Marder: Infos und Fotos zu den kleinen Raubtieren

Marder sind kleine Raubtiere, die vor allem Hausbesitzern oder Autofahrern als ungebetene Gäste bekannt sind. Die kleinen Tiere gehören zu den hundeartigen Raubtieren. Hierzulande versteht man unter Mardern meist die so genannten “echten Marder”, wie den Stein-oder Baummarder. Das Stinktier gehört heute nicht mehr zur Familie der Marder.

1. Marder haben viele Merkmale gemeinsam

Äußerlich haben die kleinen Raubtiere viele Merkmale gemein. Fast alle Marderarten haben einen langen, schlanken Körper mit einem relativ langen, behaarten Schwanz. Ausnahmen bilden lediglich die Dachse oder der Vielfraß. Sie haben einen stämmigen Körperbau.

 

Marder haben meistens braunes oder schwarzes Fell. Einige Arten haben auch ein Muster im Gesicht oder auf dem Körper. So hat zum Beispiel der eurasische Dachs ein schwarz-weißes Muster. Auch der Tigeriltis hat ein auffälliges und fast schon exotisch wirkendes Fell.

 

Marder auf BaumDer Hermelin oder auch der Langschwanzwiesel können sogar die Fellfarbe verändern. Im Winter sind die Tiere weiß und im Sommer wechselt die Fellfarbe zu einem hellen braun. Welche Farbe das Fell annimmt, entscheidet der Hormonhaushalt. Je nach Temperatur und Tageslichtmenge passt sich die Farbe des Tieres an.

 

Da die Marder zu den Raubtieren gehören, brauchen sie auch ein entsprechendes Gebiss für die Jagd. Wie auch der Löwe oder der Tiger hat der Marder ein Scherengebiss. Die Anzahl der Zähne richtet sich nach der Ernährung der Tiere. In der Regel hat ein Marder zwischen 28 und 38 Zähne.

 

2. Man findet die kleinen Raubtiere auf der ganzen Welt

SteinmarderMarder sind weit verbreitet und man kann sie auf der ganzen Welt finden. Lediglich in Australien, Madagaskar, der Karibik und der Antarktis sind die Tiere nicht zu Hause. Die Raubtiere sind Einzelgänger und meist dämmerungs- oder nachtaktiv. Tagsüber verwenden sie gerne Bauten von anderen Tieren, vorrangig unterirdische Gangsysteme. Einige Marderarten sind zudem kleine Wasserratten. Vor allem der Otter oder auch der Nerz sind ausgezeichnete Schwimmer. Winterschlaf halten nur die Marderarten, die in nördlichen Gebieten leben.

 

Marder sind territoriale Tiere, das bedeutet, dass sie ihr Revier, in dem sie leben und jagen durch Urin oder Kot markieren. Die Größe des Reviers richtet sich dabei nach dem Geschlecht. Weibchen markieren genug Fläche, um ihre Jungen ausreichend zu ernähren. Männchen hingegen markieren meist ein größeres Revier, welches mit dem Revier mehrerer Weibchen überlappt. Die Reviere der Männchen überlappen in der Regel nicht.

 

3. Für den Menschen ist der Marder Haustier und Schädling zugleich

Japanischer MarderViele Menschen sehen den Marder als Schädling. Auf dem Land kommt es noch immer vor, dass Marder in Hühner- oder Hasenställen eindringen und die Tiere reißen. Der Mensch züchtet die Nager jedoch auch als Nutztier oder als Haustier. Vor allem der Nerz, Hermelin oder auch der Zobel werden noch heute auf Pelzfarmen gehalten und für die Produktion von Pelzprodukten getötet.

 

Marder-Liebhaber halten sich die Tiere auch als Haustier. So kann es sein, dass einem beim Spaziergang nicht nur Hunde, sondern auch ein Marder beim Gassi-gehen begegnen.

 

In unserem Tierlexikon finden Sie verschiedene Marderarten im Portrait. Entdecken Sie Fotos, Bilder und viele Informationen zu den Tieren, ihren Verwandten und ihren Merkmalen. Sowohl Kinder, als auch Erwachsene können in unserem Lexikon den Marder kennenlernen und die Gemeinsamkeiten der Tiere entdecken.

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Tüpfelbeutelmarder – Tüpfel-Fleckenbeutelmarder – Quoll

wissenschaftlicher Name: Dasyurus viverrinus. Der Tüpfelbeutelmarder gehört zur Gattung der Fleckenbeutelmarder. Erstmals erwähnt: 1800 durch Shaw Englisch: Eastern Quoll, Eastern Dasyure, Eastern Native Cat Französisch: Dasyure moucheté Gattung: Fleckenbeutelmarder (Dasyurus) Familie: Raubbeutler (Dasyuridae) Ordnung: Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia) Überordnung: Australidelphia Unterklasse: Beutelsäuger oder Beuteltiere (Metatheria) Klasse: Säugetiere (Mammalia) Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda) Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata) Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata) Stamm: Chordatiere, […]

Zwerg-Fleckenbeutelmarder

wissenschaftlicher Name: Satanellus hallucatus. Der Zwerg-Fleckenbeutelmarder gehört zur Familie der Raubbeutler erstmals erwähnt: 1842 durch Gould Englisch: Northern Quoll, North Australian Quoll, Little Northern Dasyure, Satanellus Französisch: Dasyure tacheté nain Familie: Raubbeutler (Dasyuridae) Ordnung: Beuteltiere (Marsupialia) Unterklasse: Beutelsäuger (Metatheria) Klasse: Säugetiere (Mammalia) Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata) Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata) Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia) Bilateria Allgemeines Der Zwerg-Fleckenbeutelmarder […]

Streifenbeutelmarder

wissenschaftlicher Name: Myoictis melas. Der Streifenbeutelmarder gehört zur Familie der Raubbeutler erstmals erwähnt: 1840 durch Müller Englisch: Striped Native Cat, Three-striped Dasyure, Three-striped Marsupial Mouse Französisch: Dasyuriné à rayures Gattung: Streifenbeutelmarder (Myoictis) Familie: Raubbeutler (Dasyuridae) Ordnung: Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia) Überordnung: Australidelphia Unterklasse: Beutelsäuger oder Beuteltiere (Metatheria) Klasse: Säugetiere (Mammalia) Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda) Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata) Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata) […]

Schwarzschwanz-Fleckenbeutelmarder – Schwarzschwanzbeutelmarder – Geoffroys-Beutelmarder

wissenschaftlicher Name: Dasyurus geoffroyi. Der Schwarzschwanz-Fleckenbeutelmarder gehört zur Gattung der Fleckenbeutelmarder. Erstmals erwähnt: 1841 durch Gould Englisch: Western Quoll, Western Native Cat, Western Dasyure, Chuditch Französisch: Dasyure à queue noire Gattung: Fleckenbeutelmarder (Dasyurus) Familie: Raubbeutler (Dasyuridae) Ordnung: Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia) Überordnung: Australidelphia Unterklasse: Beutelsäuger oder Beuteltiere (Metatheria) Klasse: Säugetiere (Mammalia) Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda) Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata) Unterstamm: Wirbeltiere […]