Königslöffler: Merkmale und Lebensweise

Königslöffler

Königs- oder Schwarzschnabel-Löffler.
wissenschaftlicher Name: Platalea regia. Der Königslöffler gehört zur Familie der Ibisse und Löffler.

Gould, 1838

koenigsloeffler

Foto von einem Köngislöffler in den Catlins, in Otago auf der Südinsel in Neuseeland
© Copyright Bild / Foto: Koenigsloeffler
Rolf Hicker Fotografie

  • Englisch: Royal Spoonbill
  • Französisch: Spatule royale
  • Spanisch: Espátula real

 

  • Gattung: Platalea
  • Unterfamilie: Löffler (Plataleinae)
  • Familie: Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)
  • Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Der Königslöffler erreicht eine Gesamtlänge von 75 cm. Das Gefieder ist weiß. Die Beine, das Gesicht und der Schnabel, der zur Spitze hin löffelförmig ist, sind schwarz. Über den Augen befindet sich während der Brutzeit jeweils ein gelber Fleck. Die Beine sind lang, am Hinterkopf haben diese Vögel einen Federschopf. Beide Geschlechter haben dieselbe Färbung.

Verbreitung

Die Heimat reicht von Australien bis nach Neuguinea, Neuseeland und Indonesien. Hauptsächlich findet man den Königslöffler an den Gewässern Inneraustraliens und den Salzwasserlagunen Australiens. Bevorzugt werden dicht bewachsene Seen, Sümpfe, Flussdeltas und Lagunen.

Lebensweise

Königslöffler sind gesellige Vögel, die sich häufig auch mit anderen Löfflern und Ibissen vermischen. Sie waten einen Großteil des Tages durch das Wasser auf der Suche nach Nahrung.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus Fischen, Krustentieren, Fröschen und Insekten, die der Königslöffler im seichten Wasser durch Hin- und Herschwingen des Schnabels im Wasser erbeutet. Hin und wieder nimmt der Königslöffler auch Pflanzen als Zukost zu sich.

Fortpflanzung

Die Brutzeit reicht von Oktober bis Mai. Das Weibchen legt das Nest in Bäumen und Sträuchern mit über einer Wasserfläche ragenden Ästen an. Es wird in etwa 9 m Höhe aus kleinen Zweigen angelegt. Das Männchen hilft beim Nestbau, indem es diese kleinen Zweige herbeibringt. Dann legt das Weibchen 2 bis 4 weiße Eier mit braunen Flecken die von beiden Partnern abwechselnd etwa 24 Tage bebrütet werden. Die Jungen werden dann auch von beiden Elternteilen versorgt. Ihre Nahrung holen sie sich aus dem Kropf des Altvogels. Nach etwa 6 Wochen verlassen die Jungen dann das Nest und beginnen kurz darauf mit ihren Flugübungen.

Königslöffler sind sehr empfindliche Brüter, die schon bei der geringsten Störung ihr Gelege aufgeben.

Verwandtschaft

Königslöffler gehören zur Familie der Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Rosalöffler (Ajaia)
  • Borbonibis
  • Bostrychia
  • Langschwanzibisse (Cercibis)
  • Eudocimus
  • Geronticus
  • Schopfibisse (Lophotibis)
  • Cayenneibisse (Mesembrinibis)
  • Nipponibisse (Nipponia)
  • Mohrenibisse (Phimosus)
  • Plegadis
  • Pseudibis
  • Theristicus
  • Threskiornis

Systematik

Zur Gattung Platalea gehören die Arten:

  • Schmalschnabellöffler, Afrikanischer Löffler, Rosenfußlöffler (Platalea alba)
  • Platalea flavipes
  • Löffler, Löffelreiher (Platalea leucorodia)
  • Schwarzstirnlöffler, Schwarzgesichtlöffler (Platalea minor)

Status

Für den Königslöffler besteht keine unmittelbare Bedrohung.

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