Informationen Aalartige

Wissenschaftliche Informationen und Bilder über Aalartige, einer Ordnung der Knochenfische.
wissenschaftlicher Name: Anguilliformes


Goodrich, 1909

Allgemeines

Zur Ordnung der Aalartigen gehören etwa 900 Arten. Die Aale haben eine lang gestreckte, schlangenähnliche Gestalt. Brustflossen sind bei diesen Knochenfischen zwar vorhanden, aber die dazugehörigen Stützknochen, die die Verbindung zum Schädel darstellen, sind verloren. Darum sitzen die Brustflossen oft weit hinter dem Kopf. Daher ist die Kiemenregion des Kopfes verlängert. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse, sind zu einem durchgehenden Flossensaum geworden. Die Bauchflossen sind zurückgebildet oder fehlen, z.B. bei den Muränen. Die meisten Aale haben keine Schuppen, die Haut ist nackt und schleimig. Der Schleim unterstützt die Hautatmung.

Die Aale haben bis zu 260 Wirbel. Einige Arten können sogar bis 600 Wirbel haben. Daher sind die Körper extrem biegbar. Durch die Schlangenform können die Aale Lebensräume einnehmen, die anderen Fischen nicht zugänglich sind.

Verbreitung

Die Aale kommen in allen Meeren, außer in den Polargebieten vor, überwiegend um Nordamerika, Europa, Ostafrika, Madagaskar, Südindien, Sri Lanka, Südostasien, Malaiischer Archipel, Nord- und Ostaustralien und Neuseeland.

Ernährung

Die meisten Aale leben räuberisch. Ihre Nahrung besteht aus Fische, Schnecken, Muscheln, Würmer und Krebstiere. Es gibt auch Aale, die sich in anderen Fischen einbohren und dort parasitisch leben.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung findet bei allen Aalen im Meer statt, auch die der Flussaale. Sie wandern zum Laichen ins Meer zurück. Die Larven der meisten Aale haben ein weidenblattähnliches Aussehen, weshalb diese auch Weidenblattlarven, oder auch Leptocephalus, genannt werden. Nach 1-3 Monaten verwandeln sich die Larven zum eigentlichen Jungaal. Diese werden auch Glasaale genannt, weil sie fast durchsichtig sind.

Systematik

Die Gesamtsystematik:


Zur Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes) gehören die Unterordnungen:


Familien

Unter anderen finden sich folgende Familien unter den Aalartigen:


Wichtigste Familien

Die Schnepfenaale (Familie Nemichthyidae) haben ein eigenartiges Aussehen. Der Ober- und Unterkiefer klaffen vorne auseinander. Der Körper ist sehr lang gestreckt. Sie leben in Tiefen unter 1000 m.

Die Wurmaale (Familie Moringuidae) graben sich mit dem Kopf voran in den Meeresgrund ein, die Schlangenaale (Familie Ophichthyidae) dagegen graben sich mit ihrer harten Schwanzspitze zuerst ein. Die Röhrenaale (Familie Heterocongridae) leben kolonieweise in selbstgebauten Röhren. Bei Gefahr ziehen sie sich blitzschnell zurück.

Bei der Familie der Grubenaale (Synaphobranchidae) haben die Larven Teleskopaugen, was auf eine sehr nahe Verwandtschaft hindeuten könnte.

Die Familie Aoteidae ist vermutlich schon ausgestorben. Es wurde bisher nur ein Exemplar, mit dem wissenschaftlichen Namen Aotea acus, im Magen eines Schnappers (ein Barschartiger) gefunden und dass bereits 1926. Dieses Tier konnte keiner bisher bekannten Art zugeordnet werden. Der Körper war gestreckt, schuppenlos, zylindrisch und hatte keine Flossen. Die Schnauze war spitz und hatte eine weite Maulöffnung. Das war bisher das einzige Exemplar dieser Art.

Verwandtschaft

Aalartige gehören zur Überordnungen Elopomorpha
dazu gehören auch die Ordnungen:

  • Grätenfischartige (Albuliformes)
  • Tarpunartige (Elopiformes)

In anderen Sprachen

  • Englisch: Eels
  • Französisch: Anguilliformes
  • Dänisch: Ålefisk
  • Finnisch: Ankeriaskalat
  • Italienisch: Anguilliformi
  • Niederländisch: Palingachtigen
  • Norwegisch: Ålefisker
  • Schwedisch: Ålartade fiskar


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foto Schwarzer Tiefseeaal Schwarzer Tiefseeaal
wissenschaftlicher Name: Cyema atrum. Der Schwarze Tiefseeaal gehoert zur Ordnung der Aalartigen
foto Schmarotzer Stumpfnasenaal Schmarotzer Stumpfnasenaal
Wissenschaftliche Informationen über den Schmarotzer-Stumpfnasenaal, ein Mitglied aus der Familie der Grubenaale, Knochenfische.
wissenschaftlicher Name: Simenchelys parasiticus
foto Echter Pelikanaal Echter Pelikanaal
wissenschaftlicher Name: Eurypharynx pelecanoides. Der Echte Pelikanaal gehoert zur Unterordnung der Pelikanaale
foto Gruene Muraene Gymnothorax Funebris Gruene Muraene Gymnothorax Funebris
Wissenschaftliche Informationen über die Grüne Muräne, ein Mitglied aus der Familie der Muränen, Knochenfische
wissenschaftlicher Name: Gymnothorax funebris
foto Echte Aale Oder Flussaale Echte Aale Oder Flussaale
Wissenschaftliche Informationen über Echte oder Flussaale, einer Familie der Knochenfische.
wissenschaftlicher Name: Anguillidae


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