Terrarium Test & Vergleich – welche Modelle überzeugen?

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  • Das Terrarium ist ein Glasgefäß, in dem man unter anderem Reptilien oder Insekten zu Hause halten kann. Dazu gehören noch Pflanzen, Dekoration und Sand oder Schotter hinein.
  • Terrarien gibt es in unterschiedlichen Bauformen. Welche die Richtige ist, hängt stark davon ab, welche Terrarium-Tiere Sie gerne halten möchten: Während sich beispielsweise Bartagamen in einem Holzterrarium wohlfühlen, bevorzugen manche Schlangen ein Hochterrarium aus Glas.
  • Beachten Sie bei der Anschaffung vor allem, dass das Becken groß genug sein muss und informieren Sie sich dafür im Vorfeld, wie große die Tiere werden, die Sie halten möchten.

Die Terraristik ist ein spannendes Hobby für alle, denen Hund, Katze oder Meerschweinchen zu langweilig sind. Doch auch für Tierhaarallergiker ist es eine echte Alternative: Reptilien, Amphibien, Frösche, Spinnen und Schlangen kommen schließlich ohne Fell aus.
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Allerdings bedeutet so ein Terrarium auch viel Arbeit und die Haltung der Tiere ist recht anspruchsvoll. Ohne die Lektüre eines Terrarium-Vergleich und diverser Fachliteratur sollten Sie also nicht starten.

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Ein Terrarium bietet prima Lebensraum auf kleinstem Raum.

Der Terrarium-Test beweist, das beste Terrarium zu finden, ist bei dem großen Angebot verschiedener Marken und Hersteller nicht einfach. Mit dieser Kaufberatung und unserem Terrarium-Vergleich 2018 möchten wir Ihnen gerne dabei helfen.

1. Lebensraum im Miniatur-Format

Stromkosten beim Aquarium

Je nach Größe des Terrariums und den eingesetzten elektrischen Geräten, können recht beachtliche Stromkosten entstehen. Selbst, wenn Sie nur die Grundausstattung einschalten, liegt der monatliche Stromverbrauch zwischen 20 und 25 Kilowattstunden, was Stromkosten von gut fünf Euro entspricht. Mit Extras wie Heizmatten, Schwarzlicht-Röhren oder LED-Wasserfällen können schnell Stromkosten von 100 Euro im Monat entstehen.

Der Begriff Terrarium ist von dem lateinischen Wort “terra” für Erde abgeleitet. Es beschreibt einen Behälter zur Tierhaltung, in dem, anders als bei einem Aquarium, überwiegend Land und Luft zu finden sind.

Aquarium und Terrarium werden beide unter dem Begriff Vivarien zusammengefasst und ähneln sich in vielerlei Hinsicht: Terrarianer wie Aquarianer bemühen sich, den Lebensraum der gehaltenen Tiere auf kleinem Raum so gut wie möglich nachzubilden.

Beim Terrarium müssen dazu vor allem die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit genauesten kontrolliert werden. Tiere, die sich für die Terrarien-Haltung eignen, sind zum Beispiel Krebse, Spinnen, Insekten oder Skorpione. Es gibt aber auch reine Pflanzenterrarien, in denen Orchideen, Farne, Kakteen oder Moose gedeihen.

Die Haltung von Tieren im Terrarium erfordert viel Wissen und Einsatz, da die verschiedenen Tiere recht unterschiedliche Ansprüche hinsichtlich der Terrarium-Einrichtung haben.

Schlangen benötigen beispielsweise dicke Äste als Liegemöglichkeit, Bartagamen brauchen Heizfelsen und in einem Leopardgecko-Terrarium müssen Sie für einen wüstenähnlichen Boden sorgen. Außerdem darf für einen Gecko das Terrarium nicht nach oben offen sein.

