Aquarium Test & Vergleich – welche Modelle überzeugen?

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  • Ein Aquarium ist ein stabiles Glasbecken, das mit Bodengrund, Wasser, Pflanzen und Wasser gefüllt wird und Zierfischen ein Zuhause bietet.
  • Es gibt Aquarien in unterschiedlichen Formen und Größen und Aquarium-Sets, die bereits wichtiges Zubehör wie Filter, Aquarium-Pumpe und Heizung enthalten. Dieses Zubehör können Sie aber auch separat kaufen.
  • Das Aquarium ist ein Ökosystem – ein Stickstoff-Kreislauf, den der Aquarianer regulieren muss. Sie müssen unter anderem auf den Nitratgehalt achten.

Ein Aquarium im eigenen Wohnzimmer ist eine tolle Sache: So ein dekoratives Becken verschönert das Ambiente und das Beobachten der Fische hat eine beruhigende, fast schon meditative Wirkung. Zudem ist die Gestaltung und ständige Pflege des Aquariums ein schönes Hobby, das aber auch Zeit, Mühe und Geld kostet.

Gerade auch für Kinder sind Aquarien dennoch toll, um die Tiere zu beobachten. Die Kleinen lernen dadurch auch, Verantwortung für ein Lebewesen zu tragen.

Dabei sind Fische zunächst wesentlich anspruchsloser als Hunde oder Katzen. Außerdem können auch Menschen mit Tierhaarallergien Fische als Haustiere halten.
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Es gibt also viele Gründe, für die Anschaffung eines Aquariums, jedoch auch mindestens genauso viele Gründe, zunächst unseren ausführlichen Aquarium-Vergleich 2018 anzusehen, bevor Sie das erstbeste Aquarium kaufen. Die folgende Kaufberatung soll Ihnen helfen, das beste Aquarium zu finden und es ideal einzurichten.

1. Alles, nur kein Goldfischglas

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In einem Glas haben Fische Nichts zu suchen.

Wer an Fische als Haustiere denkt, hat vielleicht häufig das typische Goldfischglas vor Augen, das in älteren Filmen noch oft zu sehen ist. Dabei ist dies genau genommen kein richtiges Aquarium und eine Art der Fischhaltung, die absolut tabu sein sollte.

Das liegt aber nicht, wie viele meinen, an der Form. Man kann Fische durchaus in runden Zylinderaquarien halten. Die früher populären Goldfischgläser sind aber einfach viel zu klein. Zudem wird das Wasser nicht richtig gefiltert. Einen oder mehrere Fische so zu halten, ist Tierquälerei und absolut unnötig, denn es gibt eine große Auswahl verschiedener Aquarien.

Anhand der Bauweise kann man Aquarien auch in folgende Kategorien einteilen:

Art Merkmale
Einfaches rechteckiges Aquarium
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  • Dieser Typ Aquarium ist als Hausaquarium am geläufigsten.
  • Sie finden so ein Aquarium-Becken in verschiedenen Größen, zum Beispiel als 60 l Aquarium oder 120 l Aquarium.
  • Ein großer Vorteil dieser Modelle ist, dass Sie von allen Seiten hineinsehen können, sofern Sie das Aquarium nicht an einer Wand aufstellen. So haben Sie ein echtes Panorama-Aquarium.
  • So ein Aquarium-Becken kann auf die meisten normalen Kommoden, einen kleinen Schrank oder einen Tisch gestellt werden, sofern sie stabil sind.
Aquarium mit Unterschrank
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  • Als Aquarium-Einsteigerset besonders beliebt: Ein Aquarium, das mit einem Aquarium-Unterschrank verkauft wird.
  • Hier bekommen Sie zusätzlich zu dem Glasbecken gleich eine passende Kommode dazu, die das Gewicht des Aquarium-Beckens garantiert hält.
  • Der Aquarium-Unterschrank muss aber stilistisch zur restlichen Wohnungseinrichtung passen.
  • Häufig beinhaltet so ein Aquarium-Set auch gleich Aquarienzubehör wie den Aquarium-Filter.
Eck-Aquarium
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  • Eckaquarien sind so konstruiert, dass sie perfekt in eine Raumecke passen.
  • Der Vorteil ist, dass die Ecken oft schattiger sind. Das verhindert Algenbildung.
  • Auch diese Art Aquarium-Becken ist als Aquarium-Einsteigerset mit Zubehör zu haben. In einem Aquarium-Komplettset ist in diesem Fall auch häufig ein Unterschrank dabei, da es wenige Kommoden gibt, die perfekt in eine Zimmerecke passen.
  • Sie können die Fische bei so einem Modell nicht von allen Seiten aus sehen.
Halbmond-Aquarium
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  • Halbmondförmige Aquarien kann man beinahe schon als Design-Aquarium bezeichnen, da sie eher selten sind.
  • Es handelt sich um sehr kleine Aquarien, zumeist eher ein Nano-Aquarium.
  • In so einem Nano-Aquarium kann man hauptsächlich Garnelen oder Muscheln halten, da der meist innenliegende Filter noch einmal Platz wegnimmt.
  • Dieser Typ ist ebenfalls als Aquarium-Komplettset erhältlich.

