Husky: Was Sie über die schönen Polarhunde wissen sollten

  • Huskys gelten als die schönsten nordischen Hunde.
  • Die Polarhunde sind optimal an Kälte und karge Lebensumstände angepasst.
  • Huskys sind Schlittenhunde, die zu den ältesten Hunderassen gehören.

Sie zählen zu den schönsten und gleichzeitig ursprünglichsten Hunderassen. Und das zurecht, denn Huskys können auf eine jahrtausendealte Geschichte  zurückblicken und begeistern mit ihren schönen Fellfarben und mandelförmigen Augen. Doch sind sie auch gute Begleiter im Alltag?

Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen fundierten Einblick in die Besonderheiten von Huskys. Darüber hinaus bekommen Sie hier Tipps zu Haltung und Informationen zu den Kosten von Siberian Huskys und ähnlichen Hunderassen.

1. Geschichte und Herkunft des Husky

huskys polarhunde unterschiedliche farben

Huskys sind Polarhunde mit vielen Gesichtern.

Huskys (plural auch: Huskies) sind nordische Hunde, die von indigenen Völkern aus Sibirien, Grönland, Kanada und Alaska als Schlittenhunde gezüchtet wurden.

Laut Oxford Living Dictionary kam die Bezeichnung Husky Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Demnach leitet sich das Wort ab von„Huskemaw“ (Huskimo), was im alten neufundländischen Dialekt „Eskimo“ bedeutet. Hingegen im 18. Jahrhundert hießen die Hunde noch Eskimo Dog (Hund des Eskimos).

Info: Das englische Wort Husky wird mit Polarhund, Eskimohund oder Schlittenhund übersetzt. Somit bezeichnet es weniger eine konkrete Rasse als vielmehr eine bestimmte Hundeart. Nämlich einen Arbeitshund vom Typ Spitz, der ausschließlich als Schlittenhund dient.

Als Prototyp der Schlittenhunde gilt der Siberian Husky, eine Rasse, die bereits vor 4.000 Jahren in Sibirien gezüchtet wurde. Ihre ersten Züchter waren die Tschuktschen (Chukchi), ein indigenes Volk aus dem Nordosten Sibiriens.

Die ersten Züchter

Die Eskimovölker (Inuit, Kalaallit, Yupik, Iñupiat) waren Seminomaden, die ehemals im Einklang mit den Jahreszeiten mit Hab und Gut den von ihnen bejagten Tieren folgten. Ihre Hunde waren dem rauen Wetter angepasst und wiesen besondere Eigenschaften auf, die sie zu optimalen Arbeitshunden am Schlitten und Helfern bei der Jagd machten.

Als die Tschuktschen begannen, Rentiere zu domestizieren und als Herden zu halten, veränderten sich damit auch die Aufgaben der Hunde, die zunehmend Zugtiere am Schlitten wurden. Weitergezüchtet wurden nur zähe und gleichzeitig schnelle und ausdauernde Hunde.

Da die Tschuktschen für die Schlitten nur freundliche Hunde brauchten, wurden die Welpen in ihren Familien im Zelt aufgezogen. Auf diese Weise wurden sie von Anfang an gut mit Menschen sozialisiert.

Weitere Hintergrundinformationen zur Geschichte der Huskys finden Sie hier.

2. Husky ist nicht nur eine einzige Rasse

der alaskan malamute ist sehr groß

Alaskan Malamutes sind die größten huskyähnlichen Hunde.

Hundespezialisten und Kenner der nordischen Hunderassen gehen von ca. acht Huskyarten beziehungsweise Huskyrassen aus. Die Bezeichnung Husky wird dabei als Oberbegriff verwendet, unter dem die nordischen Hunde zusammengefasst sind.

Die von der FCI nicht anerkannten Mix-Rassen, entstanden durch Einkreuzungen mit anderen nordischen und europäischen Hunden. Der Alaskan Husky entstand durch Einkreuzungen von indianischen Hunden (wolfsähnlich) mit anderen nordischen und europäischen Rassen. Diese sind der Border Collie, Alaskan Malamute, Deutscher Schäferhund, Pointer, Setter und Windhunde.

Hingegen ist der Golden Husky, auch Goberian genannt, ein Mischling aus Golden Retriever und Siberian Husky. Hinter der Züchtung steht die Idee, einen modischen Hund zu kreieren, der die blauen Augen des Husky und das rot-goldene Fell des Golden Retriever vereinigt und damit den Geschmack möglichst vieler Menschen trifft.

