Atlantischer Weißseitendelfin: Infos und Lebensweise

Atlantischer Weißseitendelfin

wissenschaftlicher Name: Lagenorhynchus acutus. Der Atlantische Weißseitendelfin gehört zur Gattung der Kurzschnauzendelfine.

(Gray, 1828)

atlantischer-weissseitendelfin

Foto von einem Atlantischen Weißseitendelfin vor der Bay of Fundy, Neuschottland, Kanada.
© Copyright Bild / Foto: Atlantischer Weissseitendelfin
Rolf Hicker Photography

  • Englisch: Atlantic White-sided Dolphin
  • Französisch: Dauphin à flancs blancs
  • Dänisch: Hvidskæving
  • Italienisch: Delfino dai fianchi bianchi atlantico
  • Niederländisch: Witflankdolfijn
  • Norwegisch: Kvitskjeving
  • Schwedisch: Atlantisk vitsiding, Västlig vitsidsdelfin
  • Spanisch: Delfín de flancos blancos, Delfín del Atlántico

 

  • Gattung: Kurzschnauzendelfine (Lagenorhynchus)
  • Unterfamilie: Echte Delfine (Delphininae)
  • Familie: Delfine (Delphinidae)
  • Überfamilie: Delfinartige (Delphinoidea)
  • Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
  • Ordnung: Wale (Cetacea)
  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere oder Plazentatiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Der Atlantische Weißseitendelfin erreicht eine Gesamtlänge von 2,5 bis 3 m und ein Gewicht von 180 bis 250 kg. Die Männchen werden in der Regel etwas größer als die Weibchen. Der kurze Schnabel ist grauschwarz. Die Grundfarbe ist dunkelgrau bis schwarz mit einem gelben oder beigefarbenen Fleck, der beidseitig an der Rückenfinne beginnt und sich in an den Flanken entlang zieht. Das Kinn, die Kehle und der Bauch sind weiß. Zusätzlich befindet sich unterhalb der Finne noch ein weiterer, kleiner, weißer Fleck. Darunter läuft ein hellgrauer Streifen von der Schnauze, über die Augen mit zum Schwanz.

Atlantische Weißseitendelfine haben eine Lebenserwartung von bis zu 27 Jahren.

Verbreitung

Die Heimat sind die kalten Meere des Nordatlantiks.

Feinde

Die natürlichen Feinde sind Schwertwale und Haie. Aber auch der Mensch gilt als Feind der Atlantischen Weißseitendelfinen.

Lebensweise

Der Atlantische Weißseitendelfin lebt in großen bis sehr großen Schulen mit bis zu 60 Tieren. Er ist ein sehr springfreudiger, verspielter und beweglicher Schnellschwimmer. Er liebt es, auf der Bugwelle von Schiffen zu reiten.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Fischen, Tintenfischen und Garnelen.

Fortpflanzung

Nach einer Tragzeit von 10 bis 11 Monaten bringt das Weibchen 1 Junges mit einem Gewicht von 25 kg zur Welt. Die jungen Delfine werden mit etwa 18 Monaten entwöhnt.

Weibchen werden mit 6 bis 12 Jahren geschlechtsreif, Männchen mit 7 bis 11 Jahren.

Verwandtschaft

Kurzschnauzendelfine gehören zur Familie der Delfine (Delphinidae)
dazu gehören auch die Familien:

  • Schwarz-Weiß-Delfine (Cephalorhynchus)
  • Gemeine Delfine (Delphinus)
  • Zwerggrindwale (Feresa)
  • Grindwale (Globicephala)
  • Rundkopfdelfine (Grampus)
  • Borneodelfine (Lagenodelphis)
  • Glattdelfine (Lissodelphis)
  • Orcaella
  • Große Schwertwale (Orcinus)
  • Breitschnabeldelfine (Peponocephala)
  • Kleine Schwertwale (Pseudorca)
  • Flussdelfine (Sotalia)
  • Weiß-Delfine (Sousa)
  • Fleckendelfine (Stenella)
  • Rauzahndelfine (Steno)
  • Tümmler (Tursiops)

Systematik

Zur Gattung der Kurzschnauzendelfine (Lagenorhynchus) gehören auch die Arten:

  • Weißschnauzendelfin (Lagenorhynchus albirostris)
  • Pazifischer Weißseitendelfin oder Weißstreifendelfin (Lagenorhynchus obliquidens)
  • Schwarzdelfin (Lagenorhynchus obscurus)
  • Peale-Delfin (Lagenorhynchus australis)
  • Stundenglasdelfin (Lagenorhynchus cruciger)

Status

Für den Atlantischen Weißseitendelfin besteht keine unmittelbare Bedrohung. Er wurde früher zwar stark bejagt, aber heute sind es im Schnitt “nur” noch etwa 1000 Tiere im Jahr. Zurzeit geht man von einem Bestand von knapp 300.000 Tieren aus.

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