Ein Nano-Aquarium ist die kleinste Art Aquarium. Es ist meist nur zwischen 10 und 60 Litern groß. In einem Nano-Aquarium können zum Beispiel Zwergflusskrebse, Zwerggarnelen oder Schnecken gehalten werden. Es wird daher manchmal auch als Garnelen-Aquarium bezeichnet.

2. Kaufberatung: Welche Punkte ein Aquarium-Einsteiger beachten sollte

Bevor Sie ein Aquarium kaufen, müssen Sie sich die verschiedenen Aquarien-Formen vor Augen halten und sich für einen Typ entscheiden. Auch danach gibt es noch einige Punkte zu beachten, bevor Sie sich das Aquarium ins Wohnzimmer holen:

2.1. Süßwasser oder Salzwasseraquarium

Ein Anfänger-Aquarium ist zumeist ein Süßwasseraquarium. Das Becken wird dabei mit gewöhnlichem Leitungswasser gefüllt, dem dann bestimmte Bakterien zugesetzt werden, so dass ein Aquarium-Ökosystem entsteht. Für Einsteiger ist so ein Aquarium vergleichsweise einfach zu pflegen. Es gibt viele Aquarium-Fische und Aquariumpflanzen, die für so ein Becken geeignet sind.

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Salzwasser-Aquarien sind zwar meist bunter, aber auch pflegeintensiver.

Zu den beliebtesten Süßwasser-Zierfischen und Aquarium-Bewohnern gehören:

  • Guppys
  • Platys
  • Welse
  • Barben
  • Neon-Salmler
  • Schwertträger
  • Amanogarnelen

Immer beliebter wird aber auch das Salzwasser-Aquarium. So ein Meerwasseraquarium ist jedoch wesentlich aufwändiger im Betrieb. Sie müssen zum Beispiel darauf achten, dass immer ein bestimmter Salzgehalt nötig ist.

Viele Aquarianer finden das Meerwasseraquarium dennoch reizvoll, weil andere Aquarium-Fische und Aquariumpflanzen gehalten werden können, als im typischen Heimaquarium. Dennoch ist als Anfänger-Aquarium ein Süßwasseraquarium besser geeignet.

Auch aus ökologischer Sicht ist ein Salzwasseraquarium nicht ideal. Salzwasserfische können nämlich nicht gezüchtet werden, sondern werden wild gefangen. Daher sind Fische wie der blaue Paletten-Doktorfisch, bekannt aus dem Film „findet Dorie“, auch kaum im normalen Zoohandel erhältlich. Auch die Stiftung Warentest weist in einer Meldung darauf hin, dass diese Fische ins Meer gehören und nichts ins Aquarium.

2.2. Volumen heißt Platz, aber auch Gewicht

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Je größer ein Aquarium, desto höher sein Gewicht.

Je voluminöser ein Aquarium, desto mehr Platz haben die Fische darin und desto mehr Fische können Sie entsprechend unterbringen. Allerdings sind größere Aquarien auch teurer in der Anschaffung und sie wiegen einiges. Beachten Sie, dass auch noch Kies oder Sand und natürlich Wasser ins Aquarium eingefüllt werden. Sie benötigen einen geeigneten Unterschrank, der dieses Gewicht trägt.

