Paarhufer: Infos und Fotos zu Alpaka und Co.

Zusammen mit den Unpaarhufern bilden die Paarhufer die Ordnung der Huftiere. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, unterscheiden sich die beiden Unterkategorien durch die Anzahl der Zehen voneinander: Unpaarhufer haben ein ungerade Anzahl an Zehen (1-3), Paarhufer eine gerade Anzahl (2 oder 4). Zu den Paarhufern zählt man Schweineartige, Flusspferde, Kamele und Wiederkäuer.

1. Der Körperbau der Paarhufer unterscheidet sich stark voneinander

Kamel in der WüsteWie die Aufzählung der verschiedenen Paarhufer zeigt, lässt sich die Gestalt der Tiere vor allem in zwei Gruppen einteilen: Die Schweineartigen und Flusspferde weisen einen kompakten, massigen und kräftigen Körper mit kurzen Beinen auf. Ihr Kopf ist groß und die Nase hat sich bei den Schweinen zu einem kurzen Rüssel verformt.

 

Kamele und Wiederkäuer, zu denen Hirsche, Rehe, Schafe, Ziegen und Rinder, aber auch Giraffen gehören, sind hochbeiniger und allgemein schlanker und wendiger. Der Hals ist deutlich länger und kann wie bei der Giraffe maßgeblich zur Größe der Tiere beitragen.

 

Schweine, und Wiederkäuer sind Beispiele für sogenannte Paarzehengänger, das Gesamtgewicht der Tiere ruht auf den zwei bis vier Zehen aus Horn. Kamele und Dromedare sind hingegen Schwielensohlengänger. Die Zehen sind hier nicht aus Horn, sondern aus elastischem Bindegewebe, welches vorne durch einen Nagel geschützt wird.

 

Einige Paarhufer tragen Hörner bzw. Schaufelgeweihe unterschiedlicher Länger und Stärke, um sich gegen Räuber zur Wehr zu setzen. Bei einigen Arten ist diese Waffe jedoch den Männchen vorbehalten, weshalb eine weitere Stärke der Paarhufer die schnelle Flucht mit hoher Geschwindigkeit ist. Zudem leben viele Paarhufer in großen Herden zusammen, wodurch die einzelnen Individuen vor Angreifern geschützt sind. Der Geruchs-, Gehör- und Gesichtssinn sind bei allen Paarhufern recht gut entwickelt.

 

Übrigens: Das Pferd und der Esel sind keine Paar- , sondern Unpaarhufer, da bei ihnen die einzelnen Zehen zu einem Huf verwachsen sind. Auch das Zebra gehört zu den Unpaarhufern, obwohl man dies bei der hohen Anzahl afrikanischer Paarhufer wie Antilopen und Gnus zunächst nicht vermuten würde.

2. Paarhufer sind zumeist Pflanzenfresser

Besonders die Familie der Wiederkäuer ernährt sich von schwer verdaulichen Pflanzen wie Gräsern, Rinden und Blättern, weshalb ihre Verdauung in mehreren Stufen erfolgt und viele Stunden dauert. Zunächst erreicht die zerkaute Nahrung die Vormägen (Pansen und Netzmagen), der dann bereits mit der Zersetzung der Fasern beginnt. Anschließend gelangt dieser vorverdaute Brei zurück in den Mund und wird erneut zerkaut. Erst dann erreicht der Speisebrei den “richtigen” Labmagen. Wiederkäuer besitzen oft keine vorderen Schneidezähne, sondern haben am Oberkiefer eine sogenannt Dentalplatte. Flusspferde haben zwar mehrere Mägen, käuen jedoch nicht wieder.

 

SchweinSchweineartige wie das Wild- und Hausschwein sind sogar Allesfresser, die neben pflanzlicher Kost auch tierische Produkte wie Insekten, Eier und sogar kleine Nagetiere nicht verschmähen.

 

Paarhufer bringen nach einer relativ langen Tragezeit (bei Giraffen sogar 15 Monate) oftmals nur ein Junges zur Welt, welches dann allerdings bereits einen sehr hohen Entwicklungsstand aufweist und nach wenigen Stunden oder Tagen der Gruppe folgen kann.

 

In unserem Lexikon finden Sie informative Beiträge zu Damhirsch, Lama und Co, die Ihnen die interessante Welt der Paarhufer näherbringen. Zudem können Sie mit Hilfe von vielen Fotos und Bildern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Tiere entdecken.

Giraffe: Der große Steppenbewohner im Portrait

Giraffe

Giraffe oder Steppengiraffe wissenschaftlicher Name: Giraffa camelopardalis. Die Giraffe gehört zur Familie der Giraffenartigen. (Linnaeus, 1758) Englisch: Giraffe Französisch: Girafe Dänisch: Giraf Finnisch: Kirahvi Niederländisch: Giraffe Norwegisch: Sjiraff Portugiesisch: Girafa Schwedisch: Giraff   Gattung: Giraffen (Giraffa) Familie: Giraffenartige (Giraffidae) Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia) Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla) Gruppe: Huftiere (Ungulata) Überordnung: Laurasiatheria Unterklasse: Höhere Säugetiere oder Plazentatiere (Eutheria) Klasse: Säugetiere […]