2.1. Gemeinsamkeiten unter den Huskyrassen

Alle Huskyarten sind als Arbeitshunde für das Ziehen von Schlitten oder tragen von Lasten gezüchtet worden. Trotz einiger Unterschiede in Größe, äußeren Merkmalen und Charakter ist ihre optische Zusammengehörigkeit und ihre Aufgabeneignung augenfällig. Von den acht Huskyarten sind nur fünf vom FCI (Fédération Cynologique Internationale; internationaler kynologischer Dachverband) als selbständige Rassen anerkannt.

Info: Huskys sind nah verwandt mit dem Taimyr Wolf der nordasiatischen Region, was man ihnen sowohl in einigen Wesensmerkmalen (unabhängig, intelligent, dominant, rudelbezogen) als auch in der äußeren Gestalt (bspw. die „Maske“) gut ansehen kann. Einige haben auch einen ausgeprägten Jagdinstinkt, obwohl dieser für Schlittenhunde nicht vom Vorteil ist.

Gemeinsam ist allen huskyartigen Hunderassen ihr Wille zum Ziehen eines Gespanns. Es sind agile, starke und selbständige, jedoch auf ein Rudel und auf den Menschen bezogene Tiere.

Achtung: Keiner der Huskyarten ist ein „Anfängerhund“. Ihre Selbständigkeit und Intelligenz, aber auch ihr starker Bewegungs- und Arbeitsdrang machen sie zu Hunden, die hohe Ansprüche an den Halter stellen. Sie erfordern eine konsequente, jedoch keine harte Erziehung.

2.1. Steckbrief anerkannter Huskyrassen und ähnlicher Hunde

Rasse Größe & Lebenserwartung Ursprungsland & Lebensraum Wesen & Verhalten
Siberian Husky Max. 54-60 cm;
bis 15 Jahre
Sibirien (Russland); Tundra, karge und kalte Lebensbedingungen Schneller, ausdauernder Schlittenhund mit hervorragender Orientierung; freundlich, neugierig, intelligent, unabhängig, starker Jagdtrieb, bedingt familientauglich
Grönlandhund Max. 61-68 cm; bis 10 Jahre Grönland; kalte und harte Lebensbedingungen Älteste nordische Rasse; robuster und kräftiger Schlittenhund/Jagdhund; selbstbewusst, unabhängig, dominant, bindet sich nicht an Menschen, kein Familienhund
Samojede Max. 53-60 cm; bis 13 Jahre Westsibirien (Russland); kalte Polarregion, Tundra Ausdauernder, kräftiger Schlittenhund/Begleithund; enge Menschenbindung, sanft, lebendig, stur, Familienhund für Sportliche
Alaskan Malamute Max. 61-66 cm; bis 14 Jahre Alaska (USA) Schlittenhund für schwere Lasten; Rudelhund mit starkem Menschenbezug, freundlich, würdevoll, verspielt, bedarf Arbeitsauslastung, Familienhund für Sportliche
Vom FCI nicht anerkannte Huskyarten
Alaskan Husky Max. 50-60 cm; bis 13 Jahre Alaska (USA); kalte und mittelkalte Wetterbedingungen Für Schlittenrennen gezüchtet; anpassungsfähig, freundlich, genügsam, bedarf viel Sport
Labrador Husky Max. 50-70 cm; bis 13 Jahre Labrador (Kanada) Mischling aus nordischen Rassen jedoch keine Kreuzung mit Labrador Retriever; Jagdhund mit starkem Jagdtrieb/Schlittenhund; Rudeltier, selbständig, stur, dominant, kein Familienhund
Sakhalin Husky (Karafuto-Ken) Max. 56-66 cm; unbekannt Insel Sakhalin (jap. Karafuto), Russland, Japan Sehe seltene Rasse von Schlittenhunden; legendär ausdauernd, kräftig und anspruchslos, vom Aussterben bedroht
Mackenzie River Husky Max. 66-74 cm; bis 12 Jahre Kanada Uneinheitlich beschriebene Mischlinge zw. Eskimo Dogs und europäischen Rassen, große, langbeinige Schlittenhunde für schwere Lasten; vertrauenswürdig, kinderlieb, intelligent, arbeitsfreudig

Achtung: Nicht alle Schlittenrennen sind auch gut für Schlittenhunde. PETA kritisiert die z.T. katastrophalen Zustände bei dem berühmten Schlittenrennen von Iditarod (Alaska), das über 1.800 km geht und für viele Schlittenfahrer (Musher) den Gipfel der Karriere bedeutet.