Für den Fischbesatz gilt: Pro Zentimeter Fisch sollten ein bis zwei Liter Wasser im Aquarium zur Verfügung stehen. Haben Sie also 20 Fische, die etwa zwei Zentimeter lang sind, benötigen Sie mindestens 40, besser 60 oder 80 Liter Wasser.

Achtung: Je mehr Wasser im Aquarium ist, desto größer ist der Wasserschaden, falls das Becken bersten sollte. Informieren Sie unbedingt Ihre Hausratversicherung und Ihren Vermieter, bevor Sie ein Aquarium kaufen.

2.3. Eine glasklare Angelegenheit

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Sie sollten Glas anderen Materialien vorziehen.

Eine weitere Entscheidung, die Sie treffen müssen, ist das Material. Glas wird am häufigsten verwendet. Es ist robust und verkratzt nicht so leicht, kostet allerdings etwas mehr.

Ein günstiges Aquarium ist dagegen aus Plexiglas oder Kunststoff, wobei aber schnell Kratzer sichtbar werden, so dass Sie früher oder später gar nicht mehr richtig in das Becken schauen können. Wir raten Ihnen daher zu einem Glas-Becken.

Lesen Sie in der folgenden Übersicht, welche Vor- und Nachteile ein Aquarium aus Glas hat:

  • Das robuste Glasbecken hält dem Wasserdruck ohne Probleme stand.
  • Auch für größere Volumina geeignet.
  • Es entstehen weniger Kratzer.
  • Bei guter Reinigung haben Sie immer eine gute Sicht.
  • Höheres Gewicht.
  • Teurer in der Anschaffung.

2.4. Sauber, warm und hell – dieses Zubehör benötigen Sie

Wenn Sie ein Aquarium einrichten wollen, ist es nicht damit getan, Wasser ins Aquarium zu geben. Sie benötigen einiges an Zubehör, welches Sie am besten gleich mitbesorgen, wenn Sie das Aquarium kaufen.

Sie bekommen diese Utensilien in jedem Aquaristikshop einzeln, können sich aber auch für ein Aquarium-Set entscheiden. Dieses enthält bereits alles, was Sie brauchen und erleichtert Ihnen dadurch die Aquarium-Einrichtung.

Als Zubehör brauchen Sie unbedingt Filter, Heizung, Aquarium-Beleuchtung und eine Wasserpumpe.

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Um ein Aquarium zu betreiben, bedarf es etwas Zubehör.

Ein Aquarium ohne Filter ist keine gute Idee: Der Filter baut Bakterien und Verschmutzungen ab und erhält das Ökosystem aufrecht. Ohne vernünftige Filterung sterben die Fische in kurzer Zeit.

Sie haben die Wahl zwischen Innenfilter und Außenfilter. Innenfilter werden, wie der Name schon sagt, im Inneren des Beckens angebracht, Außenfilter außen. Außenfilter sind etwas wartungsintensiver, nehmen dafür aber keinen Platz im Becken weg.

Die meisten Zierfische benötigen Wassertemperaturen zwischen 24 und 26 Grad. Deshalb braucht Ihr Aquarium eine Heizung. Diese gibt es oft in Form eines Heizstabes. Bei teuren Filtern haben Sie auch die Möglichkeit, Heizung und Filter zu kombinieren.

Licht gehört zu einem Aquarium genauso dazu, wie zu einem Terrarium. Die richtige Aquarium-Beleuchtung spielt für die Aufrechterhaltung des Ökosystems eine große Rolle. Zu viel Licht lässt Algen wachsen, bei zu wenig Licht im Aquarium gehen die Pflanzen ein, die wiederum für die Fische wichtig sind.

Am besten, Sie wählen Leuchtstoffröhren mit Zeitschaltuhr, so dass Sie die Beleuchtungszeit individuell anpassen können. Die Röhren, meist LED, benötigen eine Feuchtraumfassung. Die Leistung müssen Sie dem Volumen anpassen. Je zwei Liter Wasser braucht man etwa ein Watt. Sie haben außerdem die Wahl zwischen verschiedenen Lichtfarben.

