Kaninchen: Tipps zum Umgang mit dem beliebten Haustier

kaninchen
  • Mit ihrem niedlichen Aussehen und dem weichen Fell zählen Kaninchen zu den beliebtesten Haustieren.
  • Bei den Tieren handelt es sich nicht um Kuscheltiere, sondern um sehr anspruchsvolle, soziale Wesen, die zum Beobachten und nicht als Spielzeug gehalten werden.
  • Es gibt zahlreiche Kaninchenrassen in den unterschiedlichsten Größen, Farben, Felltypen sowie mit Steh- oder Hängeohren.

Kaninchen sind niedlich, flauschig und knuddelig – oftmals leider zu ihrem großen Leidwesen. Die kleinen Hoppler haben den Ruf sehr anspruchslos und pflegeleicht zu sein. Aus diesen Gründen werden sie auch gerne als nettes Haustier für Kinder angeschafft. Sie gehören zwar zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland, damit jedoch auch zu den Tieren, deren Haltung am meisten unterschätzt wird.

Wenn Sie jedoch einige grundsätzliche Regeln beachten, sind Kaninchen tatsächlich sehr genügsam und werden Ihnen mit ihrem unterhaltsamen Verhalten viel Freude bereiten. Menschliche Kuscheleinheiten sind dabei allerdings genauso fehl am Platz wie eine Vernachlässigung der Tiere. Worauf es bei einer artgerechten Haltung ankommt und welche Besonderheiten Kaninchen auszeichnen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

1. Kaninchen werden schon seit vielen Jahrhunderten gehalten

Kaninchen sind keine Nagetiere

Sie gehören zur Familie der Hasen und sind damit strenggenommen keine Nagetiere, auch wenn sie einige Gemeinsamkeiten besitzen wie die nachwachsenden Schneidezähne. Hasentiere besitzen jedoch hinter den Nagezähnen zwei kleine Stiftzähne, die den echten Nagern fehlen.

Unsere heutigen Hauskaninchen stammen von den Wildkaninchen ab, die im Laufe der Zeit domestiziert wurden. Bereits vor mehreren Tausend Jahren entdeckten phönizische Händler die Tiere auf der Iberischen Halbinsel. Die enorme Fruchtbarkeit und schnelle Fortpflanzung der Kaninchen führte dazu, dass die Römer sie als Nutztiere zum Mästen in Gehegen hielten. Im Mittelalter begann schließlich die gezielte Domestikation mit ersten Zuchtversuchen durch französische Mönche, die sie in Käfigen als Fleischlieferanten hielten.

Kaninchen dienten also zunächst als wichtige Fleisch- und Pelzlieferanten, weswegen sie sich rasch in ganz Europa verbreiteten. Besonders auf Inseln wurden die Tiere eingeführt, um das Nahrungsangebot zu erweitern.

1.1. Der Beginn der Kaninchenzucht in Deutschland

rötlich gefärbtes widderkaninchen

Die goldigen Zwergwidder haben Hängeohren.

Die gezielte Kaninchenzucht startete in Deutschland um 1870, als Soldaten in Frankreich den großen Nutzwert der Tiere erkannten. Dort war Kaninchenfleisch schon lange geschätzt und die Tiere wurden in entsprechenden Kaninchenställen gehalten.

Mit der Industrialisierung zogen immer mehr Menschen in große Städte und das Kaninchen wurde zu einer wichtigen Nahrungsquelle, da es auf kleinem Raum gehalten werden konnte. Nach und nach entwickelten sich Züchter, die es von seinem Dasein als reines Nutztier entkoppelten und begannen, die Tiere auf Ausstellungen und Wettbewerben zu präsentieren.

Damit verschwanden sie zunehmend vom Speiseplan und entwickelten sich immer mehr zum Haustier. Dennoch gehören Kaninchen auch heute noch zum jagdbaren Wild und werden vielerorts weiterhin als Nutztiere gehalten.

