Insekten: Fotos und Infos zu den verschiedenen Insekten

Insekten sind eine Klasse der Gliederfüßer, zu welchen darüber hinaus noch Spinnentiere, Krebstiere und Tausendfüßer gezählt werden. 60 Prozent aller Gliederfüßer sind Insekten, die mit rund 1. Millionen  Vertretern auch die bei weitem umfangreichste Artenvielfalt im Tierreich darstellen. Forscher vermuten übrigens, dass im unerforschten Dickicht der tropischen Regenwälder noch mindestens eine weitere Million unentdeckter Arten lebt. Daher ist das Wissen über diese Tiere noch immer unvollständig.

1. Insekten gehören zu den ältesten Tieren

Insekt in BernsteinInsekten sind ein sehr alte Klasse, deren Vorkommen man bereits im Devon, also vor rund 400 Millionen Jahren, vermutet. Vielleicht haben Sie sogar schon einmal ein versteinertes Insekt in einem Bernstein gesehen oder sogar gefunden.

 

Der Begriff “Insekt” stammt aus dem Latein und bedeutet “eingeschnitten”, was sich auf den stark segmentierten Körperbau der Insekten bezieht. Die Forschungsdisziplin, die sich mit der Erforschung der Arten, ihrer Merkmale und Ordnungen beschäftigt, nennt sich Entomologie.

 

Die Klasse der Insekten unterteilt sich in drei Unterklassen: die Felsenspringer, Fischchen und Fluginsekten, wobei die letztgenannten die größte Artenanzahl haben. Man vermutet, dass einige der anderen Insekten ursprünglich Flügel hatten und diese im Laufe der Zeit wieder verloren haben. Auch diese zählt man dennoch zu den Fluginsekten. Alle Vertreter dieser Unterklasse durchlaufen in Ihrer Entwicklung eine sogenannte Metamorphose, d. h. die unterschiedlichen Entwicklungsstadien (Raupe, Larve und Imago) sind klar zu beobachten. Nicht bei allen Insekten ist diese Metamorphose jedoch vollständig, manche Larven verändern sich nur geringfügig bis zu ihrer adulten Form und häuten sich dafür mehrmals. Grashüpfer und Heuschrecken sind ein gutes Beispiel für eine unvollständige Metamorphose.

2. Der Körperbau der Insekten ist sehr markant

Der Insektenkörper ist zumeist in drei Teile gegliedert: Kopf, Brust und Hinterleib sind bei Ameisen und Hornissen sehr gut zu erkennen. Sie sind durch einen Chitinpanzer geschützt und haben insgesamt sechs Beine. Dieses körperliche Merkmal beantwortet auch die Frage, warum Spinnen keine Insekten sind: Neben anderen Unterschieden weisen ausgewachsene Spinnentiere immer acht Beine auf. Achtbeinige Insekten gibt es also nicht, da Spinnentiere eine eigene Klasse der Gliederfüßer bilden.

 

Insekt auf BlattAm Kopf befinden sich kürzere oder längere Fühler, viele Insekten haben kräftige Beißwerkzeuge, um ihre Nahrung zu zerkleinern, oder Rüssel, um damit Nektar aus den Blüten zu saugen. Manche Insekten ernähren sich von Pflanzenteilen oder Pilzen, andere leben räuberisch und fressen kleinere Insekten. Wieder andere leben als Parasiten durch Blut, Hautschuppen und andere Körpersekrete ihres Wirts.

 

Diese Parasiten zählen zusammen mit anderen Arten wie Kakerlaken oder verschiedenen Käfern zu den Schädlingen, da sie durch ihre Lebensweise den Menschen direkt oder indirekt schaden. Dieses Ungeziefer vermehrt sich in der Regel sehr schnell und kann durch mechanische, chemische oder biologische Mittel beseitigt werden. Da aufgrund der großen Artenvielfalt jedes Insekt eine eigene biologische Nische besetzt hat, gibt es de facto für jeden Schädling mindestens einen gefährlichen Fressfeind. So vertilgen die Raupen des Marienkäfers beispielsweise ausschließlich Blattläuse.

 

Diese natürliche Form der Schädlingsbekämpfung wirkt sich nicht negativ auf die Natur aus und wird daher auch gegenwärtig erforscht und gezielt durch den Menschen betrieben. Daher ist es wichtig, solche Nützlinge und ihren Lebensraum zu schützen.

3. Insekten in freier Natur beobachten

rote LibelleAuch wenn einige Insektenarten durch ihr exotisches oder bedrohliches Aussehen bei einigen Menschen eine Mischung aus Faszination und Ekel zugleich wecken, sind die meisten heimischen Insekten nicht für den Menschen gefährlich. Bunte Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge oder den Schwalbenschwanz sowie blau-schimmernde Libellen können in Deutschland in Gärten und an Seen beobachtet werden und mit bisschen Übungen können Sie auch lernen, bestimmte Käfer zu bestimmen.

