Buschkänguru: Infos zur Beuteltierfamilie und Steckbriefe der Arten

Graues Buschkänguru

wissenschaftlicher Name: Dorcopsis. Buschkängurus sind eine Gattung der Beuteltiere

Infos zu den Buschkängurus

  • Englisch: Forest Wallabies, Dorcopsis
  • Französisch: Wallabies buissonniers

 

  • Familie: Kängurus (Macropodidae)
  • Ordnung: Diprotodontia
  • Überordnung: Australidelphia
  • Unterklasse: Beutelsäuger oder Beuteltiere (Metatheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Die Tiere dieser Gattung erreichen Kopf-Rumpf-Längen von 39-80 cm, Schwanzlängen von 27-55 cm, Standhöhen von 30-50 cm und Gewichte von 1,5 bis 7 kg. Sie sind schlank, mit kurzem, dicken Schwanz, wobei die Schwanzspitze senkrecht auf den Boden aufgesetzt wird. Der restliche Schwanz berührt den Boden überhaupt nicht. Die Füße sind kurz und breit. Die Schneidezähne sind lang und kräftig. Die Nase ist lang, schmal und abwärts gekrümmt. Das Fell ist meist dünn und am Nacken nach vor gerichtet. Die Merkmale dieser Gattung zeigen, dass es sich hierbei um die ursprünglichste Form der Eigentlichen Kängurus handelt.

Die Lebenserwartung liegt bei mindestens 8 Jahren.

Verbreitung

Die Tiere leben heute nur noch in den Regenwäldern in Neuguinea. Dort findet man sie im dichten Unterwuchs.

Feinde

Man nimmt an, dass die Dingos die Feinde der Buschkängurus sind.

Lebensweise

Buschkängurus sind dämmerungs- bis nachtaktiv. Weibchen kämpfen nicht nach festgelegten Regeln, sie beißen mehr. Die Männchen hingegen führen mehr turnierartige Kämpfe aus.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Früchten, Blättern, Knospen und vielleicht sogar aus Insekten.

Fortpflanzung

Männchen führen während der Paarung noch einen Nackenbiss aus. Die ist ein ursprüngliches Verhaltensmerkmal. Die Weibchen sind bei der Werbung und Paarung recht aktiv. Sie wählen ihren Partner mit aus, dabei werden jüngere, kleinere Männchen heftig abgewehrt. Hierbei kann es sogar zu Kämpfen kommen. Ältere, kräftigere Männchen lassen sie an sich herankommen.

Das Weibchen bringt ein Junges mit einem Gewicht von weniger als 1 g zur Welt. Geschlechtsreif werden die Jungen dann mit etwa 2 Jahren.

Verwandtschaft

Buschkängurus gehören zur Familie der Eigentliche Kängurus (Macropodidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Bänder-Hasenkängurus (Lagostrophus)
  • Filander oder Pademelons (Thylogale)
  • Kurzschwanzkängurus (Setonix)
  • Felskängurus (Petrogale)
  • Zwergsteinkängurus (Peradorcas)
  • Hasenkängurus (Lagorchestes)
  • Nagel- oder Nagelschwanzkängurus (Onychogalea)
  • Sumpfwallabys (Wallabia)
  • Echte Kängurus (Macropus)
  • Baumkängurus (Dendrolagus)

Systematik

Zur Familie der Buschkängurus (Dorcopsis) gehören die Arten:

  • Goodenough-Buschkänguru (Dorcopsis atrata)
  • Streifenbuschkänguru (Dorcopsis muelleri)
  • Hagen- oder Hasen-Buschkänguru (Dorcopsis hageni)
  • Macleay-Buschkänguru oder Macleays Buschkänguru (Dorcopsis macleayi)
  • Bergbuschkänguru (Dorcopsis vanheurni)
  • Neuguineisches Buschkänguru (Dorcopsis veterum)
  • Dorcopsis luctuosa)

Die Arten

Goodenough-Buschkänguru (Dorcopsis atrata)
Englisch: Black Dorcopsis, Black Dorcopsis Wallaby, Black Forest Wallaby
erstmals 1957 durch van Deusen erwähnt
Allgemeines: Das Fell ist schwarz und dichtbehaart.
Verbreitung: Diese Art bevorzugt kühlere Bergregenwälder in mindestens 2000 Meter Höhe aber auch lichte Eichenwälder der Goodenough-Inseln.
Status: Gefährdet

Streifenbuschkänguru (Dorcopsis muelleri)
Englisch: Brown Dorcopsis
erstmals 1827 von Lesson erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Indonesien.
Fortpflanzung: Nach der Geburt bleibt das Junge etwa 10 Monate im Beutel, entwöhnt wird es dann mit 12-13 Monaten.
Status: Man nimmt an, dass diese Art wohl häufig ist.

Hagen- oder Hasen-Buschkänguru (Dorcopsis hageni)
Englisch: Greater Forest Wallaby, White-striped Dorcopsis, Northern New-Guinea Wallaby
erstmals 1897 durch Heller erwähnt
Verbreitung: Lebt in den Regenwäldern an der Nordküste von Papua-Neuguinea und Indonesien.
Status: Geringeres Risiko – geringste Bedrohung

Macleay-Buschkänguru oder Macleays Buschkänguru (Dorcopsis macleayi)
Englisch: Macleay’s Dorcopsis, Papuan Dorcopsis, Papuan Forest Wallaby, New-Guinea Mountain Wallaby
Französisch: Wallaby de Macleay
erstmals 1885 durch Miklouho-MacLeay erwähnt
Allgmeines: Diese Art unterscheidet sich ein wenig von den anderen Arten dieser Gattung. Das Macleay-Buschkänguru ist kleiner und dichter behaart. Auch die Schädel- und Zahnmerkmale weichen ab.
Verbreitung: Der Lebensraum sind die Regenwälder in den Bergen bei Port Moresby in Papua-Neuguinea.
Status: Potentiell gefährdet

Bergbuschkänguru (Dorcopsis vanheurni)
Englisch: Lesser Forest Wallaby, Small Dorcopsis
erstmals 1922 durch Thomas erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Indonesien und Papua-Neuguinea.
Status: Geringeres Risiko – geringste Bedrohung

Neuguineisches Buschkänguru (Dorcopsis veterum)
Englisch: Common Forest Wallaby
erstmals 1827 durch Lesson erwähnt
Allgemeines: Die Tiere dieser Art erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 49-80 cm und eine Schwanzlänge von 30-55 cm. Im Aussehen ähneln sie den Filandern. Die Schwanzspitze dieser Art hat ein paar breite, harte Schuppen.
Verbreitung: Diese Art lebt in den Flachland-Regenwäldern von Neuguinea.
Lebensweise: Das Neuguineische Baumkänguru ist dämmerungs- und nachtaktiv.
Ernährung: Die Nahrung besteht aus Gras – falls vorhanden. Sonst von anderem pflanzlichen Material

Dorcopsis luctuosa
Englisch: Grey Dorcopsis
erstmals 1874 durch D’Albertis erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Indonesien und Papua-Neuguinea.
Status: Geringeres Risiko – geringste Bedrohung

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Bildnachweise: Sandy/Adobe Stock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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