Wekaralle: Merkmale und Besonderheiten

Wekaralle

wissenschaftlicher Name: Gallirallus australis. Die Wekaralle gehört zur Familie der Rallenvögel.

(Sparrman, 1786)

wekaralle

Foto von einer Wekaralle am Titirangi Bay Campground, Marlborough, Südinsel, Neuseeland.
© Copyright Bild / Foto: Wekaralle 
Rolf Hicker Photography

  • Englisch: Weka, Woodhen
  • Französisch: Weka
  • Niederländisch: Weka
  • Spanisch: Weka

 

  • Gattung: Gallirallus
  • Familie: Rallenvögel (Rallidae)
  • Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Die Wekaralle erreicht eine Gesamtlänge von 50 bis 53 cm, ein Gewicht von 700 bis 1000 g und ist flugunfähig. Die Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt, aber die Weibchen sind etwas kleiner. Diese Rallen haben lange Beine und kräftige Füße und sind daher in der Lage sehr gut und recht schnell zu laufen. Das Federkleid ist recht weich und ist braun bis rostbraun, wobei die Körperoberseite dunkelbraune und schwärzliche Streifen aufweist. Der Schnabel ist 5 bis 6 cm lang und stark. Da die Flügel nicht zum Fliegen benötigt werden, sind sie sehr kurz. Die Wekaralle ist ein reiner Bodenvogel, der aber auch sehr gut schwimmen kann.

Die Wekaralle hat unter günstigen Umständen oder in Gefangenschaft eine Lebenserwartung von 15 bis 18 Jahren.

Verbreitung

Die Heimat ist Neuseeland und einige umliegende Inseln. Die Wekaralle gehört dort zu den bekanntesten Vogelarten. Als Lebensraum dienen Dickichte und Waldränder, dabei vorwiegend aber sumpfige Wälder und andere Feuchtgebiete.

Lebensweise

Die Wekaralle ist dämmerungs- und nachtaktiv. Den Tag verbringt sie ruhend im dichten Unterholz versteckt. Nach Einbruch der Dämmerung kommt die Ralle aus ihrer Deckung hervor und geht auf Nahrungssuche. Die Wekaralle ist recht mitteilungsbedürftig und man hört häufig, besonders während der Brutzeit nachts ihr schreiendes Pfeifen. Eine Weka beginnt mit ihrem „Gesang“ und alle übrigen Wekas der Umgebung fallen in den „Gesang“ mit ein.

Männchen haben feste Reviere, die sie auch heftig gegen Rivalen verteidigen, besonders während der Paarungszeit.

Ernährung

Die Wekaralle gilt als Allesfresser. Die Nahrung besteht dabei aus Sämereien, Früchten, Beeren, Blättern, Insekten, Larven und anderen Wirbeltieren, Vogeleiern. Auch kleine Wirbeltiere bis Rattengröße stehen hin und wieder auf dem Speiseplan. Manchmal geht die Wekaralle auch an die Küstenstrände und sammelt dort die an Land gespülten Meereskleinstlebewesen auf und verzehrt diese. Auch Aas verschmäht die Weka nicht.

Fortpflanzung

Die Brutzeit beginnt im September und reicht bis in den April. Wekas leben in einer monogamen Einehe, die in der Regel ein Leben lang hält. Paare die früh mit der Brut beginnen, ziehen häufig noch eine zweite Brut groß, selten sogar 3 oder 4 Bruten. Das Nest ist eine Bodenmulde unter einem Strauch, die mit Gras und Blättern ausgepolstert wird. Den Nestbau übernimmt das Männchen. Das Weibchen legt 3 bis 6 Eier und brütet diese am Tag, das Männchen in der Nacht etwa 27 Tage lang aus. An der Jungenaufzucht beteiligt sich dann auch das Männchen. Die Küken sind Nestflüchter und folgen ihren Eltern kurz nach dem Schlupf. Mit etwa 4 Wochen sind die Jungen dann selbständig, bleiben aber noch einige Monate bei den Eltern.

Verwandtschaft

Wekarallen gehören zur Familie der Rallenvögel (Rallidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Graukehl-Sumpfhühner (Aenigmatolimnas)
  • Einfarbrallen (Amaurolimnas)
  • Amaurornis
  • Anurolimnas
  • Aramides
  • Schnarchrallen (Aramidopsis)
  • Atlantisrallen (Atlantisia)
  • Canirallus
  • Coturnicops
  • Steppenrallen (Crecopsis)
  • Wachelkönige (Crex)
  • Kubarallen (Cyanolimnas)
  • Cuvier-Rallen (Dryolimnas)
  • Mangroverallen (Eulabeornis)
  • Blässhühner (Fulica)
  • Wasserhähne (Gallicrex)
  • Teichrallen, Teichhühner (Gallinula)
  • Gymnocrex
  • Trommelrallen (Habroptila)
  • Rotfußrallen (Himantornis)
  • Laterallus
  • Lewinia
  • Baumrallen (Megacrex)
  • Schomburgk-Rallen (Micropygia)
  • Neocrex
  • Nesoclopeus
  • Pardirallus
  • Purpurhühner (Porphyrio)
  • Porzana
  • Rallina
  • Rallen (Rallus)
  • Braunrallen (Rougetius)
  • Sarothrura

Systematik

Zur Gattung Gallirallus gehören auch die Arten:

  • Calayan-Ralle (Gallirallus calayanensis)
  • Bartralle (Gallirallus insignis)
  • Pelzralle, Neukaledonien-Waldralle (Gallirallus lafresnayanus)
  • Okinawaralle (Gallirallus okinawae)
  • Bindenralle (Gallirallus philippensis)
  • Rovianaralle (Gallirallus rovianae)
  • Sharpe-Ralle (Gallirallus sharpei)
  • Graubrustralle (Gallirallus striatus)
  • Waldralle, Lord-Howe-Waldralle (Gallirallus sylvestris)
  • Zebraralle (Gallirallus torquatus)

Status

Die Wekaralle gilt als potentiell gefährdet. Denn ihr Lebensraum wird durch Urbarmachung zerstört, es sterben zahlreiche Rallen im Straßenverkehr, eingeführte Säugetiere sind deren Feinde und Nahrungskonkurrenten, und auch ausgelegte Gift-Köder zur Regulierung der Beutelratten und Kaninchen werden diese Rallen zum Verhängnis. Am stärksten gefährdet sind die Wekarallen auf der Hauptinsel, sind dort sogar fast ausgestorben, auf den zahlreichen Nebeninseln sind sie weniger gefährdet. Daher gibt es diverse Auswilderungsprogramme, die zum Ziel haben, die Wekas auf weitere umliegende Inseln auszuwildern.

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Wekaralle: Merkmale und Besonderheiten
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Bildnachweise: phototrip.cz/Adobe Stock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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