Maskentölpel: Im Sturzflug auf Beutejagd

Maskentölpel

wissenschaftlicher Name: Sula dactylatra. Der Maskentölpel gehört zur Familie der Tölpel.

Lesson, 1831

maskentoelpel

Foto von zwei Maskentölpeln auf den Galápagos-Inseln.
© Copyright Bild / Foto: Maskentoelpel
Rolf Hicker Fotografie

  • Englisch: Masked Booby
  • Französisch: Fou masqué
  • Dänisch: Maskesule
  • Finnisch: Naamiosuula
  • Isländisch: Grímusúla
  • Italienisch: Sula mascherata
  • Niederländisch: Maskergent
  • Norwegisch: Maskesule
  • Portugiesisch: Atobá grande
  • Schwedisch: Masksula
  • Spanisch: Piquero enmascarado

 

  • Gattung: Sula
  • Familie: Tölpel (Sulidae)
  • Ordnung: Ruderfüßer (Pelecaniformes)
  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Der Maskentölpel erreicht eine Körperlänge von 80 bis 92 cm, eine Flügelspannweite von etwa 152 cm und ein Gewicht von etwa 1,5 kg. Das Gefieder ist weiß, der Schwanz komplett schwarz. Am Flügelhinterrand befindet sich ein langer schwarzer Streifen. Die Haut an Gesicht und Kehle ist blaugrau, schimmert aber aus der Ferne schwarz. Da es so wirkt, als würde der Maskentölpel eine Maske über den Augen tragen, wurde er nach diesem Merkmal benannt. Auch der Kopf ist reinweiß. Der Schnabel ist bei den Männchen gelb, bei den Weibchen matt grüngelb. Die Augen sind gelb, die Füße gelb bis grau. Der Körper ist stromlinienförmig.

Verbreitung

Die Heimat sind vermutlich die tropischen Meere. Bekannt sind „nur“ die Brutgebiete. Diese befinden sich auf den Inseln in den tropischen und subtropischen Zonen aller Meere, vom südlichen Atlantik bis nach Ostafrika, im Pazifik und im Indischen Ozean.

Lebensweise

Maskentölpel sind geschickte Flieger, die sich aus etwa 25 bis 30 Meter Höhe senkrecht ins Meer stürzen, um Fische zu fangen.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Fischen, wobei der Maskentölpel auch sehr gerne fliegende Fische fängt.

Fortpflanzung

Maskentölpel haben keine feste Brutzeit, sie brüten ganzjährig. Gebrütet wird dicht gedrängt in riesigen Kolonien, die aus tausenden von Tieren bestehen. Die Kolonien nisten sich auf Felsen und kleinen Inseln ein. Die Weibchen legen ein bis drei Eier auf den kahlen Sandboten, die von beiden Elternteilen etwa 45 Tage bebrütet wird. Auch die Jungenaufzucht wird von beiden Elternteilen übernommen.

Verwandtschaft

Maskentölpel gehören zur Familie der Tölpel (Sulidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Morus
  • Graufußtölpel (Papasula)

Systematik

Zur Gattung der Sula gehören die Arten:

  • Nazca Tölpel (Sula granti)
  • Brauntölpel (Sula leucogaster)
  • Blaufußtölpel (Sula nebouxii)
  • Rotfußtölpel (Sula sula)
  • Guanotölpel (Sula variegata)
  • Tasman-Tölpel (Sula tasmani) (leider ausgestorben!)

Zur Art des Maskentölpels (Sula dactylatra) gehören die Unterarten:

  • Sula dactylatra bedouti
  • Sula dactylatra californica
  • Sula dactylatra dactylatra
  • Sula dactylatra fullagari
  • Sula dactylatra melanops
  • Sula dactylatra personata

Die Unterarten

Sula dactylatra dactylatra
Verbreitung: Das Brutgebiet liegt in der Karibik und auf einigen atlantischen Inseln, wie Ascension und Tobago.

Sula dactylatra melanops
Englischer Name: Indian Ocean Masked Booby
Verbreitung: Das Brutgebiet liegt im westlichen Indischen Ozean.

Sula dactylatra personata
Verbreitung: Das Brutgebiet liegt im zentralen und westlichen Pazifik.

Status

Für die Maskentölpel besteht momentan keine unmittelbare Bedrohung.

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Maskentölpel: Im Sturzflug auf Beutejagd
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Bildnachweise: Vermeulen-Perdaen/Adobe Stock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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