Nachtsichtgerät Test & Vergleich – welche Modelle überzeugen?

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  • Nachtsichtgeräte sind für Naturforscher wertvolle Geräte, die die Sicht bei Nacht ermöglichen und somit die eine oder andere seltene Entdeckung erlauben.
  • Wichtige Kaufkriterien für ein Nachtsichtgerät sind das Sichtfeld und die Reichweite. Je besser diese Werte sind, desto besser sehen Sie mit dem Gerät.
  • Es gibt Nachtsichtgeräte verschiedener Bauweisen und Generationen. Sie haben beispielsweise die Wahl zwischen einem Fernglasähnlichen binokularen Nachtsichtgerät und einem monokularen Modell.

Je dunkler es ist, desto schlechter sieht der Mensch. Für die meisten ist das kein großes Problem, denn draußen helfen Straßenlaternen und die Autolichter und drinnen können wir sowieso einfach das Licht einschalten.
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Doch einige Berufe oder auch Hobbys erfordern es, auch außerhalb beleuchteter Räume oder Straßen in der Dunkelheit gut zu sehen. Jäger oder Naturforscher, Polizisten oder Soldaten müssen unter Umständen noch im dunkelsten Wald bei Nacht etwas sehen. Für diese Fälle gibt es Nachtsichtgeräte, die das Sehen bei Nacht ermöglichen.

Im Handel finden sich unterschiedliche Modelle verschiedener Hersteller und Marken. Es erfordert einen sorgfältigen Nachtsichtgerät-Vergleich 2019, um angesichts des großen Angebots die Übersicht zu behalten und das beste Nachtsichtgerät für den jeweiligen Bedarf zu finden. Mit dieser Kaufberatung möchten wir Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen.

1. Auch im Dunklen den vollen Durchblick

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Manche Berufsgruppen müssen auch im Dunkeln den Durchblick behalten.

Damit im Gehirn das richtige Bild erzeugt werden kann, benötigen unsere Augen Licht. Je weniger Licht da ist, desto schlechter können wir Menschen entsprechend sehen.

Unsere Nachtsicht ist daher stark eingeschränkt: Farben sind dann kaum noch unterscheidbar, Details verschwinden und wir nehmen die Umgebung nur noch schemenhaft wahr. Ein Nachtsichtgerät hilft uns, dieses Manko auszugleichen.

Diese Geräte arbeiten mit dem Prinzip der Restlichtverstärkung. Das wenige vorhandene Licht wird dabei so verstärkt, dass wir wieder genug sehen können.

Es gibt aber auch Nachtsichtgeräte mit Bildwandlerröhren oder Halbleitersensoren. Diese Modelle wandeln für Menschen nicht erkennbare Infrarotstrahlen in sichtbares Licht um. Bei manch einem Nachtsichtgerät ist Infrarot optional zuschaltbar.

2. Generationenunterschiede bei Nachtsichtgeräten

Möchte man Nachtsichtgeräte, der Übersichtlichkeit halber, in verschiedene Kategorien einteilen, so kann man sich an den unterschiedlichen Generationen orientieren. Die verschiedenen Nachtsichtgerät-Generationen arbeiten mit unterschiedlichen Funktionsprinzipien.

