Informationen Spitzmaeuse

wissenschaftlicher Name: Soricidae. Spitzmaeuse sind eine Familie der Insektenfresser


Infos zu den Spitzmäusen

  • Ordnung: Insekten- oder Kerbtierfresser (Insectivora)
  • Unterklasse: Echte oder Höhere Säuger (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Die Spitzmäuse sind sehr klein. Sie haben ein mäuseähnliches Erscheinungsbild. Die Nase ist lang und spitz, die Beine kurz und der Schwanz häufig sehr lang. Ohne diesen Schwanz haben die meisten Arten eine maximale Länge von 8 cm, meistens jedoch kürzer. Die kleinsten Säugetiere der Erde finden sich in der Familie der Spitzmäuse. Der Geruchssinn und das Gehör sind sehr gut entwickelt. Die Spitzmäuse schnüffeln unermüdlich in allen Ecken herum. Sie riechen und tasten sich wahrlich durch die Welt. Einige Arten geben sogar, wie die Fledermäuse, Ultraschalltöne ab, sie haben die Echolotorientierung auch für sich entdeckt. Die Augen sind nur schlecht entwickelt. Das Fell ist dicht und samtartig. Viele Arten haben Duftdrüsen, die einen penetranten Duftstoff ausscheiden, der sie wirksam vor Angreifern schützt.

Spitzmäuse werden nicht sehr alt. In freier Natur erreichen sie maximal 1 oder 1 1/2 Jahre. In Gefangenschaft erreichen sie maximal 4 Jahre.

Verbreitung

Spitzmäuse gibt es überall auf der Welt, mit Ausnahme von Australien, Ozeanien, in den Polargebieten und im größten Teil Südamerikas.

Verschiedene Spitzmausarten besiedeln unterschiedliche Lebensräume. Es gibt amphibische Formen und es gibt Arten, die in Wüstengebieten leben. Die meisten Arten jedoch leben in Feld und Wald. Dort verstecken sie sich unter Kräutern und niedrigem Gehölz.

Lebensweise

Die Spitzmäuse sind sehr lebhaft und ganzjährig aktiv. Die meisten Arten sind tagaktiv, es gibt aber auch einige nachtaktive Arten. Sie haben einen sehr guten Stoffwechsel und somit auch einen großen Nahrungsbedarf. Sie sind wahrscheinlich die gefräßigsten Räuber der Erde.

Die meisten Spitzmäuse sind Einzelgänger. Alle haben mehr oder weniger feste Reviere, die gegen Eindringlinge verteidigt werden. Wenn sich eine Spitzmaus in Gefahr befindet, stößt sie Angstschrei aus, einige Arten werfen sich dabei sogar auf den Rücken.

Ernährung

Spitzmäuse fressen hauptsächlich Insekten, Spinnen und andere Gliedertiere. Aber auch tote Tiere und pflanzliche Nahrung wird gefressen. Einige Arten fressen sogar Schnecken. Einige mutige kleine Räuber erlegen sogar kleinere Wirbeltiere.

Fortpflanzung

Ein- oder mehrmals im Jahr (je nach Art) bringen die Spitzmäuse 2-10 nackte und blinde Junge zur Welt. Nach 3-4 Wochen Tragzeit werden sie in einem weich ausgepolsterten Nest geboren. Bei unseren einheimischen Arten liegt die Fortpflanzungszeit im Vorsommer von Mai bis Juli, bei einigen Arten sogar bis in den Oktober oder November hinein.

Verwandtschaft

Spitzmäuse gehören zur Ordnung der Insektenfresser (Insectivora)
dazu gehören auch die Familien der Tanrekartigen:

  • Schlitzrüßler (Solenodontidae)
  • Tanreks oder Tenreks (Tenrecidae)
  • Otterspitzmäuse (Potamogalidae)

die Familie der Igelartigen:
  • Igel (Erinaceidae)

die Familie der Goldmullartigen:
  • Goldmulle (Chrysochloridae)

und die Familie der Spitzrüßlerartigen:
  • Maulwürfe (Talpidae)

Systematik

Zur Familie der Spitzmäuse (Soricidae) gehören die Unterfamilien:

  • Weißzahn- oder Wimperspitzmäuse (Crocidurinae)
  • Panzerspitzmäuse (Scutisoricinae)
  • Rotzahnspitzmäuse (Soricinae)

Unterfamilie der Weißzahnspitzmäuse

Die Unterfamilie der Weißzahn- oder Wimperspitzmäuse (Crocidurinae) ist die größte Unterfamilie mit etwa 200 Arten. Sie haben, im Gegensatz zu den Rotzahnspitzmäusen, Wimperborsten am Schwanz. Die meisten Arten fallen in die Gattung der Crocidura. Die Tiere dieser Gattung fressen soviel, das in etwa die Hälfte oder dreiviertel des Körpergewichtes entspricht. Die einheimischen Arten dieser Gattungen kommen allerdings nicht in Norddeutschland vor, oder sie sind ganz selten. Es gibt ein Verhalten, das es nur bei den Tieren dieser Gattung gibt. Die Jungen verlassen das Nest zum ersten Mal nach etwa 8 Tagen. Dabei beißt sich jedes Junge im Schwanz des Jungen vor sich fest. Die Mutter geht dabei voran und gleichzeitig auf Nahrungssuche.

Die Hausspitzmaus (Crocidura russula) ist eine von drei einheimischen Arten der Weißzahnspitzmäuse. Sie bevorzugt trockene Lebensräume. Sehr häufig findet man sie in der Nähe von menschlichen Behausungen, besonders im Winter. Im Sommer lebt sie dann in Reisighaufen oder Mäusebaue. Der Pelz ist auf der Oberseite graubraun und auf der Unterseite gelb bis braungrau. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 7-9 cm, die Schwanzlänge 3-4 cm und das Gewicht 7-18 g. Die Nahrung besteht aus Insekten, deren Larven, Würmer und kleine Wirbeltiere. Nach einer Tragzeit von etwa 31 Tagen, werden 3-10 nackte Junge zur Welt gebracht. Nach einer Woche fängt das Fell an zu wachsen. Nach 2 Wochen haben sie ein voll ausgebildetes Fell und können laufen und klettern. Etwa 26 Tage werden die Jungen gesäugt. Aber nach etwa 2 1/2 Wochen beginnen die Kleinen auch, alleine zu fressen.

Die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon), ebenfalls eine einheimische Art, ist auf der Ober- und Unterseite ziemliche einheitlich gefärbt. Größe und Gewicht sind identisch mit denen der Hausspitzmaus. Sie haben die gleiche Lebensweise wie die Hausspitzmaus.

Die ebenfalls einheimische Gartenspitzmaus (Crocidura suaveolens) ist etwas kleiner und erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 6-8 cm und erreicht ein Gewicht von nur 3-6 g. Auch ihre Lebensweise ist die gleiche, wie die der Hausspitzmaus.

Die Ceylon-Weißzahnspitzmaus (Crocidura miya) hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 5 bis 6,5 cm und eine Schwanzlänge von 4 bis 4,5 cm. Sie lebt in den feuchten und trockenen Wäldern und Savannen auf Sri Lanka. Sie hält sich am liebsten zwischen den verwesenden organischen Resten auf dem Waldboden auf. Dort findet sie wegen der Feuchtigkeit und Kühle zahlreiche Wirbellose. Hin und wieder frisst sie aber auch kleine Eidechsen und junge Vögel. Die Fortpflanzungszeit liegt zwischen März und November. Bis zu fünfmal bringt das Weibchen pro Wurf durchschnittlich 6 Junge zur Welt.

Die Wüstenspitzmäuse (Gattung Diplomesodon) beißen sich in den Nacken von Wüsteneidechsen fest, denen sie in den Rücken springen. Diese tödlichen Würger lassen sich überhaupt nicht abschütteln, die Eidechse kann sich noch so kräftig schütteln. Dann, wenn die Eidechse ermattet und bewegungslos liegen bleibt, wird sie fast komplett hastig verzehrt.