 

Besonders Kinder haben ein ureigenes Interesse an den krabbelnden Tieren, welches sie fördern und nicht durch Angstreaktionen unterdrücken sollten. Auch wenn Insekten im Haus oder in der Wohnung zumeist ungelegene Gäste sind, können Sie diese meistens relativ schnell durch ein geöffnetes Fenster wieder nach draußen befördern.

 

In unserem Lexikon finden Sie Informationen und Übersichten zu ausgewählten Insektenarten sowie passende Bilder. Ob exotische Falter, Riesenkäfer oder die bekannte Waldameise – Insekten sind spannende Tiere, die Sie in unseren Artikeln näher kennenlernen können.

Scharlachroter Schwalbenschwanz: Merkmale und Besonderheiten

Scharlachroter Schwalbenschwanz

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Apollofalter

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Zebrafalter

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Mehrere Trogonoptera brookiana auf Sand

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Großer Aurorafalter

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Großer Eisvogel

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Phyllium siccifolium auf Hand

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Blauer Segler

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Adhemarius Gannascus: Seltener Schmetterling im Portrait

Wissenschaftliche Informationen über Adhemarius gannascus, ein Mitglied aus der Familie der Schwärmer, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Adhemarius gannascus (Stoll, 1790) Allgemeines Adhemarius gannascus hat eine Flügelspannweite von 92 bis 124 mm, wobei die Weibchen in der Regel etwas größer werden. Der Brust-/Bauchbereich ist dunkelbraun bis schwarz mit zwei kleinen dunklen Flecken auf dem Bauch sowie dunkle Flecken […]

Fünfhornkäfer: Der beeindruckende Blatthornkäfer im Portrait

Fünfhornkäfer an Baum

Wissenschaftliche Informationen über den Fünfhornkäfer, ein Mitglied aus der Familie der Blatthornkäfer. wissenschaftlicher Name: Eupatorus gracilicornis Arrow, 1908 Allgemeines Die Männchen der Fünfhornkäfer erreichen Körperlängen von fünf bis sieben Zentimeter, die Weibchen bleiben mit vier bis fünf Zentimeter etwas kleiner. Der Körper ist tiefschwarz, die Flügeldecken hellbraun bis dunkelrotbraun. Die Hautflügel sind sandfarben Auf dem Schild […]

Distelfalter: Merkmale und Lebensweise

Distelfalter auf Distel

Wissenschaftliche Informationen über den Distelfalter, ein Mitglied aus der Familie der Edelfalter, Schmetterlinge. wissenschaftlicher Name: Vanessa cardui Linnaeus, 1758 Allgemeines Der Distelfalter erreicht eine Flügelspannweite von 45 bis 65 mm und gehört damit zu den großen Tagfaltern in Europa. Die Vorderflügel dieser Schmetterlingesind rötlich-orange bis braun. Die Flügelspitze ist schwarz mit eine rechteckigen, weißen Fleck, sowie mit vier kleinen, weißen […]

Westliche Honigbiene: Nicht nur ein Honigproduzent

Westliche Honigbiene

Wissenschaftliche Informationen über die Westliche Honigbiene, ein Mitglied aus der Familie der Echten Bienen. wissenschaftlicher Name: Apis mellifera auch Europäische Honigbiene Linnaeus, 1758 Allgemeines Die Westliche Honigbiene gehört zu den Hautflüglern, einer Ordnung der Insekten. Sie hat einen dreieckigen Kopf, der nicht vom Körper abgesetzt ist und dessen Augen sich seitlich befinden. Die Augen der Männchen sind besonders […]

Hummel: Die pummeligen Hautflügler im Portrait

Bombus

Wissenschaftliche Informationen über Hummeln, einer Gattung der Bienen. wissenschaftlicher Name: Bombus Latreille, 1802 Allgemeines Die Hummeln gehören zu den Bienen und sind neben den uns bekannten Honigbienen die wohl bekanntesten Hautflügler. Hummeln sind groß, pelzig und oftmals mehrfarbig. Die meisten Arten haben einen schwarzen Körper mit gelben oder roten Streifen. Die Hummel-Arbeiterinnen besitzen, wie ihre anderen Bienen-Verwandten auch, einen Stachel, den […]

Kleiner Mormone – Schmetterling – Ritterfalter

Kleiner Mormon

Wissenschaftliche Informationen über den Kleinen Mormonen, ein Mitglied aus der Unterfamilie der Schwalbenschwänze, Schmetterlinge. Wissenschaftlicher Name: Papilio polytes Allgemeines Der Kleine Mormone hat eine Flügelspannweite von 9 bis 10 cm. Dieser Schmetterling hat eine schwarze Grundfarbe mit weißer oder roter Zeichnung. Anhand der Zeichnung sind die Geschlechter recht gut zu unterscheiden. Die Vorderflügel vom Männchen ist schwarz mit einer […]