Informationen Meeraale

Wissenschaftliche Informationen über Meeraale, einer Familie der Knochenfische
wissenschaftlicher Name: Congridae


Gill, 1861

Allgemeines

Zur Familie der Meeraale gehören etwa 160 Arten. Neben den Flussaalen sind die Meeraale die einzige einheimischen Aale. Der Meeraal hat, wie der Flussaal, einen von Rücken-, Schwanz- und Afterflosse gebildeten Flossensaum und paarige Brustflossen. Die Bauchflossen fehlen. Die Haut ist schuppenlos und ist auf der Oberseite grau bis bräunlichschwarz und auf der Bauchseite heller gefärbt. Die lange Schnauze sieht mit dem großen Maul und den spitzen Zähnen raubtierhafter aus als der Flussaal. Die Weibchen können bis 3 m lang und bis zu 60 kg schwer werden, die Männchen werden maximal 1,25 m lang.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des europäischen Meeraals (Conger conger) liegt in den südlichen Teilen des Atlantiks und reicht an der afrikanischen Westküste bis weit nach Süden. Im Norden soll der Meeraal bis zur Biskaya vorkommen. Allerdings sind auch vor Südnorwegen und an den Küsten der Färöer schon große Meeraale gefangen worden. Er lebt in einer Tiefe von 100 m. In der Ostsee kommen sie nicht vor. An der amerikanischen Küste kommt die kleine Art Conger oceanica vor. Weitere europäische Arten die vorwiegend im Mittelmeer vorkommen sind der nur bis 50 cm Balearen-Conger (Ophisoma balearicum) und der Dicklippen-Conger (Congermuraena mystax).

Lebensweise

Die Meeraale bleiben tagsüber im Gestein versteckt und kommen erst in der Nacht hervor, um zu jagen.

Ernährung

Die Nahrung der gefräßigen Meeraale besteht aus Tintenfischen, Krebsen und Fischen, wie Pollack, Lippfische, Seehecht und Seezunge. Die großen Weibchen verschlingen manchmal sogar ihre männlichen Artgenossen.

Fortpflanzung

Auch wenn der Fisch sein ganzes Leben im Meer verbringt, wandert er zur Fortpflanzung in bestimmte, in tiefen Wasserschichten um 1500 m gelegenen Laichgebiete. Allerdings liegen diese nicht so weit vom Verbreitungsgebiet entfernt, wie die vom Flussaal. Jedoch weiß man nicht genau, wo dieses Laichgebiet liegt. Die Meeraale sind mindestens 5 Jahre alt, wenn sie zu den Laichgebieten ziehen. Jedes Weibchen legt etwa 8 Millionen Eier, die halb so schwer werden können, wie der Mutterfisch selbst. Danach sterben die Fische. Die Meeraal-Larven haben eine Weidenblattform, allerdings werden sie mit 15 cm doppelt so groß wie die der Flussaale. Zum Laichen benötigen die Meeraale größere Meerestiefen. Bei der Art Ariosoma bowersi bildete sich im Aquarium beim Weibchen ein Kalkpfropfen im Eierleiter, der die Abgabe des Laiches verhindert. Vermutlich benötigen die Meeraale einen stärkeren Wasserdruck zum Laichen.

Systematik

Die Gesamtsystematik:


Zur Familie der Meeraale (Congridae) gehören die Unterfamilien:

  • Bathymyrinae mit etwa 35 Arten
  • Congeraale (Congrinae) mit etwa 91 Arten
  • Röhrenaale (Heterocongrinae) mit etwa 35 Arten

Verwandtschaft

Meeraale gehören zur Unterordnung der Meeraalverwandte (Congroidei)
dazu gehören auch die Familien:

  • Colocongridae
  • Langhalsaale (Derichthyidae)
  • Messerzahnaale (Muraenesocidae)
  • Entenschnabelaale (Nettastomatidae)
  • Schlangenaale (Ophichthidae)

In anderen Sprachen

  • Englisch: Congridae
  • Französisch: Congridae
  • Dänisch: Havålfamilien
  • Finnisch: Meriankeriaat
  • Niederländisch: Zeepalingen
  • Norwegisch: Havålfamilien
  • Schwedisch: Havsålar
  • Spanisch: Cóngridos


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