Schmetterlinge: Infos und Fotos zu den bunten Insekten

Sie gehören zu jeder Blumenwiese dazu: die zarten Insekten mit den großen Flügeln schwärmen von Blüte zu Blüte und ernähren sich hauptsächlich von Nektar. Schmetterlinge sind neben Bienen und Käfern die bekanntesten Fluginsekten, die sich weltweit verbreitet haben, und vor allem in den Sommermonaten zu sehen sind.

Man unterscheidet grob Tagfalter von Nachtfaltern, es existieren jedoch sehr viele Schmetterlingsarten zu denen z.B. auch die Motten gehören. Forschern sind gegenwärtig 160.000 Arten bekannt, jährlich entdecken sie jedoch mehrere hundert neue Vertreter. Allein in Deutschland sind 3700 Arten heimisch und sicherlich haben Sie das Tagpfauenauge, den Kleinen Fuchs oder den Zitronenfalter bereits gesehen.

 

1. Tarntracht und Warntracht sichern den Falter das Überleben

 

Schmetterling auf BlumeWie auch beim überwiegenden Teil der Insekten besteht der Körper aus drei Hauptteilen: Kopf, Rumpf und Hinterleib, die von einem Panzer aus Chitin bedeckt sind. Auch die zierlichen sechs Beine, sowie die Fühler sind aus diesem harten Material und können je nach Art unterschiedlich lang sein. Am auffälligsten sind jedoch die Flügel der Tiere: Sie können klein und unscheinbar oder sehr groß und prachtvoll sein. Den Rekord der größten Flügelspannweite hält bei den Nachtfaltern der Eulenspinner mit 25-30 Zentimetern und bei den Tagfaltern der Königin-Alexandra-Vogelfalter. Die größte Flügelfläche mit 400 Quadratzentimetern kann der Atlasspinner aus Südostasien aufweisen.

 

Die Flügel dienen jedoch nicht nur der Fortbewegung, sondern besitzen einen weiteren essentiellen Nutzen für die Insekten: Sie schützen sie vor den mannigfaltigen Fressfeinden, denen Schmetterlinge in jeder Phase ihres Lebens ausgesetzt sind. Dabei unterscheidet die Forschung zwei Verfahren, die sich auch andere Tiere zunutze machen: Mimese und Mimikry.

 

Mimese bedeutet Nachahmung und dient vor allem der Tarnung. Auch wenn die bunten Schuppen der Flügel auf den ersten Blick dieser Methode entgegenwirken, zeigt sich, dass die Unterseite der Flügel und die Körper der Falter häufig eher wie trockene Blätter, Baumrinde oder abgebrochene Äste aussehen. Viele Motten und Spinner sind aufgrund ihrer Tarntracht kaum von ihrem Untergrund zu unterscheiden. Legt der Zitronenfalter seine Flügel zusammen, ähnelt er einem grünen Blatt, und auch der Birkenspanner sieht der schwarz-weißen Rinde des gleichnamigen Baumes zum Verwechseln ähnlich.

 

Mimikry hingegen beschreibt die Angleichung der äußeren Gestalt an eine andere Tierart oder die Abschreckung durch auffällige Farben und oder Formen. Die äußere Gestalt der Tiere ist also keine Tarn- sondern eine Warntracht, die dem Schutz vor oder der Abschreckung möglicher Fressfeinde dient. Die Flügelzeichnung des Tagpfauenauges oder des Schwalbenschwanzes wären als Beispiele zu nennen, wie auch die leuchtend blaue Färbung des Morphos.

 

2. Bis zum Schmetterling ist es ein weiter Weg

 

Wie viele Insekten durchlaufen auch die Schmetterling eine vollständige Metamorphose, d. h. ihre Entwicklung besteht aus verschiedenen Phasen, in denen sich die Gestalt des Tieres deutlich verändert.

Raupe auf PflanzeNach der Paarung legt das Weibchen die Eier auf eine geeignete Futterpflanze ab, viele Männchen sterben direkt im Anschluss. Manche Schmetterlingsraupen können sich nur von einer Pflanze ernähren, andere sind weniger wählerisch. Nach einigen Tagen oder Wochen schlüpfen daraus kleine Raupen, die nun auf und von der Pflanze leben und in kurzer Zeit sehr schnell wachsen. Auch die Raupen tarnen oder warnen Feinde durch ihre Gestalt oder setzen sich aktiv mit Giften zur Wehr. Nachdem die Raupe ausreichend gefressen und sich mehrmals gehäutet hat, beginnt die Verpuppung. Dies geschieht auf verschiedene Weise: Manche Raupen nutzen ihre letzte Häutung zu Verpuppung, andere spinnen einen Kokon aus Seide und wieder andere nutzen abgestorbene Pflanzenteile. Diese sogenannte Puppe hängt nun für vier Wochen an Ästen, manche Schmetterlingsarten verpuppen sich auch auf dem Boden, andere graben sich sogar in die Erde ein. In diesem Stadium kann der Falter auch Überwintern. Während dieser Zeit bilden sich die Raupenorgane zurück und Falterstrukturen aus.

 

Nach einer bestimmten Zeit schlüpft der Schmetterling, der teilweise nur wenige Wochen lebt und ausschließlich mit Paarungssuchen und Fortpflanzung beschäftigt ist und danach stirbt. Manche Schmetterlingsarten haben nicht einmal Verdauungsorgane und zehren von den Energiereserven des Raupenstadiums. Der Monarchfalter Nordamerikas legt im Falterstadium riesige Strecken zurück, um in der warmen Sierra Nevada Mexikos zu überwintern.

 

Da die Tiere warme Temperaturen brauchen, um fliegen zu können, sind sie im Winter nicht zu sehen. Sie überstehen die kalte Jahreszeit als Ei, Puppe, Raupe oder Falter in geschützten Bereichen, wie Baumhöhlen oder Holzschuppen. Die Lebensdauer viele Arten geht meistens nicht über ein Jahr hinaus.

 

3. Schmetterlinge ernähren sich von Nektar

 

Schmetterling auf BlumeDie meisten Schmetterlinge weisen nach dem Puppenstadium einen Saugrüssel auf, der ihnen das Saugen von Nektar aus Blütenkelchen ermöglicht. Manche Arten ernähren sich jedoch auch von Schweiß, Tierexkrementen, Tränen oder sogar Blut, wobei dann der Saugrüssel zu einem Stechrüssel umgeformt ist. Einige Arten sind sogar dezidierte Aasfresser. Die in Deutschland lebenden Arten sind aber überwiegend an Nektar interessiert, weshalb bunte Frühlings- und Sommerwiesen für ihr Überleben absolut notwendig sind.

 

Durch monokulturellen Anbau von Mais, Soja und Getreide werden diese Wiesengründe indes vernichtet, was zu Einbrüchen in den Beständen einiger Schmetterlingsarten führt. Einige Arten wie der Schwalbenschwanz stehen daher unter Naturschutz. Wenn Sie sich in Ihrem Garten an den bunten Faltern erfreuen wollen, können Sie Schmetterlingsblumen wie Lilien, Nelken, Disteln oder auch einen großen Fliederbusch anpflanzen.

 

4. Schmetterlinge können auch gezüchtet werden

Schmetterlinge auf OrangenFalls Sie oder Ihre Kinder die faszinierende Verwandlung der aus der Nähe erleben möchten, bietet sich der Kauf von Schmetterlingseiern an, welche Sie dann züchten können. Anleitungen und Empfehlungen zur geeigneten Futterpflanze erhalten Sie im Internet oder bei Naturschutzvereinen. Tropische Schmetterlinge können Sie auf besonderen Schmetterlingsfarmen bestellen und in einem tropischen Gewächshaus unterbringen.

 

In unserem Tierlexikon stellen wir Ihnen bekannte und weniger geläufige Arten vor. So können Sie die Schmetterlings Ihres Gartens anhand ihrer Merkmale selbst zu bestimmen. Steckbriefe, Fotos und Bilder veranschaulichen unsere Beiträge.

Trogonoptera Trojana – Schmetterling – Ritterfalter – Birdwing

Trogonoptera trojana, ein Mitglied aus der Familie der Ritterfalter, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Trogonoptera trojana Honrath, 1886 Allgemeines Trogonoptera trojana hat eine Flügelspannweite von 18 bis 19 cm. Männchen und Weibchen dieses Schwalbenschwanzesunterscheiden sich recht deutlich. Die Vorderflügel des Männchens sind schwarz, wobei sich am Rand eine Reihe großer, spitz zulaufender, grüner Flecken befindet. Die Unterseite ist ebenfalls […]

Östlicher Osterluzeifalter – Balkan Osterluzeifalter – Schmetterling – Ritterfalter