Die Gescheckte Wüstenspitzmaus (Diplomesodon pulchellus) lebt in den heißen Trockengebieten zwischen Wolga und Ural. Sie hat, ähnlich wie die Wasserspitzmaus, Borstensäume an den Füßen, damit sie im lockeren Sand besser vorwärts kommen.

Die Dickschwanzspitzmäuse (Gattung Suncus) sind Tiere, die eigentlich nur in Feld und Wald leben, so z.B. die Moschusspitzmaus (Suncus murinus). Die Dickschwanzspitzmaus (Suncus caerulea) ist wie unsere einheimische Hausspitzmaus ein Kulturfolger.

Die Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) ist das kleinste Säugetier der Erde. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 3 bis 3,5 cm, eine Schwanzlänge von 2,5 bis 3 cm und ein Gewicht von 1,5-2 g. Sie lebt in Südeuropa, Südasien und Afrika. Dort bevorzugt sie halbtrockene Grasländer, Busch und steinige Hänge. Die Nahrung besteht aus Insekten, z.B. Heuschrecken und Kakerlaken, und Spinnen, die fast genauso groß sind, wie die Etruskerspitzmaus selber.

Die Afrikanische Waldspitzmaus (Suncus varius) hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 6-11 cm und eine Schwanzlänge von 3 bis 5,5 cm. Sie lebt in Südafrika, dort bevorzugt sie feuchte Gebiete, Wald, Buschvegetation und Flussufer. Diese Spitzmaus sucht tagsüber vermutlich kleinere oder größere Löcher zum Schutz auf. Zum Schlafen und als Geburtskammer baut sie ein Nest aus abgenagten Grashalmen. Bis zu sechsmal im Jahr bringt das Weibchen 2-4 Junge zur Welt.

Die Himalaja-Spitzmäuse (Gattung Chimmarogale) sind wasserbewohnende Arten. Auch die Arten dieser Gattung haben wie die Wasserspitzmaus Borstensäume an den Fußrändern.

Die Gebirgsbachspitzmaus (Nectogale elegans) ist wie unsere einheimische Wasserspitzmaus hervorragend an das Wasserleben angepasst. Aber im Gegensatz zur Wasserspitzmaus hat die Gebirgsspitzmaus Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Die Stummelschwanzspitzmaus (Anourosorex squamipes) lebt fast so wie Maulwürfe in der Erde und ist in Südostasien beheimatet.

Die Gattung der Maulwurfsspitzmäuse (Surdisorex) lebt, wie der Name schon sagt, genau wie die Stummelschwanzspitzmaus, wie Maulwürfe unter der Erde. Alle Arten leben in Kenia.

Die Sri-Lanka-Spitzmaus (Podihik kura) lebt im Norden des mittleren Sri Lanka. Man vermutet, dass sie ein Wasserbewohner ist.

Die Kelaart-Langkrallenspitzmaus (Feroculus feroculus) lebt in den Gebirgswäldern Sri Lankas.

Die Pearson-Langkrallenspitzmaus (Solisorex pearsoni) ist im Gebirge von Sri Lanka zu finden.

Die Kongowimperspitzmaus (Paracrocidura schoutedeni) lebt in Kamerun.

Unterfamilie der Rotzahnspitzmäuse

Die zweite Unterfamilie sind die Rotzahnspitzmäuse (Soricinae).

Die meisten Arten der Gattung Sorex leben in Wald und Feld. Die Spitzmäuse dieser Gattung fressen an Gewicht täglich soviel, wie sie selber wiegen. Weibchen, die säugen, fressen sogar noch mehr. Diese Gattung scheint sich durch Ultraschall-Laute zu verständigen.

