Langschnabeligel: Infos und Steckbriefe der Arten

wissenschaftlicher Name: Zaglossus. Langschnabeligel sind eine Gattung der Kloakentiere.

Infos zu den Langschnabeligeln:

  • Englisch: Long-beaked Spiny Ant-eater, Long-beaked Echidnas, Long-nosed Echidnas, Long-nosed Spiny Ant-eater, New-Guinea Long-nosed Echidnas
  • Französisch: Échidné à bec courbe, Echidné de Nouvelle-Guinée
  • Finnisch: Kärsänokkasiilit
  • Italienisch: Echidne della Nuova Guinea, Zaglossi
  • Niederländisch: Vachtmierenegel

 

  • Familie: Ameisenigel oder Schnabeligel (Tachyglossidae)
  • Ordnung: Kloakentiere (Monotremata)
  • Unterklasse: Eierlegende Säugetiere (Prototheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

STARK GEFÄHRDET!

Die Langschnabeligel erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 45-90 cm, eine Schulterhöhe von 40 cm, ein Gewicht von 5-12 kg und eine Höchstalter von bis zu 31 Jahren. Sie sind hochbeiniger als die Kurzschnabeligel. Der „Schnabel“ ist lang und leicht nach unten gebogen. Es sind kleine Ohrmuscheln vorhanden. Die Stacheln sind länger und weniger dicht als bei den Kurzschnabeligeln. Sie sind oben stumpf und machen den Eindruck von dicken, in der Haut eingesenkten Drahtstückchen, die oben mit der Kneifzange abgezwickt wurden. Die vierte und fünfte Hand- und Fußkrallen sind z.T. zurückgebildet. Über den ganzen Körper verteilt finden sich Schweißdrüsen. Der Geruchssinn ist ausgezeichnet entwickelt.

Es gibt Arten, die kaum Stacheln tragen oder nur kurze, die unter dem langen Rückenhaarkleid verborgen bleiben.

Verbreitung

Bewohnen dunkle, trockene Bergwälder in Neuguinea

Lebensweise

Langschnabeligel sind nachtaktiv und schlafen tagsüber im Wald in Löchern unter Baumstämmen oder in Felsspalten, können sich aber auch einfach im lockeren Boden eingraben.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Wirbellosen, überwiegend Regenwürmer, die in der lockeren Erde der trockenen Bergwälder reichlich vorhanden sind. Insekten werden selten gefressen. Die Nahrung wird mit der langen wurmförmigen Zunge aufgenommen, die auf der Oberseite im vorderen Drittel eine Längsvertiefung mit drei Reihen nach hinten gerichteter Hornzähne besitzt. Die Beute hackt in dieser Rinne fest und wird beim Hereinziehen der Zunge mit in den Mund befördert.

Fortpflanzung

Etwa einen Monat nach der Paarung legt das Weibchen ein etwa 17 mm großes Ei in seinen Brutbeutel, der während der Trächtigkeit am Unterbauch gebildet wird. Nach etwa 8 Tagen schlüpft das Junge und bleibt ca. 10 Tage im Beutel. In dem Brutbeutel befindet sich ein Milchfeld, von dessen Mich sich das Junge ernährt. Nach 10 Tagen im Beutel wird das Junge in einem Nest abgelegt und noch mehrere Wochen von der Mutter versorgt.

Verwandtschaft

Langschnabeligel gehören zur Familie der Ameisen- oder Schnabeligel (Tachyglossidae)
dazu gehört auch die Gattung:

  • Kurzschnabeligel (Tachyglossus)

Systematik

Zur Gattung der Langschnabeligel (Zaglossus) gehören die Arten:

  • Barton-Langschnabeligel (Zaglossus bartoni)
  • Bruijn-Langschnabeligel (Zaglossus bruijni)
  • Bubu-Langschnabeligel (Zaglossus bubuensis)
  • Zaglossus attenboroughi

Die Arten

Barton-Langschnabeligel (Zaglossus bartoni)
Englisch: Barton’s Echidna
Französisch: Échidné de Barton
erstmals 1907 durch Thomas erwähnt
Allgmeines: Kopf-Rumpf-Länge ca. 50-60 cm; Gewicht: ca. 10 kg; Stacheln kurz, weiß, von langen dunkelbraunen oder schwarzen Haaren überdeckt; Unterseite stachellos; Pelz wollig, aber oft sehr dünn; fünf Krallen.
Verbreitung: Indonesien, Papua-Neuguinea

Bruijn-Langschnabeligel (Zaglossus bruijni)
Englisch: Bruijn’s Echidna
Französisch: Échidné de Bruijn
Italienisch: Zaglosso di Bruijn
Schwedisch: Bartons myrpiggsvin, Långnäbbat myrpiggsvin
Spanisch: Echidnos narilargos, Equidna de Nueva Guinea
erstmals 1876 durch Peters & Doria erwähnt
Allgmeines: Kopf-Rumpf-Länge 45-90 cm; Gewicht ca. 5-12 kg; Stacheln kürzer als beim Barton-Langschnabeligel und so spärlich, dass die Haut zwischen ihnen meist überall sichtbar wird; Fell braun oder schwarz; auf der Unterseite fehlen Haare und Stacheln; drei bis vier Krallen.
Verbreitung: Westneuguinea und auf den Salawati-Inseln; bis ins zentrale Hochgebirge (trockene Bergwälder bis in 4000 m Höhe), selbst in felsigem Gelände anzutreffen. Ebenfalls Indonesien.
Unterart: Schwarzstacheliger Langschnabeligel (Zaglossus bruijni nigroaculeatus)
Allgemeines: sehr lange, dicke und hornschwarze Stacheln; ein spärliches wollig-borstiges Haarkleid
Verbreitung: Südwest-Neuguinea.
Status: Gefährdet!

Bubu-Langschnabeligel (Zaglossus bubuensis)
Englisch: Bubu-Echidna
Französisch: Échidné de Bubu
erstmals 1952 durch Laurie erwähnt
Allgemeines: Kopf-Rumpf-Länge bis zu 65 cm; Stacheln kurz, weiß, von braunem Rückenhaar nicht bedeckt; fünf Krallen.
Verbreitung: Bubu-Flussgebiet in Neuguinea.

Zaglossus attenboroughi
erstmals 1998 durch Flannery & Groves erwähnt
Verbreitung: Die einzige Art, die nicht in Neuguinea zu finden ist, sondern in Indonesien.

Status

Diese Tiere gelten als stark gefährdet.

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