Mit speziellen Geräten können Sie die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in dem Terrarium regulieren. Um das Terrarium zu pflegen und die Tiere versorgen zu können, hat das Terrarium Türen, die aber sonst immer gut geschlossen sein müssen, damit die Bewohner nicht ausbüxen.

2. Diese Terrarien-Typen gibt es

Der Terrarium-Test zeigt, anhand der Bauweise kann man Terrarien in verschiedene Kategorien einteilen. Welcher Typ für Sie geeignet ist, hängt in erster Linie davon ab, welche Tiere Sie halten möchten. Doch auch der zur Verfügung stehende Platz entscheidet mit darüber.

Art Merkmale
Klassisches Terrarium
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  • Dieser Typ Aquarium hat eine rechteckige Grundfläche und ist eher flach.
  • Ein klassisches Terrarium, etwa ein Exo Terra Terrarium, ist für am Boden lebende Tierarten. So fühlt sich beispielsweise die Bartagame in dem Terrarium wohl.
  • Zur Einrichtung gehören Terrarium-Pflanzen, Höhlen und Heizfelsen.
  • Bei ausreichender Größe als Wasserschildkröten-Terrarium geeignet.
  • So ein Terrarium ist auch als Hamster-Terrarium geeignet, dann darf es aber nicht höher sein, als es breit ist, um eine gute Luftzirkulation sicher zu stellen.
Hochterrarium
hochterrarium
  • So ein Modell hat eine kleine Grundfläche und ist dafür sehr hoch.
  • Ein Hochterrarium eignet sich für Tiere, die gerne klettern oder in der Natur Bäume bewohnen, wie einige Spinnen- oder Schlangenarten. Geeignet ist dieses Terrarium für Kornnattern.
  • Klettermöglichkeiten, wie Äste oder hohe Terrarienpflanzen gehören unbedingt in so ein Schlangen-Terrarium hinein.
Eckterrarium
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  • Ein Eckterrarium hat eine recht große Grundfläche und bietet trotzdem Platz in die Höhe.
  • Das Eckterrarium ist für baumbewohnende Tiere gut. Wenn sich die betreffenden Arten verstehen, ist auch eine Gruppenhaltung verschiedener Tiere möglich.
  • Weil so ein Terrarium groß ist, bietet sich so ein Modell als Landschildkrötenterrarium für den Winter an – im Sommer sollten die Tiere aber eher ins Freigehege kommen und nicht dauerhaft im Schildkröten-Terrarium leben.
Nano-Terrarium
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  • Bei einem Nano-Terrarium handelt es sich um ein Mini-Terrarium, das eine sehr geringe Größe hat, aber von allen Seiten eingesehen werden kann.
  • Es eignet sich nur für die Haltung von Spinnen oder als Insekten-Terrarium.

Tipp: Auch wenn die Größe einiger Terrarien es zulassen würde, sollten Sie Chamäleons nicht zusammen halten. Diese Tiere leben besser allein. Deshalb sollte jedes Chamäleon ein Terrarium haben. Sie können aber mehrere Holzterrarien nebeneinander stellen. Auf diese Art und Weise können Sie von vorne alle Tiere sehen, die Tiere sehen sich aber untereinander nicht.

3. Diese Punkte sind bei der Anschaffung wichtig

3.1. Die Größe als Wohlfühlfaktor für die Tiere

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Die Kornnatter benötigt viel Platz.

Die Maße, die das Terrarium haben sollte, hängen davon ab, welche Tiere Sie halten möchten. Sie sollten an dieser Stelle keine Kompromisse machen: Wenn Sie ein Terrarium, das für Ihre Lieblingstiere groß genug ist, nicht zuhause unterbringen, sollten Sie auf die Anschaffung lieber ganz verzichten oder doch andere Tiere im Terrarium halten.

Manche Insekten fühlen sich zwar auch auf kleiner Fläche wohl, doch andere Tiere, wie die Kornnatter oder der Leopardengecko, können recht groß werden und benötigen ein entsprechend großes Terrarium, das dann aber auch teurer in Anschaffung und Unterhalt ist.