1.2. Kaninchenrassen: Vom Zwerg bis zum Riesen

Unterschied Hasen und Kaninchen

Auch wenn Hasen und Kaninchen zunächst sehr ähnlich scheinen, handelt es sich um verschiedene Tiere: Hasen sind wesentlich größer, aber dabei schlanker. Kaninchen haben eine eher gedrungene Form und kürzere Ohren. Hasen kommen voll entwickelt auf die Welt, Kaninchen hingegen blind und fast nackt. Außerdem leben sie in großen Kolonien unter der Erde. Hasen sind Einzelgänger, die ihr Leben ausschließlich an der Oberfläche verbringen.

Lange Ohren, Mümmelnäschen, kräftige Hinterbeine, ein Pummelschwänzchen und ein weiches Fell – auf den ersten Blick sind Kaninchen leicht an ihrem Aussehen zu erkennen. Aber wie bei vielen Rassetieren gibt es sehr große Unterschiede bei den Kaninchenrassen. So hat das Widderkaninchen beispielsweise keine stehenden, sondern Hängeohren. Das Angorakaninchen besitzt ein wollenes, sehr flauschiges langes Fell, das regelmäßig geschoren werden muss.

Es gibt sie in allen erdenklichen Farben und Zeichnungen, mit kurzem und langem Fell und in den verschiedensten Größen. Die Großen Rassen bringen ein Gewicht von bis zu 11 Kilogramm auf die Waage. Ein Zwergkaninchen hingegen wiegt gerade einmal 2 Kilogramm. Ein Zwergwidder hat eine maximale Länge von 28 Zentimetern, während die Deutschen Riesen bis zu 72 Zentimeter lang werden können.

Derzeit unterscheidet der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) fast 100 verschiedene Rassen und rund 370 Farbenschläge in Deutschland. Da fällt die Entscheidung für eine Kaninchenrasse gar nicht so leicht.

2. Kaninchen leben in großen Gruppen unter der Erde

zwei kaninchen kuscheln zusammen

Kaninchen lieben es, mit ihren Artgenossen zu kuscheln.

In der Natur leben Kaninchen in weit verzweigten Tunnelsystemen unter der Erde. In großen Familienverbänden verbringen sie den größten Teil ihres Lebens in ihren Höhlen und Gängen. Kaninchen sind beliebte Beutetiere bei Füchsen, Bussarden und anderen Jägern. Deswegen sind sie perfekt für ein Leben auf der Flucht angepasst und gleichen hohe Verluste mit einer sehr hohen Fortpflanzungsrate aus.

Die flinken Tiere sind blitzschnell und verschwinden bei Gefahr sofort in einem ihrer zahlreichen Tunneleingänge. Von diesen entfernen sie sich selten mehr als 200 Meter, sofern es die Nahrungssuche nicht erfordert. Ihr bevorzugter Lebensraum ist halboffenes Terrain, weswegen sie auch so häufig in Parkanlagen anzutreffen sind.

2.1. Das Verhalten ist geprägt von Hierarchien und Revieransprüchen

Die Kleintiere haben ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten mit äußerst hierarchischen Strukturen. Sie kommunizieren über Duftstoffe, Körpersprache und verschiedene Laute wie Klopfen, Zähneknirschen oder Knurren. Kaninchen sind aufeinander angewiesen, nicht nur beim Graben ihres Baus, sondern auch zur gegenseitigen Pflege und zur Warnung vor Feinden. Droht Gefahr, klopfen sie mit ihren Hinterbeinen auf den Boden und warnen damit die anderen.

Auch bei Hauskaninchen sind diese Instinkte immer noch sehr ausgeprägt. Sie sind soziale Tiere und keine Einzelgänger. Aufgrund ihres ausgeprägten Revierverhaltens und den hierarchischen Familienverbänden ist die Integration eines neuen Tieres in die Gruppe eine sehr heikle Angelegenheit. Nicht selten kommt es zu Aggressionen und Kämpfen, die sogar tödlich enden können.

2.2. Regeln für das Zusammenleben von Mensch und Kaninchen

mädchen beim kaninchen füttern in freigehege

Der richtige Umgang mit den Tieren schafft Vertrauen.

