Infos zu den Meeraalen
Neben dem Flussaal ist der Meeraal der einzige einheimische Aal. Der Meeraal hat wie der Flussaal einen von Rücken-, Schwanz- und Afterflosse gebildeten Flossensaum und paarige Brustflossen. Die Bauchflossen fehlen. Die Haut ist schuppenlos und ist auf der Oberseite grau bis bräunlichschwarz und auf der Bauchseite heller gefärbt. Die lange Schnauze sieht mit dem großen Maul und den spitzen Zähnen raubtierhafter aus als der Flussaal. Die Weibchen können bis 3 m lang und bis zu 60 kg schwer werden, die Männchen werden maximal 1,25 m lang.
Das Verbreitungsgebiet des europäischen Meeraals (Conger conger) liegt in den südlichen Teilen des Atlantiks und reicht an der afrikanischen Westküste bis weit nach Süden. Im Norden soll der Meeraal bis zur Biskaya vorkommen. Allerdings sind auch vor Südnorwegen und an den Küsten der Färöer schon große Meeraale gefangen worden. Er lebt in einer Tiefe von 100 m. In der Ostsee kommen sie nicht vor. An der amerikanischen Küste kommt die kleine Art Conger oceanica vor. Weitere europäische Arten die vorwiegend im Mittelmeer vorkommen sind der nur bis 50 cm Balearen-Conger (Ophisoma balearicum) und der Dicklippen-Conger (Congermuraena mystax).
Die Meeraale bleiben tagsüber im Gestein versteckt und kommen erst in der Nacht hervor, um zu jagen.
Die Nahrung der gefräßigen Meeraale besteht aus Tintenfischen, Krebsen und Fischen, wie Pollack, Lippfische, Seehecht und Seezunge. Die großen Weibchen verschlingen manchmal sogar ihre männlichen Artgenossen.
Auch wenn der Fisch sein ganzes Leben im Meer verbringt, wandert er zur Fortpflanzung in bestimmte, in tiefen Wasserschichten um 1500 m gelegenen Laichgebiete. Allerdings liegen diese nicht so weit vom Verbreitungsgebiet entfernt, wie die vom Flussaal. Allerdings weiß man nicht genau, wo dieses Laichgebiet liegt. Die Meeraale sind mindestens 5 Jahre alt, wenn sie zu den Laichgebieten zählen. Jedes Weibchen legt etwa 8 Millionen Eier, die halb so schwer werden können, wie der Mutterfisch selbst.. Danach sterben die Fische. Auch die Meeraal-Larven haben eine Weidenblattform, allerdings werden sie mit 15 cm doppelt so groß wie die der Flussaale. Zum Laichen benötigen die Meeraale größere Meerestiefen. Bei der Art Ariosoma bowersi bildete sich im Aquarium beim Weibchen ein Kalkpfropfen im Eierleiter, der die Abgabe des Laiches verhindert. Vermutlich benötigen die Meeraale einen stärkeren Wasserdruck zum Laichen.
Meeraale gehören zur Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes)
dazu gehören auch die Familien der Aale:
Zur Familie der Meeraale (Congridae) gehören die Gattungen:
Eventuell gehören auch die Messerzahnaale hierher, die sich durch eine Reihe scharfer, großer Zähne längs des Gaumens auszeichnen. Mitunter fasst man diese 16 Arten auch als eigene Familie Muraenesocidae zusammen.