Lesen Sie im Folgenden, wie groß die Behausung für einige der beliebtesten Terrarien-Bewohner mindestens sein sollte:

  • Vogelspinne: 25 x 25 x 30 cm
  • Rotaugenlaubfrosch: 50 x 30 x 60 cm
  • Kornnatter: 120 x 60 x 90 cm
  • Bartagame: 125 x 100 x 75 cm
  • Griechische Landschildkröte: 200 x 100 x 50 cm

So genannte Faunarien sind besonders kleine Kunststoff-Terrarien, die nur als Übergangslösung gedacht sind. Dieses Terrarium-Zubehör dient in erster Linie dem Transport oder der vorübergehenden räumlichen Trennung von Tieren.

3.2. Holz schafft Wüstenklima, Glas tropisch feuchtwarmes Klima

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Terrarien aus Holz sind beliebt bei Tier und Mensch.

Bei den Materialien haben Sie die Wahl zwischen einem Terrarium aus Holz oder einem Terrarium aus Glas.

Ein Glasterrarium ist gut geeignet, um darin ein feuchtwarmes Tropenklima entstehen zu lassen. Außerdem genießen Sie bei einem Glasterrarium die perfekte Rundumsicht, die allerdings nicht jedes Tier zu schätzen weiß. Ein Chamäleon etwa ist ein Einzelgänger und möchte nicht ständig durch die Glasscheibe einen Artgenossen sehen.

Wenn Sie aber beispielsweise ein Paludarium einrichten möchten, also ein Aqua-Terrarium, in dem für die Haltung von Amphibien ein Sumpfgebiet entsteht, benötigen Sie ein Modell aus Glas, das aber noch einen erhöhten Bodensteg haben sollte. Holz ist nämlich eher feuchtigkeitsempfindlich, isoliert dafür aber Wärme gut und ist daher besser für einen wüstenähnlichen Lebensraum perfekt.

Sehen Sie hier, welche Vorteile, aber auch Nachteile ein Holzterrarium sonst noch hat:

  • Gut, um ein trocken-warmes Klima zu erschaffen.
  • Die Anschaffung ist etwas günstiger, als die eines Glasterrariums.
  • Die Gestaltung ist variabler, so können Sie bei so einem Terrarium die OSB-Platten beliebig um zusätzliche Lüftungsschlitze oder Bohrlöcher erweitern.
  • Keine perfekte Rundumsicht.
  • Aufwändigere Reinigung.
  • Nicht für tropisch-feuchtes Klima geeignet.

Auch bei der Reinigung unterscheiden sich die Materialien: Glasterrarien können Sie mit einem Spezial-Reiniger und Wasser reinigen. Für Holz nutzen Sie besser einen Handdampfreiniger. Aggressive Putzmittel sollten Sie in beiden Fällen nicht verwenden.

3.3. Zubehör: Licht, Luft, Heizung und Deko müssen stimmen

Neben dem eigentlichen Terrarium müssen Sie noch einiges an Terrarium-Zubehör anschaffen. Bedenken Sie, dass nicht nur Anschaffungskosten entstehen, sondern auch laufende Stromkosten. Sie benötigen:

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Die Lichtverhältnisse im Terrarium müssen stimmen.