Das Verstehen der natürlichen Verhaltensweise der Kaninchen ist sehr wichtig für das Zusammenleben von Mensch und Kaninchen. Ansonsten kann es schnell zu Verhaltensstörungen kommen. Mit diesen Verhaltensmustern sollten Sie sich vor der Anschaffung vertraut machen:

  • Ängstlichkeit: Kaninchen sind Fluchttiere und demnach sehr scheu. Droht Gefahr verstecken sie sich blitzschnell in ihrem Bau. Schnelle, abrupte Bewegungen von oben oder der Seite interpretieren sie sofort als Bedrohung. Langsame Bewegungen und ein ruhiger Umgang sind sehr wichtig, damit sie Vertrauen zu Ihnen aufbauen.
  • Aggressivität: Gesteigerte Aggressivität gegenüber Artgenossen oder dem Menschen ist ein eindeutiges Zeichen für Haltungsfehler: Angst und Stress durch Bedrohungen und Platzmangel sind häufig die Auslöser. Kleinere Rangkämpfe in einer bestehenden Gruppe gehören jedoch zum normalen Verhalten der Tiere und sollten nur bei andauernden Problemen und ernsthaften Verletzungen unterbunden werden.
  • Nagen: Auch wenn sie biologisch gesehen keine Nagetiere sind, hindert es die Kaninchen nicht daran, alles anzunagen, was ihnen vor die Zähne kommt. Grund hierfür sind ihre nachwachsenden Zähne, die sie dadurch abwetzen. In der Natur tun sie das beim Buddeln durch Wurzeln und harte Barrieren – und in der Wohnung eben an Möbeln und Kabeln.
  • Graben: Es gehört zu einer ihrer liebsten Beschäftigungen. In freier Wildbahn tun sie es ihr Leben lang. Eine Buddelkiste wird Ihre Kaninchen deswegen sehr freuen und ist gleichzeitig sehr unterhaltsam beim Beobachten.
  • Vergesellschaftung: Eindringlinge in ihrem Revier sind nicht gerne gesehen. Deswegen ist es immer schwierig, ein neues Tier einzubringen. Da Kaninchen aber keine Einzelgänger sind und niemals alleine gehalten werden sollten, lässt es sich manchmal nicht vermeiden, ein neues Tier einzubringen (beispielsweise wenn der Partner verstorben ist). Eine umfangreiche Anleitung zur Vergesellschaftung finden Sie beim Kaninchenschutz e.V.

Achtung: Nehmen Sie Ihr Kaninchen nicht zu häufig hoch. Das Hochnehmen bedeutet sehr viel Stress für das Tier und versetzt es in Angst. Setzen Sie sich besser auf den Boden und warten, bis das Kaninchen von sich aus zu Ihnen kommt und Vertrauen aufbaut. Mit Futter lassen sie sich meist sehr gut anlocken. Es sollte nur im Notfall auf den Arm gehoben werden.

3. Kaninchenhaltung braucht viel Platz

Die wichtigste Regel der Kaninchenhaltung lautet: Sie dürfen niemals alleine gehalten werden und benötigen mindestens einen artgleichen Partner. Ein Mensch kann die sozialen Bedürfnisse des Kaninchen nicht ersetzen. Auch die Vergesellschaftung mit anderen Tieren wie Meerschweinchen ist nicht ausreichend.

zwei kaninchen fressen löwenzahn

Zusammen ist es immer am schönsten.

Am besten ist eine kleine Gruppe, jedoch ist auch die Paarhaltung möglich. Hier hat sich gezeigt, dass die Kombination eines Weibchens und eines Männchens am besten funktioniert.

Lassen sie den Bock auf jeden Fall kastrieren, da Sie sonst sehr schnell eine Kaninchen-Großfamilie beherbergen werden. Ein Zwergkaninchen wird bereits nach etwa drei Monaten geschlechtsreif. Die Kastration sollte deswegen vor der Geschlechtsreife erfolgen, zwischen der 8. und 12. Lebenswoche.

3.1. Die Haustiere brauchen viel Auslauf

Ob Sie ihre Haustiere im Haus oder einem Außengehege halten, hängt natürlich vorrangig von Ihren Wohnverhältnissen ab. Kaninchen haben allerdings ein sehr großes Auslaufbedürfnis. Deswegen gilt für die Stallgröße: Je größer, desto besser. Ein Käfig ist keine artgerechte Haltung für die Tiere. Nur ein entsprechend großes Gehege bietet ausreichend Platz und Auslauf.