3. Siberian Husky: Rassenmerkmale, Eigenschaften und Besonderheiten

3 Siberian Husky Typen

Der Siberian Husky wird in drei verschiedenen Typen gezüchtet: „Show Type“ für Ausstellungen, „Working Type“ als Standard und „Sprint-Racing Type“ für Schlittenrennen. Während der Show-Typ eine imposantere Erscheinung mit schwererem Knochenbau ist, zeigt der Arbeits-Typ und erst recht der Renn-Typ schlanke und langbeinige Figur.

Siberian Husky ist eine vom FCI anerkannte Hunderasse, die der Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1: Nordische Schlittenhunde und dem Standard Nr. 270 zugeordnet ist.

Das beim FCI hinterlegte Ursprungsland USA statt Sibirien resultiert daraus, dass die sibirischen Hunde erst in Alaska (USA) als eigenständige Rasse anerkannt und gezüchtet wurden. Dabei wurde das tatsächliche Ursprungsland schlicht nicht vermerkt.

Mit seinen maximal 60 cm (Rüde) bzw. 56 cm (Hündin) Widerristhöhe gehört der Siberian Husky zu den kleinsten unter den Schlittenhunden. Mit seinem Gewicht zwischen min. 15,5 kg (Hündin) bis max. 28 kg (Rüde) ist der Husky zudem ein sehr leichter Hund.

Aufgrund seiner besonders schönen Erscheinung avancierte der Siberian Husky zu der beliebtesten nordischen Hunderasse und wurde zunehmend zu einem Modehund, mit all den damit einhergehenden Problemen (Überzüchtung, Fehlhaltung, Überangebot, „Wühltischwelpen“).

3.1. Die Rassenmerkmale

husky verschiedenfarbige augen

Huskys können verschiedene Augenfarben haben.

Der Husky ist ein mittelgroßer Hund mit dichtem, sogenanntem doppeltem Haarkleid. Seine Deckhaare sind robust, mittellang und wasserabweisend. Die Unterwolle ist kurz und sehr weich. Das Fell kann einfarbig reinweiß, wolfsgrau und schwarz, oder weiß mit schwarzer oder grauer Akzentuierung bzw. schwarz mit weißer Akzentuierung sein.

Immer häufiger werden die ehemals seltenen, kupferroten oder orangefarbigen Huskys gezüchtet. Weißhaarige Huskys mit unregelmäßig am Kopf und Schultern verteilten „Punkten“ nennt man Pintos. Auf dieser Internetseite sowie dieser Fotoseite können Sie sich einen Überblick über die Vielfalt der Fellfarben und Muster bei Huskys machen.

Der Körperbau des Huskys ist leicht und kompakt, wobei die Länge zur Höhe des Körpers in einem harmonischen Verhältnis stehen muss. Der Kopf ist wohlproportioniert mit einer ausgewogenen, tendenziell kurzen Schnauze und aufrechtstehenden kleinen und festen Ohren, die relativ eng beieinander aufgestellten sind. Auffällig ist auch der leichtfüßige, anmutig „tänzelnde“ Gang dieser großen Hunde.

Info:  Huskys sind phänomenal: Bei richtigem Training und Ernährung können Siberian Husky bis zum Neunfachen ihres Eigengewichts über weite Strecken in mäßigem Tempo ziehen.

Für viele gehören die hellblauen Augen zu den typischsten Merkmalen eines Husky. Dabei können Siberian Huskys sowohl bernsteinfarbene, braune, grüne oder auch zwei unterschiedlich farbige, sogenannte iris-heterochrome Augen haben.

Das Gesicht des Husky ist „wolfsartig“ mit einer auffälligen Maske, die die Augenpartie akzentuiert und zur Schönheit der Hunde wesentlich beiträgt.

3.2. Der Charakter des Siberian Husky

Als herausragender Schlittenhund ist der Siberian Husky schnell, leicht und wendig. Seine Ausdauer und Lauffreudigkeit ist legendär. Gleichzeitig ist der Siberian Husky ein zum Spielen immer aufgelegter Hund, der erst zwischen 9 und 12 Monaten ausgewachsen ist – manche sogar noch später.

zwei huskys im garten

Am besten im Doppelpack: Huskys lieben es gesellig.

Siberian Huskys bellen normalerweise nicht, sondern geben eher heulende und „sprechende“ Laute von sich. Bellt ein Husky, dann imitiert er meistens einen anderen Hund.