Art Eigenschaften
Nachtsichtgerät Generation 0
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  • Die Generation 0 ist seit etwa 1940 bekannt.
  • Geräte dieses Typs wurden im zweiten Weltkrieg in Militärfahrzeugen eingesetzt.
  • Nachtsichtgeräte dieser Generation sind Infrarot-Umwandler und arbeiten mit dem Nahfokus-Prinzip.
Nachtsichtgerät Generation 1
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  • Dieser Typ Nachtsichtgerät ist ein Restlichtverstärker. Die Sichtweite erreicht etwa 50 Meter.
  • Einige Modelle können zusätzlich mit einem Akku ausgestattet werden, was die Reichweite auf etwa 200 Meter erhöht.
  • Nachtsichtgeräte der Generation 1 können Sie meist schon mit kleinen Akkus betreiben, wodurch sie recht leicht und kompakt sind.
  • Für Einsteiger ist dieser Typ durch das gute Preis-Leistungsverhältnis optimal geeignet. Die Lebensdauer liegt aber nur bei etwa 1.000 bis 2.000 Stunden.
Nachtsichtgerät Generation 2
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  • Diese Art Nachtsichtgeräte hat mit 10.000 bis 20.000 Stunden eine deutlich längere Lebensdauer.
  • Es ist eine bis 20.000-fache Lichtverstärkung möglich.
  • Diese Geräte kommen meist im professionellen Umfeld zum Einsatz, etwa bei der Polizei oder als Nachtsichtgeräte der Bundeswehr. Auch gut als Nachtsichtgerät für die Jagd.
Nachtsichtgerät Generation 3
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  • Eine bis zu 50.000-fache Lichtverstärkung schaffen Nachtsichtgeräte der Generation 3.
  • Die Optik dieser Art Nachtsichtgeräte reagiert viel empfindlicher.
  • Die Lebensdauer von Nachtsichtgeräten der Generation 3 liegt bei etwa 15.000 Stunden.
Nachtsichtgerät Generation 4
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  • Hierbei handelt es sich um Geräte, die nicht im Handel erhältlich sind. Generation 4-Geräte sind eine spezielle Art Nachtsichtgeräte für das Militär.
  • Bekannt ist nur, dass unter anderem digitale Signalprozessoren zum Einsatz kommen. Es ist anzunehmen, dass so ein Nachtsichtgerät auch über ein Zielfernrohr und weitere Extras verfügt.

Wer nur ausnahmsweise einmal bei Nacht etwas sehen möchte oder sich, zum Beispiel mit Kindern einen Spaß machen möchte, kann auch zu einer Nachtsichtbrille greifen, die es schon für wenige Euro gibt. Für Kinder ist ein teures Nachtsichtgerät schließlich nur in Ausnahmefällen sinnvoll und nötig.

3. Kaufberatung – auf diese Punkte sollten Sie bei der Anschaffung achten

Neben einer Entscheidung für einen bestimmten, Typen, also eine Generation, gibt es weitere wichtige Kriterien für die Kaufentscheidung. Das sind:

  • Bauweise
  • Reichweite
  • Sehfeld
  • Vergrößerung und Objektivdurchmesser
  • Aufnahmemöglichkeit
  • Stromversorgung und mögliche Laufzeit
  • Gewicht
  • Extras

3.1. Monokulare vs. binokulare Bauweise

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Nachtsichtgeräte gibt es für die Nutzung mit nur einem Auge oder beidseitig.

Es gibt Nachtsichtgeräte, die optisch fast wie ein Fernglas aussehen, etwa das Yukon Nachtsichtgerät Goggles. Der Nutzer schaut dabei, wie bei Ferngläsern, mit beiden Augen gleichzeitig durch das Gerät, man spricht auch von einem bonikularen Nachtsichtgerät. Das Sehfeld reicht über beide Augen, was eine Ermüdung verhindert.

Im Gegensatz dazu sehen monokulare Geräte eher aus, wie ein Fernrohr. Ein Beispiel dafür ist das Bresser Nachtsichtgerät NightSpy. Man blickt nur mit einem Auge hindurch, kann die Geräte dafür auch einhändig bedienen.

Viele bekannte Hersteller haben beide Varianten im Angebot. So können Sie beispielswiese ein Jahnke Nachtsichtgerät monokular oder binokular bekommen.

Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile monokulare Geräte haben:

  • Die Geräte können mit einer Hand geführt werden.
  • Bedienknöpfe sind zumeist so ausgelegt, dass sie ebenfalls einhändig bedient werden können.
  • Sie haben immer eine Hand frei.
  • Die Auflösung der Nachtbilder ist hoch und die Bildsensoren ermöglichen kontrastreiche Detailaufnahmen.
  • Das Auge, mit dem Sie in das Nachtsichtgerät blicken, ermüdet schneller als bei einem Nachtsichtfernglas.
  • Häufig schwerer als Binokulare.