Rechnen Sie pro Tier mit ungefähr 2-3 Quadratmetern Bodenfläche. Im Idealfall richten Sie ihnen einen eigenes Zimmer ein, das sie kaninchensicher ausstatten (keine Stromkabel oder Möbel, die sie anknabbern können). Notfalls können Sie mit speziellen Gehegegittern einen sicheren Teil des Raumes abtrennen. Die Tiere müssen sich bewegen können, rennen und auch einen Haken schlagen. Der tägliche Freilauf ist sehr wichtig für ihr Wohlbefinden.

3.2. Ein geräumiges Außengehege ist die beste Unterbringung

Noch schöner ist es für Ihre Kaninchen natürlich, wenn Sie ihnen den Aufenthalt im Freien ermöglichen können. Am besten ist es sogar, wenn Sie ihnen einen Stall für die Außenhaltung kaufen, in dem sie dauerhaft leben. Beim Außengehege gibt es allerdings einige Punkten zu beachten, damit Ihre Tiere sich wohlfühlen und gleichzeitig geschützt sind:

Der Kaninchenstall muss wetterfest sein und knabbersicher. Ideal ist es, wenn zwei Seiten des Geheges komplett verschlossen sind. Ein Dach an einer Seite dient als Sonnen- und Regenschutz. Die Tiere brauchen eine gemütliche “Höhle”, in die sie sich zurückziehen können. Außerdem muss die Anlage ausbruchsicher sein und Schutz vor potenziellen Fressfeinden wie Mardern oder Greifvögeln bieten. Der Kaninchenstall muss also auch von oben und unten abgesichert werden.

Achtung: Kaninchen können lange Gänge buddeln und dadurch eventuell aus ihrem Gehege ausbüchsen.

 3.3. Die richtige Ausstattung für ein ausgelassenes Kaninchengehege

großes kaninchengehege in wohnung mit spielzeug

So sieht eine gute Kaninchenausstattung aus: Viele Versteck- und Spielmöglichkeiten.

Neben ausreichend Platz zum Bewegen brauchen Kaninchen auch einiges an Zubehör zum Verstecken und Beschäftigen. Wichtig ist dabei immer, dass die Sachen kanbbersicher und ungiftig sind. Eine Heuraufe sowie Futter- und Wassernäpfe gehören zur Grundausstattung.

Darüber hinaus gibt es im Fachhandel Spielzeug speziell für Kaninchen wie Röhren und Futterverstecke. Ein gemütliches Häuschen dient zum Verstecken und Schlafen. Eine günstige, aber nicht sehr langlebige Alternative sind Kartons. Mit Ästen und Zweigen beschäftigen sich die Tiere ebenfalls sehr gerne, um daran zu knabbern und ihre Zähne so abzuwetzen. Auch eine Buddelkiste gehört zum Zubehör eines Kaninchenstalls, um den natürlichen Trieb der Tiere zu befriedigen.

4. Die Nahrung entspricht den natürlichen Essgewohnheiten

Auch wenn viele glauben, dass handelsübliches Trockenfutter und Pellets ein gutes Kaninchenfutter seien, sind diese tatsächlich nicht gut für die Tiere. Sie enthalten sehr viele Kohlenhydrate und Zucker, was nicht gut für die Verdauung ist, langfristig sogar zur Verfettung führt.

Orientieren Sie sich besser an der natürlichen Ernährung der Wildkaninchen, die vorwiegend Grünfutter zu sich nehmen. Dazu zählen:

  • Gräser
  • Kräuter (Ringelblume, Kamille, Dill, Schafgarbe u.a.)
  • Gemüse (Salat, Möhren, geschälte Gurken, Paprika, Sellerie)
  • Löwenzahn
  • gelegentlich Obst (Apfel, Birne, Beeren)

Ergänzt wird die frische Nahrung durch Heu, das den Tieren rund um die Uhr in einer geeigneten Raufe zur Verfügung stehen sollte. Kaninchen haben einen sehr großen Verdauungstrakt und müssen ständig fressen. Im Winter, wenn Löwenzahn und frische Kräuter schwieriger zu finden sind, können Sie auch Karottengrün, Kohlrabiblätter und Blattspinat gut füttern.