Wer einen Schutzhund oder Wachhund möchte, der sollte vom Kauf eines Husky Abstand nehmen. Huskys wurden bereits von den Tschuktschen auf Freundlichkeit und Familientauglichkeit gezüchtet. Denn ein Schlitten wurde unter Umständen von vielen Sippenmittgliedern geführt, weswegen die Tschuktschen auf Lenkfähigkeit und Entgegenkommen der Huskys statt auf Beschützerinstinkte und Herdenführung setzten.

Ein optimal gezüchteter Husky ist im Charakter ein Familienhund, der auf Fremde neugierig und interessiert, nie aber aggressiv reagiert.

Info:  Siberian Huskys sind Hunde mit großer Unabhängigkeit, die schnell unterfordert sind, sich langweilen und Meister im Ausbüchsen sind. Daher braucht ein Husky bereits im Welpenalter eine konsequente Erziehung, die allerdings niemals auf Bestrafung und Unterdrückung fußen sollte.

3.3. Die Besonderheiten des Husky

Die nahe Verwandtschaft zum Wolf macht sich bei Huskys in ihrer Neigung zum dominanten Verhalten im Rudel bemerkbar, das auch auf die Familie übertragen wird. Das Austesten ihrer Grenzen haben Huskys mit anderen nordischen Hunderassen gemeinsam.

Es wird häufig übersehen, dass Huskys in der Regel sehr starken Jagdinstinkt haben und nur nach entsprechenden Antijagdtraining von der Leine gelassen werden können. Auch bedarf das doppelte Fell des Husky einer täglichen Pflege.

Es kann nicht genug betont werden, dass der Husky ein Arbeitshund ist, der rennen und mental arbeiten will. Am wohlsten fühlt er sich, wenn es kalt ist.

Achtung: Wohnungsleben mit wenig Auslauf und vielem Alleinsein macht aus einem grundsätzlich freundlichen Husky schnell einen ausgewachsenen Problemhund mit aggressiven Verhalten.

4. Das sind die häufigsten Krankheiten des Husky

Huskys haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 12 bis 15 Jahren und gehören zu den robusten Hunderassen vom Urtyp. Ihre Krankheitsanfälligkeit ist nicht besonders ausgeprägt und die Hunde erfreuen sich im Normalfall einer guten Gesundheit. Die häufigste Erkrankung bei Siberian Husky ist die sogenannte Zink-reaktive Dermatose. Sie ist eine Hautkrankheit, die aus Mangel an Zink entsteht. Es wird angenommen, dass ein genetischer Fehler die Zinkaufnahme aus der Nahrung verhindert. Zu den Symptomen zählen: Juckreiz, gerötete Haut, Pilzbefall an Nase und Ohren und Haarausfall.

Nicht huskyspezifisch aber vielen großen Hunderassen eigen, sind Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie (HD/ED). Sie lassen sich nur mit seriösen Züchtern aus der Welt schaffen, die daran erkrankte Hunde nicht in die Zucht aufnehmen.

Verhältnismäßig häufig kommt es bei Huskys zu Augenerkrankungen. Dazu zählen: Katarakt (Grauer Star, Pupillentrübung), progressive Retina-Atrophie (Degenerierung der Netzhaut) und Hornhautdystrophie (Hornhauttrübung, Abnahme der Sehfähigkeit).

Die Universität Gießen hat eine Studie zu den spezifischen Augenkrankheiten bei Huskys veröffentlicht, die Sie kostenlos unter diesem Link als PDF herunterladen können.

Eher selten treten hingegen diese drei genetisch bedingte Krankheiten auf: Maligne Hyperthermie (schwere Stoffwechselstörung der Skelettmuskulatur), Degenerative Myelopathie (tödlich verlaufende neurologische Rückenmarkserkrankung) und GM1-Gangliosidose (tödlich verlaufende Erkrankung des zentralen Nervensystems).

5. Huskys brauchen im Sommer ein kühles Plätzchen

wandern mit husky

Es muss nicht immer Schlitten sein: Wandern in Schweden.

Alle Huskyarten sind seit Jahrtausenden für das Überleben in polaren Regionen gezüchtet worden. Sie sind optimal an die kalten Wetterbedingungen angepasst und können sogar bei -50 Grad überleben, indem sie sich bewusst einschneien lassen und unter der Schneedecke zusammenrollen.