Das Wasser sollte immer leicht in Bewegung sein und so mit Sauerstoff angereichert werden – mithilfe einer Wasserpumpe. Der Gehalt an CO2 im Aquarium wird so stabil gehalten. Dafür ist eine Wasserpumpe zuständig, die in vielen Sets ebenfalls enthalten ist.

Der Aquariumbau muss nach und nach vollzogen werden

Zunächst richten Sie das Aquarium mit Bodengrund, Kies, Rückwand, Dekoration und technischen Geräten ein und füllen das Wasser ein. Bis sich ausreichend wichtige Bakterien gebildet haben und die Besiedlung mit Pflanzen und dann Fischen beginnen kann, können aber noch mehrere Wochen vergehen. Sie müssen das Wasser immer wieder testen. Dazu können Sie auch eine Wasserprobe mit in den in den Aquarium-Shop nehmen.

Während in einem Set die oben genannten Utensilien, ebenso wie eine Abdeckung, bereits dabei sind, müssen Sie einige Dinge auf jeden Fall noch separat kaufen, bevor Sie das Aquarium einrichten können. Dazu gehören

  • der Bodengrund sowie
  • Sand oder Kies
  • eine Hintergrundfolie (eine bedruckte Folie, die an die Rückseite des Beckens geklebt wird, so dass der Eindruck einer Unterwasser-Welt entsteht)
  • Pflanzen
  • ein Kescher
  • ein Thermometer und
  • Dekoration, die den Fischen auch als Versteck dient
  • sowie einige Utensilien, um das Aquarium zu reinigen, zum Beispiel einen Bodensauger und einen kleinen “Fensterputzer”.

3. Fragen und Antworten zum Thema Aquarium

3.1. Wo kann man ein Aquarium kaufen?

In vielen Zoogeschäften oder Baumärkten gibt es eine Aquarium-Abteilung. Es gibt aber auch separate Aquaristik-Geschäfte. Sie können dort jeweils Aquarien und Aquarien-Sets sowie Zubehör von bekannten Herstellern und Marken wie Juwel, Fluval oder Tetra kaufen und bekommen auch eine gute Beratung.

Natürlich können Sie Aquarien und einige Utensilien auch im Internet kaufen. Fische sollten jedoch nur kurze Transportwege zurücklegen und deshalb in einem möglichst nahegelegenen Aquarium-Shop gekauft werden. Im Laufe der Zeit hat fast jeder Aquarianer seinen “Händler des Vertrauens” von dem er nur ungern abweicht.

3.2. Hat die Stiftung Warentest einen Aquarium-Test durchgeführt?

Einen Aquarium-Test sucht man bei der Verbraucherorganisation bisher leider vergeblich. Wir können Ihnen daher an dieser Stelle auch keinen Aquarium-Testsieger präsentieren, an dem Sie sich bei Ihrer Kaufentscheidung orientieren könnten.

3.3. Wieviel kostet ein Aquarium?

Ein Aquarium zu betreiben, ist kein ganz billiges Hobby. Zunächst einmal sind da die Anschaffungskosten für das Becken oder Set. Während kleine und einfache Modelle schon für um die 100 Euro zu haben sind, können größere Becken locker mehrere hundert Euro kosten.

Filter, Pumpe, Heizung und Beleuchtung müssen teilweise separat gekauft werden oder aber nach einiger Zeit ersetzt werden. Einrichtung, Pflanzen und Fische kosten auch noch einmal mindestens 100 Euro.

Zu den laufenden Kosten gehören Futter, Wasserteststreifen, Wasseraufbereitungsmittel und die Stromkosten, die bei einem 100 Liter Aquarium genauso hoch sein können, wie bei einer Tiefkühltruhe.

3.4. Wie reinigt man ein Aquarium?

Es ist wichtig, das Aquarium regelmäßig zu reinigen und einen Teil des Wassers auszutauschen, damit die Wasserqualität gut bleibt. Wie das genau funktioniert, sehen Sie in diesem Video.

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