Vogelhaus Test & Vergleich – welche Modelle überzeugen?

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  • Ein Vogelhäuschen ist eine mehr oder weniger geschützte Behausung, die im Garten oder auf dem Balkon aufgestellt wird und Vögel mit Futter versorgt. Gleichzeitig haben Menschen die Möglichkeit, die Tiere in so einem Vogelhaus zu beobachten.
  • Neben klassisch gebauten Vogelhäusern haben Sie die Wahl zwischen einem modernen Design-Vogelhaus oder einer Futtersäule.
  • Bei der Anschaffung der Vogelvilla müssen Sie auf das Material, die Maße und die richtige Überdachung achten.

Viele Vögel ziehen über den Winter in den warmen Süden. Doch etliche einheimische Arten bleiben auch hier und versuchen trotz Schnee und Kälte zu überleben.

Da die Futterausbeute für die kleinen Federtiere eher schlecht ist, bietet es sich an, ein Vogelhaus aufzustellen. Dieses dient als Futterhaus und bietet den Vögeln gleichzeitig Schutz. Darüber hinaus können die Kinder das Vogelhaus bemalen und danach die Vögel beobachten.
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Bunte Vogelhäuser können genauso wie klassische Modelle eine tolle Deko für den Garten sein. Unser Vogelhaus-Vergleich 2019 offenbart eine große Auswahl unterschiedlicher Modelle, die alle ihre Vorzüge haben.

Ob einfaches Vogelfutterhäuschen, Deko Vogelhaus oder Vogelhaus Bausatz – bevor Sie die Vögel füttern können, müssen Sie sich erst einmal für ein Vogelfutterhaus entscheiden. Damit Sie das beste Vogelhaus finden, haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

1. Spaß für die Familie, Fressen für die Vögel

Herein spaziert, herein spaziert

Für Ihr neu eröffnetes Vogel-Restaurant müssen Sie erst einmal etwas Werbung machen, denn Vögeln fliegen am liebsten bekannte Futterstellen an. Um Vögel in das Vogelhaus zu locken, können Sie etwas Futter unter oder neben dem Häuschen verteilen, zum Beispiel in Tonschälchen. Verteilen Sie auch ein paar Körner auf dem Dach, dann finden die Vögel das Häuschen eher. Auch Meisenknödel oder Futteringe in der Nähe platziert, locken Vögel an.

Ein Futterhaus für Vögel ist nicht mit einem Nistkasten zu verwechseln. Es handelt sich vielmehr um eine Futterstation, die Vögel aufsuchen können, wenn sie in den kalten Wintermonaten in der Natur nicht genügend Nahrung finden.

Je nach Größe des Futterhäuschens und gewähltem Futter, fliegen unterschiedliche Vögel die Vogelvilla an. Und während die Tierchen sich über die Körner freuen, haben wir Menschen auch eine Menge Spaß: Wir können aus der Wohnung oder dem Haus heraus die Vögel beobachten. Vor allem für Kinder ist das sehr leerreich.

Allerdings wollen wir nicht hier verschweigen, dass das Füttern von Vögeln unter Umweltschützern umstritten ist. Einige Experten meinen, man sollte Vögel nicht füttern, weil dies einen Eingriff in die natürliche Auslese darstelle und auch eine Überfütterung möglich sei.

Der Bund Naturschutz in Bayern argumentiert, dass vor allem die weit verbreiteten und an den Menschen angepassten Vogelarten von den Vogelhäuschen profitieren würden, während gerade die bedrohten, seltenen Arten gar nicht ans Vogelhäuschen kämen. Im Frühjahr sei dann der Konkurrenzkampf um Brutplätze und Nahrung noch größer, weil auch kranke und schwache Vögel den Winter überlebt haben, die sonst der natürlichen Auslese zum Opfer gefallen wären.

Die Experten meinen, man solle eher dafür sorgen, natürliche Lebensräume der Vögel zu schützen. Gartenbesitzer könnten zum Beispiel Laubhaufen und Komposthaufen liegen lassen und Disteln oder Gartenstauden im Winter stehen lassen, weil darin viele Insektenlarven überwintern.

Auf der anderen Seite steht die Tatsache, dass ein Vogelhäuschen eine gute Möglichkeit darstellt, Vögel zu beobachten. Außerdem finden die Vögel so, geschützt vor Fressfeinden, eine konstante, geschützte Futterquelle vor. Der NABU ist daher nicht ganz so streng, empfiehlt aber, die Fütterung auf die Wintermonate zu beschränken. Auch, weil im Sommer die Gefahr steigt, dass über das Futter Salmonellen übertragen werden könnten.

Letztlich muss also jeder diese Frage für sich selbst beantworten. Es gibt für beide Sichtweisen gute Argumente.

Verschiedene Vogelarten verbringen den Winter in heimischen Gefilden. Die bekanntesten sind die Amsel, der Sperling, die Kohlmeise, die Blaumeise, das Rotkehlchen, der Zaunkönig und der Star.