Die einheimische Waldspitzmaus (Sorex araneus) ist ohne Schwanz 6,5 bis 8,5 cm lang, der Schwanz 3,5 bis 5 cm. Der Pelz ist auf der Oberseite des Körpers braun bis dunkelbraun, auf der Unterseite grau. Die Waldspitzmaus lebt in feuchten Wäldern und Sumpfwiesen. Aber auch in trockenen Bereichen ist sie zu finden. Entweder besiedelt sie Mausbauten oder sie gräbt sich eigene Gänge unter Moos und Laub. Die Waldspitzmaus ist ein Einzelgänger und überwiegend dämmerungsaktiv. Aber auch am Tage kann sie häufig beobachtet werden. Ihre Nahrung besteht aus Regenwürmern und Insekten. Die Fortpflanzungszeit liegt zwischen April und Oktober. Drei- bis viermal im Jahr können, nach einer Tragzeit von 20 Tagen, 5-10 nackte Junge geboren werden. Ab dem 9. Lebenstag bekommen die Jungen ihre Haare. Erst nach 3 Wochen öffnen sich die Augen, kurz danach werden sie selbstständig und verlassen das Nest.

Die einheimische Alpenspitzmaus (Sorex alpinus) lebt überwiegend in den Gebirgen Europas. Sie kommt im Norden bis in den Harz vor. Der Pelz ist auf der Ober- und Unterseite gleichmäßig grauschwarz. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 6 bis 7,5 cm, der Schwanz ist noch mal so lang.

Die einheimische Zwergspitzmaus (Sorex minutus) ist ohne Schwanz nur 5 bis 6 cm lang, der Schwanz 3 bis 4,5 cm. Das Gewicht beträgt nur 3-6 g. Sie ist aber nicht die kleinste Spitzmaus. Der Pelz ist auf der Oberseite braun und auf der Unterseite grau. In ihrer Lebensweise ähnelt sie sehr der Waldspitzmaus. Allerdings ist die Zwergspitzmaus wesentlich seltener.

Die Langschwanzspitzmaus (Sorex dispar) lebt in den USA. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7,5 cm und eine Schwanzlänge von 6,5 cm. Das Gewicht beträgt 16 g. Der Pelz ist düster grauschwarz.

Die Amerikanische Maskenspitzmaus (Sorex cinereus) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 4,9 bis 9,5 cm und eine Schwanzlänge von 2,5 bis 8 cm. Sie lebt in feuchten Wäldern vom Norden Nordamerikas bis Neumexiko. Sie bewohnt Waldböden und gräbt ihre Höhlen selber oder übernimmt von anderen Tieren verlassene Höhlen. Sie sind tag- und nachtaktiv. Die Nahrung besteht aus Würmern und Schnecken, aber auch verschiedensten anderen wirbellose Tieren. Es werden maximal 10 Junge geboren. Nach ca. 1 Monat werden die Jungen zwar entwöhnt aber sie bleiben meistens noch einen weiteren Monat mit der Familie zusammen.

Die Sorex parva lebt in den Feuchtgebieten von Virginia.

Die Sorex ornatus hat sich an das Leben in den Gezeitensümpfen Kaliforniens angepasst.

Die Sorex cooperi lebt in Nordamerika und lebt fast ausschließlich unter der Erde.

Die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) ist unsere größte einheimische Art. Sie ist 6 bis 10 cm lang, der Schwanz ist 4,5 bis 7,5 cm lang. Sie erreicht ein Gewicht von 20 g. An der Unterseite des Schwanzes befindet sich ein Borstenkiel. Sie ist hervorragend an das Wasserleben angepasst. Statt Schwimmhäute, wie die Gebirgsbachspitzmaus, hat die Wasserspitzmaus Borstensäume an den Fußrändern. Diese unterstützen die Schwimmbewegungen. Der Pelz ist an der Oberseite schwarz, selten dunkelkastanienbraun, und samtig glänzend. Die Unterseite ist meistens silberweiß bis dunkelgrau, manchmal mit einem bräunlichen Anflug. Die Wasserspitzmaus lebt in der Nähe aller Gewässertypen. Ob nun an kleinen Gräben, großen Flüssen, reißenden Gebirgsbächen oder in stillen Teichen. Meistens übernimmt die Wasserspitzmaus einen verlassen Maulwurfsbau, der unmittelbar am Ufer liegt. Manchmal vertreibt sie sogar eine Mäusefamilie aus deren Behausung. Die Wasserspitzmaus erweitert die Baue dann noch durch einen Ausgang zum Wasser hin. Wenn die Wasserspitzmaus im Wasser ist, wird der Körper nicht nass, weil lange Schutzhaare des dichten Pelzes die Luft festhalten und somit das Durchdringen des Wassers verhindert wird. Die Nahrung besteht aus Insektenlarven, Flohkrebse und Gliederwürmer, die sie am Gewässerboden aufspürt. Auch Fisch- und Froschlaich frisst sie gern. Selten erlegt sie auch große Molche und Frösche, und sogar ausgewachsene Fische. An Land erbeutet die Wasserspitzmaus sogar Mäuse und unvorsichtige Vögel. Man kann diese Spitzmaus eigentlich rund um die Uhr und zu jeder Jahreszeit beobachten. Zwei- bis dreimal im Jahr können, nach einer Tragzeit von etwa 24 Tagen, 4-11 Junge geboren werden.