3.2. Kauf mit Weitsicht

Die Reichweite ist ein wichtiges Kaufkriterium. Bei teureren Modellen liegt sie häufig bei über 100 oder sogar bis zu 300 Metern.

Wenn Sie ein günstiges Nachtsichtgerät kaufen, müssen Sie dagegen mit um die 50 Meter Metern Vorlieb nehmen. Es hängt von dem jeweiligen Einsatzgebiet ab, welche Reichweite erforderlich ist.

3.3. Lassen Sie sich nichts entgehen

Mit dem Sehfeld ist der Ausschnitt gemeint, den Sie sehen können. Je breiter der Bereich ist, desto weniger entgeht Ihnen, was insbesondere bei der Jagd wichtig ist.

Gute Modelle bringen es auf ein Sichtfeld von über 100 Metern. Einfachere Modelle schaffen nur um die 50 Meter, was jedoch für eine einfache Naturbeobachtung auch ausreichen kann.

3.4. Vergrößerung – abhängig vom Objektivdurchmesser

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Manche Geräte können sehr weit zoomen.

Wie groß der Zoomfaktor ist, hängt vor allem vom Objektivdurchmesser ab: Je größer das Objektiv ist, desto größer ist auch die Vergrößerung.

Ein 60 mm-Objektiv schafft zum Beispiel eine 5-fache Vergrößerung, ein 24 mm-Objektiv nur eine zweifache. Sie erkennen diese Werte oft schon an der Artikelbezeichnung. Das Bresser NightVision 5×50 hat beispielsweise eine 5-fache Vergrößerung und ein 50 mm Objektiv.

Tipp: Beachten Sie, dass mit steigender Vergrößerung das Sehfeld kleiner wird. Auch das Scharfstellen wird unter Umständen schwieriger.

3.5. Aufnahmefunktion für Beweisfotos

Wenn Sie das, was Sie sehen auch für die Nachwelt festhalten möchten, benötigen Sie ein Nachtsichtgerät mit Aufnahmefunktion. Diese Modelle haben eine integrierte SD-Karte, auf der Bilder oder auch Videos gespeichert werden können.

Allerdings verfügen nur wenige Geräte über dieses Extra, das auch nur für wenige Zwecke benötigt wird.

3.6. Stromversorgung und Laufzeit

Für die Versorgung des Gerätes mit Strom kommen entweder Batterien oder spezielle Akkus zum Einsatz.

Batterien haben eine geringere Laufzeit. Nacht etwa sechs Stunden ist bei einem Nachtsichtgerät mit Batterien zumeist Schluss, wenn Sie keine Ersatzbatterien dabei haben.

Akkus für Nachtsichtgeräte schaffen dagegen wischen 20 und 30 Stunden, was sowohl für militärische Zwecke als auch für die Jagd üppig bemessen ist.

3.7. Leicht und handlich

In puncto Gewicht gibt es teilweise deutliche Unterschiede. Manche Geräte wiegen noch nicht einmal 300 g. Andere bringen es auf 800 g. Wenn Sie bei einem längeren nächtlichen Ausflug das Nachtsichtgerät dabei haben, werden Sie dieses Extra-Gewicht durchaus recht deutlich merken.

3.8. Extras für den Anwendungskomfort

Zubehör, das mit dem Nachtsichtgerät geliefert wird, hat vor allem den Zweck, die Hände für andere Dinge frei zu haben. Daher ist eine Tragetasche durchaus ratsam, in der Sie das Nachtsichtgerät verstauen und transportieren können.

Hilfreich ist auch eine Kopfhalterung. Diese erlaubt es Ihnen beide Hände frei zu haben und verhindert, dass das Gerät in der Hektik fallengelassen oder vergessen wird.

4. Fragen und Antworten

4.1. Hat die Stiftung Warentest einen Nachtsichtgeräte Test durchgeführt?

Leider gibt es bisher keinen Nachtsichtgerät-Test der Stiftung Warentest. Deshalb können wir Ihnen an dieser Stelle auch keinen Nachtsichtgerät-Testsieger ans Herz legen.