2. Diese Arten von Vogelhäuschen gibt es

Anhand der Bauweise und Größe kann man Vogelhäuser in verschiedene Kategorien einteilen. Welche verschiedenen Typen es gibt, lesen Sie in der folgenden Übersicht:

Art Merkmale
Klassisches Vogelhaus
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  • So ein Futterhäuschen ist schlicht gebaut: ein kleines Haus mit Dach aus Holz ist ein gut funktionierendes Vogel-Futterhaus.
  • Es gibt so ein Vogelhaus mit Ständer oder ohne.
  • Das Dach ist häufig aus Teerpappe, weil es dann wetterfester ist.
Vogelvilla
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  • Eine Vogelvilla ist ein besonders großes Vogelhaus im Stil eines Landhauses.
  • Teilweise gibt es sogar mehrere Eingänge, eine Beleuchtung und weiteren Luxus.
  • Dieses Futterhaus kann von verschieden großen Vögeln genutzt werden, sofern die Eingänge groß genug sind.
Deko-Vogelhaus
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  • Ein Vogelhaus, das bunt und kreativ gestaltet ist und damit zum Hingucker im Garten wird.
  • Beachten Sie: Ist ein Vogelhäuschen bunt, verliert es schnell seine eigentliche Funktion als Futterhaus für Vögel. Die Federtiere werden durch allzu grelle Farben wie leuchtendes Rot eher abgeschreckt, das gilt übrigens auch für Nistkästen.
  • Als Futterhäuschen für Vögel ist ein Deko-Vogelhaus also nur geeignet, wenn wenigstens die Farben gedeckt bleiben. Braune und grüne Farbtöne entsprechen eher den Farben der Natur und sind daher besser geeignet.
  • Auch so ein Vogelhaus gibt es mit Standfuß.
Futtersäule
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  • Eine Futtersäule ist genaugenommen kein Vogelfutterhaus, sondern eine mit Futter gefüllte Röhre, die einfach an einem Fenster oder am Balkon befestigt werden kann.
  • So ein Futtersilo hat seitlich meistens Stangen, auf denen die Vögel landen und beim Fressen sitzen können.
  • Es gibt mehrere Löcher, über die die Vögel das Futter erreichen können und häufig eine integrierte Körnerschale unten, in der Futter aufgefangen wird und die als weitere Landemöglichkeit dient.

Auch, wenn die Futtersäule kein klassisches Vogelfutterhaus ist, hat sie diverse Vorteile und auch Nachteile, die wir Ihnen im Folgenden darstellen möchten:

  • Einfache Montage am Balkon oder Fenster möglich.
  • Futtersäulen sind sehr hygienisch, weil sich das Futter nicht mit Kot oder Dreck vermischen kann.
  • Sie sehen immer gleich, wieviel Futter noch übrig ist.
  • Futtersäulen gelten, weil sie am Fenster angebracht werden können, als katzensicher.
  • Auch als Vogelhaus am Wohnwagen geeignet.
  • Die Vögel sind beim Fressen nicht vor Schnee oder Regen geschützt.
  • Dieser Futterspender ist optisch weniger ansprechend als ein hübsches Holz-Futterhaus.

3. Kaufberatung: So finden Sie das ideale Vogelhaus

3.1. Große oder kleine Vögel – die Abmessungen entscheiden über die Kundschaft

Welche Vöglein von Ihrem Futterangebot Gebrauch machen, hängt maßgeblich von den Maßen des Futterhauses ab. Je größer das Haus, desto größere Vögel werden auch kommen.

Zum Beispiel landen bei einer großen Vogelvilla vielleicht auch Spechte oder Nebelkrähen. Allerdings ziehen solch große Häuser auch Eichhörnchen oder Marder an. Kleinere Modelle werden dagegen von großen Vögeln gemieden, weil sie diese Nahrungsstelle nicht richtig anfliegen können.

Tipp: Bei einer Vogelvilla müssen Sie zusätzlich auf die Größen der Eingänge achten: Meisen haben gerne Eingänge mit 26 bis 28 mm Durchmesser, Dohlen oder Kauze 80 bis 85 mm.

3.2. Holz – oder Plastik: Die Vögel lieben es natürlich

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Im Handel finden Sie Futterhäuser aus Kunststoff.

Sie finden auf dem Markt sowohl Vogelhäuser aus Plastik als auch solche aus Holz.

Bei den Kunststoff-Modellen handelt es sich normalerweise eher um die Kategorie “günstiges Vogelhaus”. Trotzdem kann auch ein solches Modell einige Winter durchhalten. Außerdem ist diese Variante gut zu reinigen. Einmal mit heißem Wasser abgespült, haben Keime und Bakterien keine Chance mehr.

Bei Holz-Vogelhäusern ist die Reinigung aufwändiger. Dafür sehen sie natürlicher aus, sowohl für Sie, als auch für die Vögel und sind zumeist sehr stabil.