Tipp: Futter ist eine sehr gute Möglichkeit, die Tiere zu beschäftigen, indem Sie es im Stall verstecken oder aufhängen. Das Suchen und Aufrichten ist ein gutes Training für Ihre Kaninchen, die auch in freier Wildbahn ihre Nahrung auf diese Weise beschaffen.

 5. Kaninchen pflegen sich normalerweise selbst

zwei kaninchen fressen im freigehege

Die beiden Zwergkaninchen erfreuen sich an einer großen Schüssel mit frischem Gemüse.

Bei einer artgerechten Haltung ist die Pflege absolut unkompliziert, da die Tiere sehr reinlich sind. Neben der Nahrungsaufnahme nimmt das Putzen den Großteil ihrer Zeit in Anspruch. Dafür brauchen sie im Normalfall keine menschliche Hilfe. Nur bei den langhaarigen Kaninchenrassen wie den beliebten Löwenköpfchen fällt das regelmäßige Trimmen in den Aufgabenbereich des Besitzers.

Zahnkontrolle ist ebenfalls sehr wichtig, da die Zähne konstant wachsen. Werden sie zu lang, behindert das die Nahrungsaufnahme.

Auch wenn Kaninchen selbst sehr pflegeleicht sind, ist die zeitaufwendige Reinigung des Geheges Ihre Aufgabe. Zum Glück benutzen Kaninchen meist eine bestimmte Ecke als Toilette. Diese und die Futterschälchen müssen Sie täglich reinigen. Mindestens einmal die Woche sollten Sie das komplette Gehege säubern und das Einstreu auswechseln.

5.1. Krankheiten werden häufig erst spät erkannt

Ein Hauskaninchen hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich 10 Jahren, kann aber auch deutlich älter werden. Allerdings sind sie sehr krankheitsanfällig, besonders für Verdauungsstörungen und Zahnprobleme. Da sie jedoch Krankheitssymptome erst sehr spät zeigen, handelt es sich meist um einen Notfall und Sie müssen sofort einen Tierarzt aufsuchen. Beobachten Sie Ihre Tiere sehr gut, dann wird Ihnen auffälliges Verhalten auch schon früher auffallen.

Gehen Sie am besten regelmäßig zu einem tierärztlichen Gesundheits-Check und lassen Sie Ihre Tiere gegen die ansteckenden Kaninchenseuchen RHD sowie Myxamatose impfen.

6. Anschaffung: Zoohandel oder Tierheim?

Haben Sie sich entschlossen, Kaninchen als Haustiere zu halten, lohnt sich zunächst ein Blick ins Tierheim. Dort gibt es meist zahlreiche abgegebene Tiere, die auf ein neues Zuhause warten. Aber auch im Zoohandel und beim Züchter können Sie junge Kaninchen kaufen.

Ihre Tiere sollten ungefähr das gleiche Alter haben. Wenn es bei Ihrem Pärchen zu einem Todesfall kam, ist also der Gang ins Tierheim definitiv die bessere Wahl, um einen gleichaltrigen neuen Partner zu finden, anstatt wieder ein Baby anzuschaffen. In der Zoohandlung erhalten Sie ein Kaninchen ab 30 Euro. Im Tierheim liegt der Preis für ein bereits kastriertes Tier bei etwa 50 Euro.

Für welche Kaninchenrasse Sie sich entscheiden, hängt vorrangig von Ihren Vorlieben ab und wie viel Platz Sie ihnen bieten können. Sehr große Rassen brauchen natürlich entsprechend mehr Platz als die kleineren Rassen wie Löwenkopfkaninchen oder Farbenzwerge. Sie können auch problemlos unterschiedliche Rassen miteinander kombinieren, unabhängig der Größe, Farbe und Ohrstellung – das wichtigste ist, dass die Tiere sich verstehen.

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