Zottel-Hasenkänguru: Nahezu ausgestorbenes Mini-Känguru

wissenschaftlicher Name: Lagorchestes hirsutus. Das Zottel-Hasenkänguru gehört zur Gattung der Hasenkängurus.

Erstmals erwähnt: 1844 durch Gould.

  • Englisch: Ormala, Rufous Hare-wallaby, Western Hare-wallaby, Wurrup, Mala
  • Französisch: Wallaby-lièvre de l’ouest, Wallaby-lièvre roux
  • Dänisch: Vestharekænguru
  • Finnisch: Lännenjäniskenguru
  • Italienisch: Canguro lepre occidentale
  • Niederländisch: Westelijke haaskangoeroe
  • Schwedisch: Västlig harvallaby
  • Spanisch: Canguro-liebre peludo, Wallabi rojo
  • Gattung: Hasenkängurus (Lagorchestes)
  • Familie: Kängurus (Macropodidae)
  • Ordnung: Diprotodontia
  • Überordnung: Australidelphia
  • Unterklasse: Beutelsäuger oder Beuteltiere (Metatheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Das Fell ist lang und weich.

Verbreitung

Die Heimat ist Australien.

Verwandtschaft

Hasenkängurus gehören zur Familie der Eigentlichen Kängurus (Macropodidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Bänder-Hasenkängurus (Lagostrophus)
  • Buschkängurus (Dorcopsis)
  • Filander oder Pademelons (Thylogale)
  • Kurzschwanzkängurus (Setonix)
  • Felskängurus (Petrogale)
  • Zwergsteinkängurus (Peradorcas)
  • Nagel- oder Nagelschwanzkängurus (Onychogalea)
  • Sumpfwallabys (Wallabia)
  • Echte Kängurus (Macropus)
  • Baumkängurus (Dendrolagus)

Systematik

Zur Gattung der Hasenkängurus (Lagorchestes) gehören auch die Arten:

  • Brillen-Hasenkänguru (Lagorchestes conspicillatus)
  • Östliches oder Langohr-Hasenkänguru (Lagorchestes leporides) †
  • Zentralaustralisches Hasenkänguru (Lagorchestes asomatus) †

Zum Zottel-Hasenkänguru gehören noch drei Unterarten:

  • Bernier-Hasenkänguru (Lagorchestes hirsutus bernieri)
  • Dorré-Hasenkänguru (Lagorchestes hirsutus dorreae)
  • Lagorchestes hirsutus hirsutus †

Arten/Gattungen

Bernier-Hasenkänguru (Lagorchestes hirsutus bernieri)
erstmals 1907 durch Thomas erwähnt
Status: Potentiell gefährdet

Dorré-Hasenkänguru (Lagorchestes hirsutus dorreae)
erstmals 1907 durch Thomas erwähnt
Status: Potentiell gefährdet

Lagorchestes hirsutus hirsutus †
Status: Leider ausgestorben!

Status

Man ist im Moment sehr bemüht, eine Kolonie in Alice Springs zu erhalten. Sie haben in der Tanami-Wüste überlebt. Früher brannten die Aborigines, die australischen Ureinwohner, gezielt und regelmäßig kleine Grasflächen von weniger als hundert Quadratmetern ab und jagten dann die aufgescheuchten Tiere. In der Nachbarschaft blieben aber weite Gebiete mit großen Spinifexbüschen stehen, die sofort wieder von den Hasenkängurus als Tagesnester eingenommen wurden. Auf dem frisch abgebrannten Flächen wuchs saftiges Gras, das dann als Futter diente. Die heutigen großflächigen Feuer lassen keine Rückzugsmöglichkeiten mehr offen. In Zusammenarbeit mit den Aborigines kehrt man in der Tanami-Wüste zur Erprobung wieder zur ursprünglichen Abbrennung zurück

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