Infos zu den Nebengelenktieren
Nebengelenktiere sind recht urtümliche Säugetiere, die in Amerika leben. Das gemeinsame Merkmal ist nicht etwa die "Armut" an Zähnen, sondern das Vorhandensein von zusätzlichen Nebengelenken zwischen den letzten Brust- und den Lendenwirbeln. Diese Knochenelemente verstärken die Lenden und sind vor allem für Gürteltiere wichtig.
Diese Ordnung entstand vor etwa 60-70 Millionen Jahren. Seit dem haben sich die 3 Familien weit auseinander entwickelt.
Ameisenbären haben gar keine Zähne, Faultiere und Gürteltiere dagegen besitzen primitive, stiftartige Zähne als Backenzähne, die aus einfachen Zahnbeinpflöcken ohne Zahnschmelz bestehen. Diese Zähne haben keine Wurzeln und wachsen ständig nach. Echte Schneide- und Backenzähne fehlen auch ihnen.
Die Verbreitung erstreckt sich von Nordamerika (Kansas, Missouri) über Mittelamerika nach Südamerika (bis Patagonien). Die Gürteltiere stoßen am weitesten nach Norden vor.
Die Verteidigung gegen Feinde ist passiv und besteht in erster Linie aus Schutztarnung. Ameisenbären und gelegentlich auch Faultiere fliehen vor einem Angreifer, Gürteltiere bleiben meist einfach stehen und schlagen mit den Krallen. Faultiere können selbst schwerste Verletzungen überleben. Bisswunden und tiefe Narben entzünden sich selten und verheilen innerhalb weniger Wochen.
Die Nahrung besteht aus Insekten, Blättern oder aus pflanzlicher als auch tierischer Kost.
Nebengelenktiere gehören zur Unterklasse der Höhere Säugetiere (Eutheria)
dazu gehören auch die Ordnungen:
Zur Ordnung der Nebengelenktiere (Xenarthra) gehören die Familien: