Infos zu den Manteltieren
Ihren Namen tragen die Manteltiere von der zelluloseartigen Abscheidung ihrer Haut, dem "Mantel" aus Tunicin.
Die Größe schwankt zwischen wenigen Millimetern und bis zu ca. 10 cm. Im allgemeinen sind sie unansehnliche, sackförmige Wesen.
Die gallertigen oder durchsichtigen Manteltiere sind die nächsten Verwandten der Wirbeltiere i.w.S.. Körperbau und Entwicklung weisen auf recht enge Beziehungen zwischen den Manteltieren und Wirbeltieren hin. Allerdings haben die Manteltiere keine Organisation aus gleichartigen, hintereinanderliegenden Körperteilen, wie es an der Rumpfmuskulatur, Nerven und Wirbeln der Wirbeltiere zu sehen ist.
Das auffälligste Organ der Manteltiere ist der Kiemendarm. Die einzelnen Kiemenspalten werden im Laufe der Entwicklung noch weiter durch Balken unterteilt. Angestrudelte Nahrungsteilchen werden in der bauchseitigen Wimperrinne eingeschleimt, gelangen über die Kiemenbögen zu der rückwärtige Seite des Kiemendarms und werden hier als dünne, rotierende Schleimrolle wieder zum schleifenförmigen, verdauenden Teil des Darmes geleitet.
Es gibt keine Nieren- und Atmungsorgane. Als Nervensystem ist ein Gehirn mit wenigen Nervensträngen ausgebildet.
Das Blutgefäßsystem besteht aus einem bauchseitig gelegenem Herz. Von dem Herz geht ein Bauchgefäß ab. Von diesem Bauchgefäß führen Seitengefäße zum Kiemendarm und sammeln sich am Rückengefäß.
Die Manteltiere haben recht verschiedene Funktionsgestalten hervorgebracht. Sie haben aber alles die strudelnde Ernährungsweise und einen weitläufigen Kiemendarm gemeinsam. Es gibt tonnenförmige, freischwimmende Formen, die Salpen und es gibt eine festsitzende Gruppe, die oft kräftig gefärbten Seescheiden. Diese kann man manchmal nur an ihren Ein- und Ausströmöffnungen erkennen, weil der Mantel sehr stark von anderen Tieren, auch von Algen, besiedelt und dadurch getarnt wird.
Die Rückensaite, das typische Merkmal der Chordatiere, ist nur im Falle der Appendikularien noch bei den Erwachsenen vorhanden. Bei den übrigen Manteltieren geht die Rückensaite am Ende des Larven-Stadiums verloren, falls überhaupt ein Schwanz ausgebildet wird.
Sehr auffällig sind auch die komplizierten Fortpflanzungsverhältnisse mancher Manteltierklassen: Es kann ein Wechsel zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Generation vorkommen (Salpen).
Überhaupt ist die ungeschlechtliche Vermehrung weit verbreitet. Sie führt vielfach zu charakteristischen Kolonienbildungen, wenn die Tochtertiere beisammenbleiben. Die Salpen bilden Ketten, die >Feuerwalzen sind ausschließlich als Kolonien bekannt, und auch die Seescheiden entwickeln z.T. Stöcke oder Kolonien von typischer Form.
Zur Unterstamm der Manteltiere (Tunicata) gehören u.a. die Ordnungen:
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Salpen wissenschaftlicher Name: Thaliacea. Salpen sind eine Ordnung der Manteltiere |
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Seescheiden wissenschaftlicher Name: Ascidiacea. Seescheiden sind eine Ordnung der Manteltiere |
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Appendikularien wissenschaftlicher Name: Appendicularia. Appendikularien sind eine Klasse der Manteltiere. |
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Referenzen |