Wenn Sie als Jäger oder Naturbeobachter häufig unterwegs sind, ist aber sicher dieser Artikel der Verbraucherorganisation zum Thema Ferngläser sehr interessant für Sie.

4.2. Wo kann man Nachtsichtgeräte kaufen?

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Nachtsichtgeräte können Sie im Outdoor-Geschäft finden.

Es gibt verschiedene Anlaufstellen, wenn Sie auf der Suche nach einem guten Nachtsichtgerät sind. Outdoor-Geschäfte oder Jagd-Geschäfte bieten meistens Nachtsichtgeräte wie auch Wärmebildkameras an.

Allerdings ist die Auswahl in den Geschäften normalerweise nicht sehr groß. Sie können sich zwar vom Verkaufspersonal beraten lassen, wenn Sie die freie Auswahl haben möchten, sind Sie dennoch besser im Internet aufgehoben.

Diverse Onlineshops bieten auch häufig günstigere Nachtsichtgeräte an. Da die Händler geringere Betriebskosten haben, können Sie die Preise niedriger halten, wovon Sie als Käufer profitieren ohne Abstriche bei der Qualität machen zu müssen. Achten Sie aber darauf, dass die Herkunft eindeutig ist und die Geräte eine Servicegarantie haben.

4.3. Kann man ein Nachtsichtgerät selber bauen?

Nützliches Zubehör

Selbst preiswerte Geräte aus dem Discounter haben heute meistens einen Infrarotsensor. Damit können Sie das Gerät sogar in völliger Dunkelheit nutzen, wenn der Restlichtverstärker schon keine Sicht mehr ermöglicht. Wir empfehlen daher, auf dieses Feature nicht zu verzichten.

Um Geld zu sparen, denken viele darüber nach, ein Nachtsichtgerät selbst zu bauen. Mit Hilfe einer alten Digitalkamera ist das, wie dieses Video zeigt, auch durchaus möglich.

Allerdings ist das Ergebnis kein professionelles Nachtsichtgerät, das Ihnen bei der Jagd oder der semiprofessionellen Naturbeobachtung wirklich weiterhilft. Für Bastler, die sich damit einfach einen kleinen Spaß machen möchten, ist der Eigenbau eines Nachtsichtgerätes aber sicher ein spannendes Projekt.

4.4. Wie funktionieren Nachtsichtgeräte?

Bei der Funktionsweise der Geräte gibt es keine großen Unterschiede. Immer enthalten ist ein Restlichtverstärker. Die verbliebene Helligkeit kann mit Hilfe von Elektronenröhren verstärkt werden.

Meistens gehört auch eine Bildwandlerröhre zum Gerät, die Infrarot-Strahlen nutzt, um ein besseres Bild zu erzeugen. Ob es sich um ein analoges oder ein digitales Gerät handelt, spielt für das Grundprinzip keine große Rolle.

4.5. Benötigt man für die Bedienung eines Nachtsichtgerätes Vorkenntnisse?

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Wer sich mit der Digitalkamera auskennt, wird auch mit einem Nachtsichtgerät zurechtkommen.

Die Geräte haben eine ausführliche Bedienungsanleitung dabei und viele Hersteller bieten auch Tutorials als PDF zum Download oder Videos im Internet an. Hilfreich sind allerdings grundlegende Kenntnisse in der Bedienung von digitalen Geräten, wie einer Digitalkamera.

Wenn Sie Bild- oder Videoaufnahmen des Nachtsichtgerätes bearbeiten möchten, sind außerdem PC-Kenntnisse und der einigermaßen geübte Umgang mit entsprechenden Bild- oder Videobearbeitungsprogrammen nötig.

Tipp: In der Bedienungsanleitung steht auch immer ein Sicherheitshinweis, nachdem Sie das Gerät nicht bei Tag verwenden dürfen. Diesen sollten Sie auf jeden Fall beachten. Nachtsichtgeräte sind sehr lichtempfindlich. Werden Sie unsachgemäß tagsüber verwendet, drohen schwere Augenschäden.

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