Mittlerweile findet sich im Handel auch das eine oder andere moderne Vogelhaus aus Edelstahl. Diese Modelle sind sehr hygienisch und gut zu reinigen. Allerdings sehen sie nicht sehr natürlich aus und ein Vogel hat unter Umständen Schwierigkeiten, auf der glatten Oberfläche zu landen.

Tipp: Es ist ratsam ein Holz-Vogelhaus schon im Sommer mit kälte- und wasserfestem Lack zu streichen, damit es im Winter den Witterungsbedingungen Stand hält.

3.3. Das Dach über dem Kopf

Wenn Sie ein Vogelhaus kaufen, sollten Sie auch auf die Beschaffenheit des Daches achten. Das Dach des Vogelhauses schützt Samen und Körner vor der Feuchtigkeit, so dass sie nicht so schnell schimmeln können.

Gut geeignet ist ein Vogelhaus mit Reetdach. Dieses ist besonders rutschfest und bietet daher einen tollen Landeplatz. Außerdem wird dieses mit der Zeit zu einem richtigen Insektenhotel, so dass die Vögel noch mehr Futter finden.

4. Wo Vogelhäuser am besten aufgestellt werden

Egal ob Vogelfutterhaus, Meisenkasten, Meisenknödel oder Nistkasten: Es ist wichtig, einen geeigneten Platz zu finden.

Nistkästen wie Vogelhäuser sollten an einer übersichtlichen Stelle stehen und möglichst katzensicher aufgebaut werden. Besonders gut ist es, das Vogelfutterhaus direkt in einem Baum zu befestigen.

Falls Sie ein Modell mit Vogelhausständer haben, stellen Sie es zumindest möglichst nahe an einem Baum auf, dann können die Vöglein sich schnell ins sichere Geäst zurückziehen.

Silo oder Vogelfutterhaus dürfen nicht zu nah an einem Fenster oder einer Glastür angebracht werden. Die Vögel könnten sonst auf der Suche nach Futter dagegen fliegen. Halten Sie mindestens zwei Meter Abstand ein.

5. Fragen und Antworten zum Thema Vogelhaus

5.1. Hat die Stiftung Warentest ein Vogelhaus-Test durchgeführt?

Einen Vogelhaus-Test sucht man bei der Stiftung Warentest bisher leider vergeblich. Deshalb können wir Ihnen leider an dieser Stelle auch keinen Vogelhaus-Testsieger präsentieren.

5.2. Was sind die bekanntesten Marken und Hersteller

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Moderne Vogelhäuser gibt es von verschiedenen Herstellern.

Prinzipiell spielt es keine große Rolle, von wem ein Vogelhaus ist. Auch ein Modell aus dem Discounter kann seinen Zweck erfüllen. Die verbreitetsten Hersteller, bzw. Marken sind jedoch Blomus, die Vogelvilla, Elmato, Emsa, Erdtmanns, Wildlife Garden, Karziol, Flamingo und:

  • Esschert
  • H. Gautzsch
  • Hammarplast
  • Jasmin Holzwaren
  • Kerbl
  • Mucola
  • Radius
  • Schwegler
  • Sompex
  • Sunnysue
  • Unimet

5.3. Wie kann man ein Vogelhäuschen selber bauen?

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Auch selbstgebaute Vogelhäuser können hübsch angemalt werden.

Mit nur ein wenig handwerklichem Geschick, können Sie ein Vogelhaus selbst bauen.

Der Vorteil ist, dass Sie der Kreativität freien Lauf lassen und das Futterhäuschen ganz individuell Ihrem Garten anpassen können.

Bevor Sie das Vogelhaus bauen können, müssen Sie sich die nötigen Materialien besorgen und eine Vogelhaus-Bauanleitung zurechtlegen. Bauanleitungen für verschiedene Modelle finden Sie hier.

5.4. Wann stellt man das Vogelhaus am besten auf?

Es ist wichtig, rechtzeitig mit dem Füttern anzufangen bzw. ein neues Vogelhaus aufzustellen. Am besten geeignet ist der frühe Oktober. Zwar finden Vögel dann auch noch in der Natur genug Futter. Doch sie sind an warmen Herbsttagen auch eher motiviert, einfach umherzustreifen und mögliche neue Futterquellen zu erkunden, die sie dann im Winter schnell anfliegen können.

5.5. Welche Vögel bevorzugen welches Futter?

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Manche Vögel sind wahre Feinschmecker.

Auch Vögel sind kleine Gourmets und essen nicht alles. Es gibt unter den Vögeln zum Beispiel echte Körnerfresser, die am liebsten Kerne, Samen oder Nüsse verzehren. Dazu gehören Meisen, Sperlinge und Finken.

Einige unserer gefiederten Freunde bevorzugen dagegen weicheres Futter. Rotkehlchen, Drosseln, Stare und Amseln mögen am liebsten Trockenfrüchte, frisches Obst oder Haferflocken.

Mit einem Mischfutter, das Sie selbst mischen oder fertig kaufen können, sprechen Sie beide Geschmäcker an.

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