Grundsätzlich dürfen Hunde mit Unterwolle nicht geschoren werden! Das gilt ganz besonders für Huskys. Ihr Fell kann anschließend unregelmäßig und dünn nachwachsen. Die Tiere leiden unter dieser unsachgemäßen Behandlung mit Spätfolgen. Sonnenbrand und Hauterkrankungen sind vorprogrammiert.

Bedenken Sie, dass Hunde so gut wie nicht schwitzen können, da sie nur über eine geringe Anzahl an Schweißdrüsen an den Ballen verfügen. Sie können nur bis zu einem gewissen Grad ihre Körpertemperatur durch das Hecheln ausgleichen. Im Sommer bei Anstrengung oder im Auto droht der Hitzekollaps mit möglicher Todesfolge. Daher sollten sie an warmen Sommertagen ganz genau darauf achten wie Ihr Hund mit der Hitze zurecht kommt. Im Zweifelsfall sollten Sie die Spaziergänge an warmen Tagen auf sehr früh am Morgen und spät am Abend verlegen.

Tipp: Ideal für einen Husky an einem heißen Sommertag sind kühlende Unterlagen, sogenannte Cool-Pads, schattige Plätze im Freien (eigener Garten) und gegebenenfalls ein kühlendes Bad im See, wenn es vom Hund angenommen wird.

6. Ernährungsfragen: Was essen Huskys?

Ursprünglich wurden Huskys bei einigen Eskimovölkern mehr oder weniger sich selbst überlassen, daher zählen sie bis heute zu den anspruchslosen Hunden auch was ihr Fressen anbelangt.

Sie bedürfen keiner besonderen Nahrung, sofern sie nicht kräftezerrende Sportarten wie Schlittenfahren, Canicross (Geländelauf), Scootern (Skooter-/Fahrrad-Hund-Gespann), täglichen Langlauf oder ähnliches ausüben. Wird der Husky sportlich gefordert, sollte sein Futter erheblich mehr an Kalorien, Calcium und Magnesium zum Knochen- und Muskelaufbau, sowie zusätzliche Gaben an Spurenelementen beinhalten.

Achtung: Ergänzen Sie das Futter für Huskys mit Zinktabletten. Dabei achten Sie auf gleichzeitige Eiweiß- und Vitamin-C-Zugaben, da beide die Zinkaufnahme im Körper wesentlich verbessern. Auf diese Weise beugen Sie der bei Siberian Husky relativ häufig vorkommenden Zink-reaktiven Dermatose vor.

Da die Nahrung dieser wolfsähnlichen Hunde über Jahrtausende und in ihren Ursprungsländern bis heute noch aus Frischkost besteht, ist BARF ein naheliegendes Ernährungskonzept für diese und ähnliche Hunde. Ein Futtercheck bei ausgebildeten Tierernährungsberatern und Tierheilpraktikern kann sinnvoll sein.

Falls Sie Interesse an der Frischfutterernährung Ihres Husky haben, dann informieren Sie sich hier darüber. Ausführliche tierärztliche BARF-Informationen mit Rezepten stehen auf dieser Seite (PDF) für Sie zu Verfügung.

7. Husky kaufen: Kosten bei der Anschaffung richtig kalkulieren

Reinrassige Huskywelpen kosten zwischen 600,- und 1.300,- Euro. Die unterschiedlichen Preise resultieren daraus, ob der Welpe von einem professionellen Züchter mit preisgekrönten Elterntieren oder von sogenannten Hobbyzüchtern aus gelegentlichem Wurf kommt. Ausschlaggebend bei der Preisstaffelung sind auch die Papiere, denn auch reinrassige Huskys können mit und ohne Papiere angeboten werden.

Tipp: Auf den Internetseiten von Nothilfe Polarhunde oder Nordische Hunde in Not warten viele liebevolle, familientaugliche Huskys sehnsüchtig auf neue Besitzer. Bei einer Adoption zahlen Sie nicht mehr als maximal 350,- Euro sogenannte Schutzgebühr.

Neben den Anschaffungskosten müssen Sie mit monatlichen Kosten von ca. 200,- Euro rechnen, zu denen folgende Ausgaben gehören: Hundefutter, Tierarztkosten, Hundesteuer für große Hunde (je nach Wohnort unterschiedlich hoch). Denken Sie auch an ein spezielles Geschirr, dass auf Huskys zugeschnitten ist.

Bei einem Husky empfehlen wir eine Hundehalterhaftpflicht abzuschließen. Gegebenenfalls sparen Sie bei einem so großen Hund auch zusätzlich Tierarztkosten, wenn Sie rechtzeitig eine Tierarztversicherung abschließen.

 

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