Trompeterschwan: Der musikalische Schwan im Portrait

Trompeterschwan beim Landen auf Wasser

wissenschaftlicher Name: Cygnus buccinator. Der Trompeterschwan gehört zur Gattung der Echten Schwäne.

Richardson, 1832

trompeterschwan

Foto von einem Trompeterschwan-Paar im Mirrow Lake Park in Alberta, Kanada. 
© Copyright Bild / Foto: Trompeterschwan
Rolf Hicker Fotografie

  • Englisch: Trumpeter Swan
  • Französisch: Cygne trompette
  • Niederländisch: Trompetzwaan
  • Spanisch: Cisne trompetero

 

  • Gattung: Schwäne (Cygnus)
  • Tribus: Schwäne (Cygnini)
  • Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
  • Familie: Entenvögel (Anatidae)
  • Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Der Trompeterschwanz erreicht eine Gesamtlänge von 1,5 bis 1,8 m, eine Flügelspannweite von bis zu 2,1 m und ein Gewicht von 10 bis 12,5 kg. Er ist der größte und schwerste Schwanz der Welt. Das Gefieder ist rein weiß, der höckerlose Schnabel ist schwarz mit einer altrosafarbenen bis roten Linie am Rand. Das Schwarz des Schnabels zieht sich noch etwas bis zu den Augen hoch. Die Füße sind schwarz. Jugendliche Trompeterschwäne haben ein graubraunes Gefieder und einen rosafarbenen Schnabel mit einer schwarzen Spitze und Basis.

Seinen Namen verdankt der Trompeterschwan seinen lang gezogenen Rufen, die an Trompetenfanfaren erinnern und kilometerweit zu hören sind. Dieser Ton wird durch eine Luftröhrenschleife, die in den Brustbeinkamm hineinreicht erzeugt, die beim Trompeterschwan besonders lang ist.

Der Trompeterschwan trägt seinen Hals nicht s-förmig, wie wir es vom Höckerschwan kennen, sondern aufrecht. Während des Fluges ist der Trompeterschwanz nicht zu hören – außer durch seine Rufe. Er erzeugt keine Fluggeräusche.

Verbreitung

Die ursprüngliche Heimat des Trompeterschwans waren alle geeigneten Gewässer Nordamerikas. Sie reichte von Alaska bis in die Rocky Mountains und Missouri. Es gibt noch zwei natürliche Populationen. Eine westliche, die an der Küste von Alaska bis Oregon lebt und ihre Brutgebiete in Alaska und Britsch-Kolumbien hat. Und eine östliche, die östlich der Rocky Mountains im Binnenland vom Nordwest-Territorium bis zum Yellowstone-Nationalpark lebt. Er besiedelt mit überwiegend größere Seen und kleinere Gewässer.

Lebensweise

Während der Brutzeit schließen sich die jugendlichen Trauerschwäne zu Gruppen zusammen und suchen einen See auf, an dem sich kein Brutpaar befindet.

Wanderung

Der Trompeterschwan überwintert weiter südlich von seinen Brutgebieten in den Gezeitenzonen von Flussmündungen.

Ernährung

Trompeterschwäne graben mit ihrem Schnabel größere Löcher, um an die Wurzeln einiger Pflanzen heranzukommen und zu verzehren. Die Hauptnahrung allerdings besteht aus Wasserpflanzen. Im Winter gehen sie auch auf Felder und verzehren dort Getreide und Gras.

Fortpflanzung

Für die Brut werden die Nester Ende April bis Anfang Mai auf kleinen Inseln oder dicht am Ufer angelegt und von den Männchen heftig verteidigt. Man geht davon aus, dass Paare ein Leben lang zusammenbleiben und ihre Nester oft mehrere Jahre hintereinander wieder nutzen. Das Weibchen legt 5 bis 8 Eier, die etwa 36 bis 40 Tage bebrütet werden. Nach dem Schlupf werden die Jungen von beiden Elternteilen etwa 3 bis 4 Monate lang geführt, dann werden sie flügge. Bereits kurz nach der Geburt können die Jungen schon schwimmen. Die gesamte Familie wandert geschlossen ins Winterquartier.

Die jungen Trompeterschwäne werden mit etwa 4 bis 6 Jahren geschlechtsreif.

Verwandtschaft

… gehören zur Familie der Entenvögel
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Aix
  • Nilgänse (Alopochen)
  • Amazonasenten (Amazonetta)
  • Eigentliche Enten (Anas)
  • Feldgänse (Anser)
  • Spaltfußgänse (Anseranas)
  • Tauchenten (Aythya)
  • Lappenenten (Biziura)
  • Meergänse (Branta)
  • Bucephala
  • Moschusenten (Cairina)
  • Rotschulterenten (Callonetta)
  • Labradorenten (Camptorhynchus)
  • Hühnergänse (Cereopsis)
  • Mähnengänse (Chenonetta)
  • Spiegelgänse (Chloephaga)
  • Eisenten (Clangula)
  • Coscorobaschwäne (Coscoroba)
  • Blauflügelgänse (Cyanochen)
  • Pfeifgänse (Dendrocygna)
  • Kuckucksenten (Heteronetta)
  • Kragenenten (Histrionicus)
  • Schaumschnabelenten (Hymenolaimus)
  • Kappensäger (Lophodytes)
  • Rosenohrenten (Malacorhynchus)
  • Marmelenten (Marmaronetta)
  • Meerenten (Melanitta)
  • Sturzbachenten (Merganetta)
  • Zwergsäger (Mergellus)
  • Säger (Mergus)
  • Orinokogänse (Neochen)
  • Netta
  • Zwergenten (Nettapus)
  • Ruderenten (Oxyura)
  • Sporngänse (Plectropterus)
  • Scheckenten (Polysticta)
  • Hartlaubenten (Pteronetta)
  • Rosenkopfenten (Rhodonessa)
  • Salvadorienten (Salvadorina)
  • Glanzenten (Sarkidiornis)
  • Eiderenten (Somateria)
  • Affenenten (Stictonetta)
  • Dampfschiffenten (Tachyeres)
  • Kasarkas (Tadorna)
  • Weißrücken-Pfeifgänse (Thalassornis)

Systematik

Zur Gattung der Echten Schwäne (Cygnus) gehören auch die Arten:

  • Trauerschwan (Cygnus atratus)
  • Zwergschwan, Pfeifschwan (Cygnus columbianus)
  • Singschwan (Cygnus cygnus)
  • Schwarzhalsschwan (Cygnus melanocorypha)
  • Höckerschwan (Cygnus olor)
  • Neuseelandschwan (Cygnus sumnerensis)

Status

Heute besteht für den Trompeterschwan keine unmittelbare Bedrohung, sein Bestand ist einigermaßen stabil, obwohl er der seltenste und am stärksten bedrohte Schwan ist. Es bestehen für ihn weiterhin umfangreiche Schutzmaßnahmen. Denn Anfang des 20. Jahrhunderts war der Trompeterschwan bereits vom Aussterben bedroht. Heute gibt es wieder etwas über 20.000 Tiere in freier Wildbahn.

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Trompeterschwan: Der musikalische Schwan im Portrait
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Bildnachweise: moosehenderson/Adobe Stock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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