  • Beleuchtung: Sie sollten ein möglichst natürlich wirkendes Licht erzeugen. Einige Tiere brauchen auch UV-Licht um Vitamin D3 produzieren zu können. Denken Sie daran, dass die Lichtquellen auch Wärme erzeugen. Um Schwankungen zu vermeiden, sollten Sie das Licht über eine Zeitschaltuhr regulieren.
  • Wärme und Luftfeuchtigkeit: Als Heizung für das Terrarium können Infrarot-Wärmelampen oder eine Heizmatte für den Boden dienen. Beachten Sie, dass die richtige Temperatur für verschiedene Tiere ganz unterschiedlich sein kann, ebenso wie die Luftfeuchtigkeit. Am besten ist es, die Terrarien-Technik zu automatisieren und so konstante Werte zu halten. Sie benötigen dafür entsprechende Messtechnik. Es gibt Kombigeräte, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit überwachen oder Sie nutzen Hygrometer und Thermometer separat. Die Luftfeuchtigkeit können Sie dann mit Hilfe eines Verneblers erhöhen, der Wasser versprüht.
  • Belüftung: Für die Luftzirkulation sind Belüftungsschlitze wichtig, die seitlich oder frontal angebracht sind. Stellen Sie Ihr Terrarium so auf, dass die Lüftungsschlitze frei bleiben.
  • Dekoration: Damit sich die Tiere im Terrarium wohlfühlen, benötigen Sie zudem verschiedene Terrarium-Pflanzen und, je nach Tier, Versteck- oder Klettermöglichkeiten wie etwa Höhlen oder Äste.

4. Fragen und Antworten zum Thema Terrarium

4.1. Was sagt die Stiftung Warentest zum Thema Terrarium?

Die Verbraucherorganisation hat bisher leider keinen Terrarium-Test durchgeführt. In einer Meldung weist die Stiftung aber auf ein Gerichtsurteil hin, nachdem ein Schildkröten-Terrarium für Wasserschildkröten auch in kleinen Wohnungen groß genug sein muss. Die Haltung in einer kleinen Plastikschüssel sei nicht artgerecht.

Es muss demnach schon ein richtiges Schildkröten-Terrarium angeschafft werden. Einen Terrarium-Testsieger hat die Stiftung in diesem Zusammenhang aber nicht ermittelt.

4.2. Wo kann man ein Terrarium kaufen?

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Terrarien können Sie im Zoohandel kaufen.

Terrarien und das nötige Zubehör sowie Terrarium-Deko oder eine Terrarium-Rückwand können Sie im Internet finden. Dort gibt es auch am ehesten ein günstiges Terrarium. Allerdings fehlt beim Kauf im Internet die kompetente Beratung.

Da Sie für den Kauf der Terrarium-Tiere ohnehin eine Zoohandlung aufsuchen sollten, ist es für Terrarium-Anfänger besser, sich dort auch das nötige Equipment zu besorgen. Die Mitarbeiter entsprechender Geschäfte kennen sich normalerweise sehr gut aus und können Ihnen wertvolle Tipps für die Einrichtung Ihres Terrariums geben.

4.3. Kann man ein Terrarium selber bauen?

Sie können ein Terrarium auch selbst bauen. Viele Terrarianer machen das, wenn zum Beispiel die gewünschte Größe nicht im Handel erhältlich ist.

Sie benötigen dafür neben den Materialien eine geeignete Terrarium-Bauanleitung. Auf dieser Seite stehen Ihnen gleich mehrere Anleitungen für unterschiedliche Terrarien zur Verfügung.

4.4. Wie groß muss ein Terrarium für 2 Bartagamen sein?

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Terrarium für Bartagame: Bartagame sind Einzelgänger.

Die minimale Größe für zwei Bartagamen läge bei etwa 180 x 60 x 60 cm. Beachten Sie aber, dass diese Tiere eigentlich Einzelgänger sind. Die Einzelhaltung ist daher wesentlich besser.

Wenn es unbedingt mehrere Bartagamen sein sollen, sollten Sie lieber die Gruppenhaltung wählen, das ist insbesondere für die weiblichen Tiere besser. Dafür müsste das Terrarium aber mindestens die Maße 200 x 60 x 60 cm haben.

Die Vergesellschaftung ist jedoch immer ein Stück weit ein Experiment. Sie sollten daher die Möglichkeit haben, die Tiere zur Not zügig zu trennen.

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