Parmakänguru: Informationen zum beinahe ausgestorbenen Wallaby

Parmakänguru

wissenschaftlicher Name: Macropus parma. Das Parmakänguru (oder Parmawallaby) gehört zur Gattung der Echten Kängurus.

Erstmals erwähnt: 1846 durch Waterhouse

  • Englisch: Parma Wallaby
  • Französisch: Wallaby de Parma
  • Gattung: Echte Kängurus (Macropus)
  • Unterfamilie: Eigentliche Kängurus (Macropodinae)
  • Familie: Kängurus (Macropodidae)
  • Ordnung: Diprotodontia
  • Überordnung: Australidelphia
  • Unterklasse: Beutelsäuger oder Beuteltiere (Metatheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Diese Art erreicht Kopf-Rumpf-Länge von 48,2 bis 52,8 cm bei Männchen und 44,7 bis 52,7 cm bei Weibchen, eine Schwanzlänge von 48,9 bis 54,4 cm bei Männchen und 40,5 bis 50,7 cm bei Weibchen, eine Standhöhe von etwa 40 cm und ein Gewicht von 4,1 bis 5,9 kg bei Männchen und 3,2 bis 4,8 kg bei Weibchen. Das Fell ist dunkelbraun mit weißer Brust- und Kehlregion. An den Wangen befindet sich ein weißer Wangenstreif. Die Lebenserwartung liegt bei 8 Jahren.

Verbreitung

Diese Art wurde auf einigen zu Neuseeland gehörenden Inseln ausgesetzt. Sie bevorzugt dichte, gebüschreiche, vorzugsweise trockene Wälder. Ursprünglich kommt das Parmakänguru aus Australien.

Feinde

Die Feinde sind Dingos und Greifvögel.

Lebensweise

Diese Art scheint als Einzelgänger zu leben. Die einzige länger andauernde Beziehung ist die zwischen Mutter und Jungtier. Erwachsene Tiere begegnen sich stets feindselig. Abends verlässt das Parmawallaby die Wälder zum Grasen, entfernt sich aber nicht weit.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Gräsern und Kräutern.

Fortpflanzung

Nach einer Tragzeit von 35 Tagen bringt das Weibchen 1 Junges mit einem Gewicht von weniger als 1 g zur Welt, das dann noch 30 Wochen im Beutel bleibt. Entwöhnt wird das Junge mit 44 Wochen, geschlechtsreif dann mit 1-3 Jahren (Weibchen), bzw. 2 Jahren (Männchen).

Verwandtschaft

Echte Kängurus gehören zur Familie der Eigentlichen Kängurus (Macropodidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Bänder-Hasenkängurus (Lagostrophus)
  • Buschkängurus (Dorcopsis)
  • Filander oder Pademelons (Thylogale)
  • Kurzschwanzkängurus (Setonix)
  • Felskängurus (Petrogale)
  • Zwergsteinkängurus (Peradorcas)
  • Hasenkängurus (Lagorchestes)
  • Nagel- oder Nagelschwanzkängurus (Onychogalea)
  • Sumpfwallabys (Wallabia)
  • Baumkängurus (Dendrolagus)

Systematik

Zur Gattung der Echten Kängurus (Macropus) gehören die Wallaby-Arten,

  • Tammar, Damakänguru oder Derbywallaby (Macropus eugenii)
  • Toolachewallaby, Greywallaby oder Östliches Irmawallaby (Macropus greyi)
  • Irmawallaby oder Handschuhkänguru (Macropus irma)
  • Rückenstreifenwallaby (Macropus dorsalis)
  • Bennettkänguru oder Rotnackenwallaby (Macropus rufogriseus)
  • Flinkes Känguru, Sand- oder Flinkwallaby (Macropus agilis)
  • Hübschgesichtwallaby (Macropus parryi)
  • Hübschgesichtkänguru oder Schönwallaby (Macropus canguru)

die Riesekänguru-Arten:

die Bergkänguru-Arten:

  • Schwarzes Wallaroo oder Schwarzes Bergkänguru (Macropus bernardus)
  • Antilopenkänguru (Macropus antilopinus)
  • Bergkänguru, Bergwallaruh, Wallaroo oder Euro (Macropus robustus)

Status

Das Parmakänguru wurde um 1965 für ausgestorben gehalten, bis man wieder Tiere in New South Wales angetroffen hat. Gilt aber heute weiterhin als selten.

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