ist: Neben Plankton, Anemonen, Muscheln, Fischen und Walen zählen im weiteren Sinne auch Pinguine, Meeresschildkröten und Robben dazu.

 

1. Das Meer als Ursprung allen Lebens

Algen im MeerZwar denkt man bei Meerestieren vor allem an Fische, Wale und Krebse, der weitaus überwiegende Anteil der Lebewesen im Meer sind jedoch Mikroben: Bakterien, Pilze, Algen und Pantoffeltierchen bilden die Grundlage der Nahrungskette aller anderen Meeresbewohner und sind essentiell am Stoffwechsel beteiligt. Forscher vermuten, dass die ersten Mikroorganismen vor etwa 3,8 Milliarden Jahren auftraten und die Basis der Artenentwicklung auf der Erde darstellen. 70 % der lebenden Biomasse (von Lebewesen kann man bei diesen Einzellern nur bedingt sprechen) wird nur durch Mikroorganismen gestellt.

Folgende Stämme verschiedener Wasserlebewesen lassen sich unterscheiden:

  • Schwämme
  • Nesseltiere (z. B. Quallen, Anemonen)
  • Ringelwürmer (Wattwurm)
  • Weichtiere (Muscheln)
  • Gliederfüßer (Krebse)
  • Stachehäuter (Seesterne, Seeigel)
  • Wirbeltiere (Fische und Meeressäuger)

 

2. Die Körper der Wassertiere unterscheiden sich stark voneinander

Wie die Auflistung der verschiedenen marinen Lebewesen bereits veranschaulicht, gehören zur Kategorie Meerestiere sowohl Fische als auch Säugetiere, und im weiteren Sinne sogar Pflanzen, Pilze und Bakterien. Jedes dieser Lebewesen bewohnt einen anderen Bereich des Ökosystems Meer und ist auf andere Nahrungsgründe spezialisiert.

 

Korallenriff mit FischenSelbst in großer Tiefe oder in extrem salzhaltigen Gewässer wie dem Toten Meer können bestimmte Einzeller überleben. Manche Lebewesen sind fest an Gebiet gebunden (z. B. Korallenriffe) andere lassen sich von der Strömung treiben (Plankton, Quallen) und wieder andere schwimmen aktiv durch die Weltmeere (Fische, Wale).

 

Manche Unterwassertiere leben einzelgängerisch (z. b. Haie), andere bilden regelrechte Kolonien (Korallen und Anemonen), die wiederum anderen Meerestieren als Lebensraum dienen. Sie können mikroskopisch klein oder viele Meter groß sein; als größter Meeresbewohner gilt der ca. 33 Meter lange Blauwal.

 

3. Das Meer als Lebensraum ist bedroht

Einige Tiere bevorzugen die kälteren Gewässer des nördlichen Atlantischen Ozeans, andere fühlen sich bei den tropischen Temperaturen des Pazifischen Ozeans besonders wohl. Auch die Nord- und Ostsee beheimaten eine reiche Artenvielfalt: Kegelrobbe, Scholle, Atlantischer Lachs, Meeresforelle, Dorsch, Kabeljau und Ohrenqualle sind Ihnen sicherlich bekannt. In den Küstenrestaurants stehen auch verschiedene Krebstiere wie Ostseegarnele und Europäischer Hummer auf der Speisekarte.

 

Aquakulturen im MeerDurch die wirtschaftliche Relevanz des Fischfangs schätzen Meeresbiologen einen Rückgang größerer Meerestierarten um 90 %. Durch Überfischung der Bestände können sich diese nicht mehr regenerieren und sterben schließlich aus. Behörden reagieren mit nachhaltiger Fischerei, welche die bedrohten Fischarten schont oder in Aquakulturen nachzüchtet.

 

Größere Meeressäuger gelangen oftmals als Beifang in die riesigen Netze der Hochseefischerei oder werden gezielt wegen ihres Fleisches gejagt. Zudem führt die globale Erwärmung zu einem umfassenden Artensterben: Durch die zu hohen Wassertemperaturen sterben große Bereiche der Korallenriffe ab, die wiederum ein wichtiges Ökosystem der Ozeane bilden und zahlreichen Tieren ein zuhause bieten.

 

Zuletzt führt die extreme Verschmutzung der Meere durch Industrieabfälle und Plastik zum Sterben individueller Tiere. In den Mägen gestrandeter Wale fand man zuweilen kiloweise Abfälle, an welchen die Tiere verendeten. Verschiedene Meeres- und Tierschutzorganisationen wie der WWF, OceanCare und Sea Shepherd setzen sich für den Erhalt und Schutz der Artenvielfalt ein.

 

In unserem Tierlexikon können sie sich zu den verschiedenen Meeresbewohnern umfassend informieren: Ob Wale, Haie oder Fische – erkunden Sie die faszinierende Welt der Ozeane mit dem Tierlexikon.

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Königspinguin

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wissenschaftlicher Name: Aptenodytes patagonicus. Der Königspinguin gehört zur Gattung der Großpinguine Miller, 1778 Englisch: King Penguin Französisch: Manchot royal Dänisch: Kongepingvin Finnisch: Kuningaspingviini Niederländisch: Koningspinguïn Norwegisch: Kongepingvin Schwedisch: Kungspingvin Spanisch: Pingüino rey   Gattung: Großpinguine (Aptenodytes) Familie: Pinguine (Spheniscidae) Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes) Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae) Klasse: Vögel (Aves) Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda) Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata) Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata) […]

Pazifischer Weißseitendelfin

Pazifischer Weißseitendelfin oder Weißstreifendelfin wissenschaftlicher Name: Lagenorhynchus obliquidens. Der Pazifische Weißseitendelfin gehört zur Gattung der Kurzschnauzendelfine Gill, 1865 Englisch: Pacific White-sided Dolphin Französisch: Lagénorhynque à flanc blanc du Pacifique, Lagénorhynque de Gill Schwedisch: Östlig vitsidsdelfin, Stillahavsvitsiding Spanisch: Delfín lagenor ringo   Gattung: Kurzschnauzendelfine (Lagenorhynchus) Unterfamilie: Echte Delfine (Delphininae) Familie: Delfine (Delphinidae) Überfamilie: Delfinartige (Delphinoidea) Unterordnung: Zahnwale […]

Schwarzdelfin

Schwarz- oder Dunkler Delfin wissenschaftlicher Name: Lagenorhynchus obscurus. Der Schwarzdelfin gehört zur Gattung der Kurzschnauzendelfine (Gray, 1828) Englisch: Dusky Dolphin Französisch: Lagénorhynque sombre, Dauphin obscur ou Dauphin sombre, Lagénorhynque de Gray Niederländisch: Donkergestreepte dolfijn, Bonte dolfijn Schwedisch: Mörk delfin, Strimmig delfin, Södra Atlantvitsiding Spanisch: Delfín listado   Gattung: Kurzschnauzendelfine (Lagenorhynchus) Unterfamilie: Echte Delfine (Delphininae) Familie: Delfine (Delphinidae) […]

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