Uhu: Die beeindruckende Eule mit den Federohren

Eurasischer Uhu

auch Eigentlicher Uhu, Eurasischer Uhu
wissenschaftlicher Name: Bubo bubo. Der Uhu gehört zur Gattung der Uhus.

(Linnaeus, 1758)

uhu

Foto von einem Uhu im Wildpark Schwarze Berge, Hamburg, Deutschland
© Copyright Bild / Foto: Uhu
Martina Klein

  • Englisch: Eagle Owl, Eurasian Eagle-Owl
  • Französisch: Grand-duc d’Europe, Hibou grand-duc
  • Dänisch: Stor hornugle
  • Finnisch: Huuhkaja
  • Italienisch: Gufo reale
  • Niederländisch: Oechoe, Oehoe
  • Norwegisch: Hubro
  • Portugiesisch: Bufo-real
  • Schwedisch: Berguv
  • Spanisch: Búho real

 

  • Gattung: Uhus (Bubo)
  • Familie: Eigentiche Eulen (Strigidae)
  • Ordnung: Eulen (Strigiformes)
  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Der Uhu war Vogel des Jahres 2005.

Der Uhu erreicht eine Gesamtlänge von 62 bis 73 cm und eine Flügelspannweite von etwa 170 cm. Somit gilt der Uhu als größte Eule in Europa. Die Männchen sind in der Regel etwas kleiner als die Weibchen. Männchen haben ein Gewicht von 2,0 bis 2,5 kg und die Weibchen wiegen zwischen 2,5 und 3,2 kg. Das Gefieder ist rötlichbraun und schwarz gezeichnet. Die Iris der Augen ist orangefarben. Der Kopf kann bis zu 270 Grad gedreht werden und ermöglicht dem Uhu eine sehr gute Rundumsicht. Auf dem Oberkopf befinden sich bis zu 8 cm lange Federohren.

Der Uhu hat ein sehr gutes Sehvermögen und kann am Tag genauso gut gucken, wie in der Nacht. Auch das Gehör ist außerordentlich gut ausgeprägt, denn bei der Jagd, ist es das wichtigste Organ.

In freier Wildbahn hat der Uhu eine Lebenserwartung von bis zu 25 Jahren, in Gefangenschaft sogar von etwas über 50 Jahren.

Verbreitung

Die Heimat ist Europa, Asien und Nordafrika. Als Lebensraum werden felsige Gelände bevorzugt. Aber auch Kulturlandschaften und Wälder, sowie Halbwüsten, Steppen und die Wüstengebiete werden besiedelt. In Deutschland wurde der Uhu lokal wieder erfolgreich eingebürgert.

Lebensweise

Der Uhu ist vorwiegend in der Morgen- und in der Abenddämmerung aktiv. Auch die Jagd erfolgt überwiegend in diesem Zeitraum. Nur selten jagt der Uhu auch nachts oder tagsüber.

Wenn sich ein Paar gefunden hat, bleiben sie ein Leben lang zusammen.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Säugetieren bis Hasengröße, Vögeln bis Taubengröße und auch kleinen Wirbeltieren. Hin und wieder stehen auch mal Insekten mit auf dem Speiseplan. Die Jagd erfolgt entweder im lautlosen Pirschflug oder der Uhu wartet auf einem Ansitz auf vorbeikommende Beute.

Fortpflanzung

Im März beginnt die Brutsaison. Als Nest dienen flache Bodenmulden, ausgediente Greifvogelhorste, Felsnischen, Baumhöhlen und nackte Felssimse. Wenn sich das Weibchen dann für ein Nest entschieden hat, legt es 2 bis 3 Eier mit einem Abstand von 2 bis 4 Tagen und bebrütet diese vom ersten Tag an. Insgesamt dauert die Brut 31 bis 37 Tagen. Die Küken haben ein Geburtsgewicht von 50 bis 60 g und ein gelbgraues Dunenkleid, das einem bräunlich-schwarzem dunigen Zwischenkleid weicht. Mit 5 bis 6 Wochen erfolgt die Mauser, in der das Zwischenkleid dem eigentlichen Gefieder weicht. Fliegen können die Jungen dann mit etwa 9 bis 12 Wochen.

Uhus werden mit 2 Jahren geschlechtsreif.

Verwandtschaft

Uhus gehören zur Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Raufußkäuze (Aegolius)
  • Ohreulen (Asio)
  • Steinkäuze (Athene)
  • Sperlingskäuze (Glaucidium)
  • Mähneneulen (Jubula)
  • Fischuhus (Ketupa)
  • Haubenkäuze (Lophostrix)
  • Mascarenotus
  • Elfenkäuze (Micrathene)
  • Rotohreulen (Mimizuku)
  • Salomoneneulen (Nesasio)
  • Buschkäuze (Ninox)
  • Schneeeulen (Nyctea)
  • Zwergohreulen (Otus)
  • Jamaikaeulen (Pseudoscops)
  • Ptilopsis
  • Brillenkäuze (Pulsatrix)
  • Sauzieri
  • Lachkäuze (Sceloglaux)
  • Scops
  • Fischeulen (Scotopelia)
  • Kaninchen-Eulen (Speotyto)
  • Käuze (Strix)
  • Sperbereulen (Surnia)
  • Rundflügelkäuze (Uroglaux)
  • Peruanerkäuze (Xenoglaux)

Systematik

Zur Gattung der Uhus (Bubo) gehören auch die Arten:

  • Fleckenuhu (Bubo africanus)
  • Wüstenuhu (Bubo ascalaphus)
  • Bengalenuhu (Bubo bengalensis)
  • Kapuhu (Bubo capensis)
  • Wellenuhu (Bubo cinerascens)
  • Koromandeluhu (Bubo coromandus)
  • Milchuhu (Bubo lacteus)
  • Schwachschnabeluhu (Bubo leucostictus)
  • Magellanuhu (Bubo magellanicus)
  • Nepaluhu (Bubo nipalensis)
  • Streifenuhu (Bubo philippensis)
  • Guinea-Uhu (Bubo poensis)
  • Bindenuhu (Bubo shelleyi)
  • Malaienuhu (Bubo sumatranus)
  • Virginia-Uhu (Bubo virginianus)
  • Usambara-Uhu (Bubo vosseleri)

Status

Der Uhu ist vom Aussterben bedroht. In Deutschland war er schon so gut wie ausgerottet. Aber durch Nachzucht und Wiederansiedlung, wie z.B. im Harz und in der Eifel, ist der Uhu hier wieder heimisch geworden. Leider ist er hierzulande weiterhin stark gefährdet. Immer wieder stoßen Uhus mit Autos oder Zügen zusammen oder geraten an Hochspannungsmasten. Ebenso bilden die Windräder eine große Gefahr für den Uhu. Leider ist es diesem Vogel nicht möglich, Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen und er bezahlt das immer wieder mit seinem Leben.

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Uhu: Die beeindruckende Eule mit den Federohren
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Bildnachweise: Imran Ashraf/shutterstock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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