Bei der ebenfalls einheimischen Sumpfspitzmaus (Neomys anomalus) fehlt der Borstenkiel, der bei der Wasserspitzmaus erwähnt wurde. Sie ist auch etwas kleiner als die Wasserspitzmaus. Sie hat aber auch die Schwimmborsten an den Hinterfüßen. Sie ähnelt in der Lebensweise sehr der Wasserspitzmaus.

Die Große Wüstenspitzmaus (Notiosorex gigas) hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 8-9 cm und eine Schwanzlänge von 4-5 cm. Sie lebt in Fels- und Halbwüsten und trockenen Wäldern an der Westküsten Mexikos. Die Ohrmuscheln sind groß, das Gehör ist ausgezeichnet entwickelt. Die Große Wüstenspitzmaus ist nachtaktiv. Tagsüber hält sie sich in Felsspalten oder unter Steinen auf. Die Nahrung besteht aus Insekten und Würmern.

Die Graue Wüstenspitzmaus (Notiosorex crawfordi) lebt in den Wüstengebieten im Südwesten Nordamerikas.

Die Kurzschwanzspitzmaus (Blarina brevicaudata) lebt im Osten der USA. Sie gräbt flache Gänge oder erweitert unterirdische Höhlen. Der Pelz ist dunkelgrau. Die Ohren sind im Fell verborgen. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 7,5 bis 10,5 cm, die Schwanzlänge 1,5 bis 3 cm und das Gewicht bis 23 g. Sie ist sehr zahlreich und weit verbreitet. Zur Nahrungssuche geht sie häufig auf Bäume. Sie ernährt sich unter anderem von Blattwespen und andere Schädlinge. Drei- bis viermal pro Jahr werden, nach einer Tragzeit von 17-21 Tagen, bis zu 9 Junge geboren. Man nimmt an, dass sich die Kurzschwanzspitzmaus mit Ultraschall-Tönen verständigt.

Die Kleinohrspitzmaus (Cryptotis parva) scheint die einzige Art zu sein, die sozialer lebt als die anderen Verwandten.

Die Asiatische Kurzschwanzspitzmaus (Blarinella quadracticauda) lebt in den Gebirgswäldern Südchinas.

Unterfamilie der Panzerspitzmäuse

Die dritte Unterfamilie der Panzerspitzmäuse (Scutisoricinae) ist nur in Zentralafrika beheimatet und besteht aus nur einer Gattung, die Scutisorex und nur 2 Arten. Äußerlich sehen sie wie typische Spitzmäuse aus, aber ihr innerer Bau ist bemerkenswert. Sie haben eine außergewöhnliche Wirbelsäule. Sie besteht aus großen, kräftigen Wirbeln mit zahlreichen Gelenkflächen und ineinander verschränkten seitlichen Dornfortsätzen, die zum Körper und ins Körperinnere gerichtet sind. Durch diese außerordentliche Verstärkung kann die Wirbelsäule großem Druck standhalten. Angeblich soll sie das Gewicht eines Menschen aushalten, ohne einen Schaden davonzutragen.

Die Ugandapanzerspitzmaus (Scutisorex somereni) hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 12-15 cm und eine Schwanzlänge von 7 bis 9,5 cm. Sie lebt in den Waldgebieten von Uganda. Die Nahrung besteht wohl aus pflanzlicher Kost und aus wirbellosen Tieren.


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