Balkan-Osterluzeifalter, ein Mitglied aus der Familie der Ritterfalter, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Zerynthia cerisyi oder auch Allancastria cerisyi Östlicher Osterluzeifalter oder Balkan-Osterluzeifalter (Godart, 1824) Allgemeines Der Östliche Osterluzeifalter hat eine Flügelspannweite von 45 bis 60 mm. Die Vorderflügel dieses Ritterfalters sind grundsätzlich weiß bis hellgelb, der Flügelrand schwarz. Zwei Reihen unregelmäßiger, schwarzer Flecken verlaufen am äußeren Rand entlang. Am vorderen Rand […]

Garten-Schwalbenschwanz – Schmetterling – Ritterfalter

Garten-Schwalbenschwanz, ein Mitglied aus der Unterfamilie der Schwalbenschwänze, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Papilio aegeus auch Obstgarten-Schwalbenschwanz Donovan, 1805 Allgemeines Der Garten-Schwalbenschwanz, oder auch Obstgarten-Schwalbenschwanz, erreicht eine Flügelspannweite von 10 bis 12 cm und gehört somit zu den großen Vertretern der Schwalbenschwänze. Die Vorderflügel des Männchens sind schwarz und im Bereich der Flügelspitze befindet sich ein gelber Querstreifen. Die Unterseite […]

Grüngestreifter Schwalbenschwanz – Schmetterling – Ritterfalter

Grüngestreiften Schwalbenschwanz, ein Mitglied aus der Unterfamilie der Schwalbenschwänze, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Papilio palinurus Fabricius, 1787 Allgemeines Der Grüngestreifte Schwalbenschwanz erreicht eine Flügelspannweite von 7 bis 10 cm. Die Farbe vom Körper und der Flügel reicht von grün bis dunkelgrün. Vom vorderen Rand der Vorderflügel bis über die Hinterflügel erstreckt sich ein breiter türkisgrüner Streifen. Der […]

Caligo Idomeneus – Bananenfalter – Schmetterling

Idomeneus-Bananenfalter, ein Mitglied aus der Familie der Edelfalter. wissenschaftlicher Name: Caligo idomeneus (Linnaeus, 1758) Allgemeines Der Idomeneus-Bananenfalter erreicht eine Flügelspannweite von 11 bis 14 cm. Die Grundfarbe der Flügel ist braun. Die Oberseite der Vorderflügel zeigt eine braun-beige Musterung. Der Hinterflügel trägt ebenfalls eine braun-beige Musterung und zusätzlich einen großen dunkelbraunen Augenfleck, der beige und dunkelbraun […]

Scharlachroter – Schwalbenschwanz – Schmetterling – Ritterfalter

Scharlachroten Schwalbenschwanz, ein Mitglied aus der Unterfamilie der Schwalbenschwänze, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Papilio rumanzovia Eschscholtz, 1821 Allgemeines Der Scharlachrote Schwalbenschwanz erreicht eine Flügelspannweite von 12 bis 14 cm und gehört zu den großen, exotischen Schwalbenschwänzen. Der Vorderflügel dieser Schmetterlinge ist dunkelbraun bis schwarz, wobei am äußersten Rand eine sehr dezente, gelbliche Bestäubung zwischen den Adern verläuft. Die Unterseite des Vorderflügels […]

Apollofalter – Schmetterling – Ritterfalter

Apollofalter, ein Mitglied aus der Familie der Ritterfalter, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Parnassius apollo Linnaeus, 1758 Allgemeines Der Apollofalter hat eine Flügelspannweite von 50 bis 75 mm. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Die Vorderflügel dieser Schmetterlinge sind nur schwach beschuppt, was dazu führt, dass die Flügel durchscheinend sind. Die Grundfarbe ist milchig-weiß mit drei großen, runden, schwarzen Flecken. Zwei kleinere, […]

Zebrafalter – Schmetterling – Edelfalter

Zebrafalter, ein Mitglied aus der Familie der Edelfalter, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Heliconius charithonia (Linnaeus, 1767) Allgemeines Der Zebrafalter hat eine Flügelspannweite von 7 bis 10 cm. Männchen und Weibchen dieser Schmetterlinge unterscheiden sich nicht. Die langen, schmalen Vorderflügel sind dunkelbraun bis schwarz mit drei gelben Streifen, die vom Vorderrand zum Außenrand laufen. Die Unterseite gleicht der Oberseite, ist nur […]