Informationen über Beutelratten:
Die Tiere dieser Gattung sind maus- bis hauskatzengroß. Sie erreichen Kopf-Rumpf-Längen von 7 bis 45 cm und Schwanzlängen von 4 bis 45 cm. Der Kopf ist spitzschnauzig, rattenartig und hat lange Schnurrhaare. Die Ohren sind klein bis mittelgroß, unbehaart, manchmal zusammenfaltbar. Oftmals vorstehende Knopfaugen (in erster Linie bei den nachtaktiven Tieren). Der Schwanz ist oft mehr als körperlang, bei manchen Arten ist er an der Wurzel zu walzenförmigem Fettspeicher verdickt. Er ist nackt oder nur teilweise behaart, vielfach ist er zum Greifschwanz ausgebildet. An den Händen und Füßen befinden sich jeweils 5 Finger und Zehen. Bis auf die erste Zehe haben alle Zehen Krallen. Diese erste Zehe ist als Greifzehe den anderen Zehen entgegenstellbar. Das Fell kann glatt anliegend, wie bei den Zwergbeutelratten, wollig, wie bei den Wollbeutelratten oder mit langen, vereinzelt überstehenden Grannen, wie bei den Opossums sein. Die Färbung ist grau, gelb oder braun, vielfach mit dunkler Brillenzeichnung um die Augen. Dieser Augenringe sind bei den Schwimmbeutelratten breit, dunkel und quergebändert. Beutelratten haben im Schnitt bis zu 50 Zähne.
Bezüglich Beutel sind alle Übergänge vorhanden: von völliger Beutellosigkeit über Beutelandeutung durch zwei längsgerichtete Bauchfalten bis zu wohlausgebildeter Bruttasche mit Öffnung nach hinten, wie beim Schwimmbeutelratten, bei den anderen Arten, die einen Beutel haben, ist die Öffnung vorne. Bei den beutellosen Arten werden die Jungen als Bündel zwischen den Hinterbeine oder auf dem Rücken der Mutter mitgeschleppt. Die Weibchen haben 5 bis 27 Zitzen, die über Bauch und Brust verteilt sein können.
Bei ungünstigen Umweltbedingungen, wie Kälte oder Nahrungsmangel verfallen die meisten Arten in einen Ruhezustand, der dem Winterschlaf anderer Tiere ähnelt. In diesen Schlaf- und Starrezuständen sinkt die Körpertemperatur ab und die Anzahl der Atemzüge und Herzschläge nimmt ab.
Beutelratten sind wohl die erfolgreichste Beuteltiergruppe überhaupt. Sie können sich ändernden Lebensbedingungen anpassen und breiten sich stetig über den amerikanischen Kontinent aus. Das Höchstalter liegt bei 5-8 Jahren.
Die Beutelratten findet man in Süd-, Mittel- und Nordamerika. Die meisten Arten bewohnen die Büsche und Bäume der Wälder und Parklandschaften, aber auch in den Steppen und Halbwüsten kommen sie vor. Im Gebirge findet man sie bis in 4000 m Höhe. Durch den Menschen hat sich das Verbreitungsgebiet sogar erweitert. So bürgerte er einige Arten auf den Westindischen Inseln und Opossums auf Madagaskar, Neuseeland an der Küste Ostafrikas ein.
Einige Arten sind regelrechte Kulturfolger. Sie haben sich in ihrer Lebensweise der Umgebung des Menschen angepasst und konnten auf diese Weise neue Lebensräume erobern.
Die Feinde der Beutelratten sind Marderartige, Füchse, Luchse, Schlangen, Hunde, Katzen und der Mensch.
Die meisten Beutelratten sind Einzelgänger. Alle sind dämmerungs- oder nachtaktiv.
Wenn sich eine Beutelratte in die Enge getrieben sieht, dreht sie sich blitzschnell um und hält dem Angreifer laut zischend ihren weit aufgerissenen, vor spitzen Zähnen starrenden Rachen entgegen. Der Kiefer kann dabei über 90° weit geöffnet werden. Diese unerwartete Drohung schreckt den Angreifer häufig ab. Selbst junge, noch nicht einmal 5 cm lange Beutelratten zeigen dieses Drohverhalten.
Beutelratten gelten als Allesesser, wobei aber die tierische Kost überwiegt. Die kleineren Arten fressen überwiegend Insekten. Größere ernähren sich von Vögeln, kleinen Säugetieren, aber auch Früchten und Aas. Wenn es sich ergibt, plündern sich auch Nester und verzehren Eier und Junge. Einige Arten sind unerschrockene Räuber, die Tiere angreifen und überwältigen, die nicht viel kleiner sind als sie selbst.
Die Weibchen haben 5-27 Zitzen, sie sind mehrreihig oder ringförmig angelegt. Die Tiere dieser Familie sind sehr fruchtbar. Die Tragzeiten sind sehr kurz nur 12-13 Tage. Es werden pro Wurf viele Jungen geboren, teilweise mehr, als die Mutter Zitzen hat. Überleben tun meistens 4-11 Junge, sie werden etwa 70 Tage lang gesäugt, bleiben aber auch danach noch längere Zeit bei der Mutter. Geschlechtsreif werden sie dann mit 6-8 Monaten. Ein Weibchen kann 2-3 mal im Jahr trächtig werden.
Beutelratten gehören zur Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia)
dazu gehören auch die Familien:
Zur Familie der Beutelratten (Didelphidae) gehören 16 Gattungen:
Das Fell der Beutelratten wird für Kleidungsstücke verwendet, ihr Fleisch zum Füttern. Sie sollen recht schmerzunempfindlich sein, aus diesem Grunde werden sie häufig als Versuchstiere in Labors benutzt.
|
Wollbeutelratten wissenschaftlicher Name: Caluromys. Wollbeutelratten sind eine Gattung der Beuteltiere |
|
Zwergbeutelratten Zwergbeutelratten oder Mausopossums: wissenschaftliche Namen: Marmosa. Zwergbeutelratten sind Gattungen der Beuteltiere |
|
Vieraugenbeutelratten wissenschaftlicher Name: Philander. Vieraugenbeutelratten sind eine Gattung der Beuteltiere |
|
Schwarzschulterbeutelratte Schwarzschulter- oder Bindenwollbeutelratte: wissenschaftlicher Name: Caluromysiops irrupta . Die Schwarzschulterbeutelratte gehoert zur Familie der Beutelratten |
|
Schwimmbeutelratte Schwimmbeutelratte, Schwimmbeutler oder Yapok: wissenschaftlicher Name: Chironectes minimus. Die Schwimmbeutelratte gehoert zur Familie der Beutelratten |
|
Patagonienbeutelratte wissenschaftlicher Name: Lestodelphys halli. Die Patagonienbeutelratte gehoert zur Gattung der |
|
Nord Opossum wissenschaftlicher Name: Didelphis virginiana. Das Nord-Opossum gehoert zur Gattung der Opossums |
|
Dickschwanzbeutelratte wissenschaftlicher Name: Lutreolina crassicaudata. Die Dickschwanzbeutelratte gehoert zur Gattung der Dickschwanzbeutelratten. |
|
Buschschwanzbeutelratten wissenschaftlicher Name: Glironia. Buschschwanzbeutelratten sind eine Gattung der Beuteltiere. |
|
Nacktschwanzbeutelratte wissenschaftlicher Name: Metachirus nudicaudatus. Die Nacktschwanzbeutelratte gehoert zur Familie der Beutelratten. |
|
Referenzen |