Informationen Paarhufer

Paarhufer, Klauentiere, Spreizzeher oder Spalthufer: wissenschaftlicher Name: Artiodactyla. Paarhufer sind eine Ordnung der Echten Saeugetiere


Infos zu den Paarhufern

  • Unterklasse: Echte oder Höhere Säuger (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Die Paarhufer sind wichtig für das Gleichgewicht der Natur. Sie beeinflussen die Vegetation zweifach: durch Abweiden und durch Düngen. Durch Paarhufer können Landschaften ein charakteristisches Aussehen erhalten. In Afrika entstehen aus Trampelpfaden der Flusspferden in den Uferböschungen Erosionsschluchten von beträchtlichen Ausmaßen. Ohne die weidenden Huftiere würden sich viele Steppen in Wälder oder Buschlandschaften verwandeln.

Die wichtigsten Nutztiere der Menschen stammen aus der Ordnung der Paarhufer. Sie liefern uns Nahrung und Kleidung, können als Transportmittel und Arbeitshilfe eingesetzt werden, so z.B. Schwein, Rind, Schaf und Ziege.

Die Paarhufer haben ihren Namen vom Bau ihrer Gliedmaßen. Jeder Fuß tritt mit 2 gleich stark entwickelten Zehen auf. Diese beiden Zehen sind die ursprünglichen 3. und 4. Zehen der Füße. Diese beiden Zehen sind an den Endglieder durch eine Hornscheide geschützt, die Klaue. Daher auch der Name Klauentiere. Die beiden Klauen wirken wie ein gespaltener Huf, daher werde die Begriffe Spreizzeher und Spalthufer verwendet. Die Hornscheide ist mit den Nägeln, Krallen oder Hufen anderer Säugetiere zu vergleichen. Die Klauen haben einen harten Tragrand und eine weichere Sohle.

Zu den Klauen gesellen sich in vielen Fällen die Afterklauen. Das sind die 2. und 5. Zehen, deren Größe hinter der der Klauen zurückbleibt. Einige Tiere leben auf weichen oder lockeren Untergrund. Bei ihnen bilden die gespreizten Klauen zusammen mit den Afterklauen ein breite Sohlenfläche, die ein tiefes Einsinken verhindert. Auf hartem Untergrund stehen die Tiere auf den Zehenspitzen. Die Unterarmknochen (Elle und Speiche) sind miteinander verwachsen, genauso die Unterschenkelknochen (Schien- und Wadenbein), um das Glied zu festigen und auch leichter zu machen.

Man kann die Paarhufer in Stichworten wie folgt beschreiben: Hasen- bis giraffengroße Tiere verschiedener Gestalt mit Zahn- oder Stirnwaffen oder waffenlos. Kleine bis große Augen und Ohren. Schwanz kurz bis lang oder fehlend, nackt bis buschig-langhaarig. Haut nackt oder spärlich bis dicht, kurz oder lang behaart oder beborstet. 1. Zehe verschwunden, 2. und 5. entweder erheblich zurückgebildet oder ebenfalls ganz verschwunden., 3. und 4. gleichartig verstärkt und verlängert.

Verbreitung

Die Paarhufer haben sich über alle Kontinente ausgebreitet, außer Australien und der Antarktis. Sie besetzen alle Lebensräume: Gewässer und Gebirge, Wald und Parklandschaften, Prärie und Wüste.

Lebensweise

An Lebensweisen ist fast alles möglich: Tag- oder nachtaktive, einzelgängerische oder gesellige Alles- oder Pflanzenfresser.

Ernährung

Paarhufer sind überwiegend Pflanzenfresser. Es gibt aber auch Allesfresser und ganz wenige nehmen auch Kleintiere zu sich.

Fortpflanzung

Die Weibchen haben 2-4 Zitzen. Nach Tragzeiten zwischen 4 und 15 1/2 Monaten werden 1-12 Laufjunge geboren. Die Geschlechtsreife setzt mit 1/2-3 Jahren ein. Die Lebenserwartungen schwanken zwischen 8-30 Jahre.

Verwandtschaft

Paarhufer gehören zur Unterklasse der Höheren Säugetiere (Eutheria)
dazu gehören auch die Ordnungen:

  • Insekten- oder Kerbtierfresser (Insectivora)
  • Rüsselspringer (Macroscelidea)
  • Fledertiere (Chiroptera)
  • Riesengleiter (Dermoptera)
  • Spitzhörnchen (Scandentia)
  • Herrentiere oder Primaten (Primates)
  • Nebengelenktiere (Xenarthra)
  • Schuppentiere (Pholidota)
  • Nagetiere (Rodentia)
  • Raubtiere (Carnivora)
  • Hasentiere (Lagomorpha)
  • Waltiere (Cetacea)
  • Röhrenzähner (Tubulidentata)
  • Rüsseltiere (Proboscidea)
  • Seekühe (Sirenia)
  • Schliefer (Hyracoidea)
  • Unpaarhufer (Perissodactyla)

Systematik

Zur Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla) gehören die Unterordnungen:

  • Wiederkäuer (Ruminantia)
  • Schweineverwandte oder Nichtwiederkäuer (Suiformes)
  • Schwielensohler (Tylopoda)


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foto Saeugetier Wiederkaeuer Hausrind Bullen Saeugetier Wiederkaeuer Hausrind Bullen
wissenschaftlicher Name: Bos primigenius taurus. Das Hausrind ist eine Unterart vom Wildrind gehört zur Familie der Hornträger
foto Wildschwein Wildschwein
wissenschaftlicher Name: Sus scrofa. Das Wildschwein gehört zur Familie der Echten Schweine
foto Damhirsch Damhirsch
wissenschaftlicher Name: Dama dama. Der Damhirsch gehört zur Familie der Echten Hirsche
foto Wuestenwarzenschwein Wuestenwarzenschwein
wissenschaftlicher Name: Phacochoerus aethiopicus. Das Wüstenwarzenschwein gehört zur Familie der Echten Schweine
foto Springbock Springbock
wissenschaftlicher Name: Antidorcas marsupialis. Der Springbock gehört zur Unterfamilie der Gazellenartigen
foto Flusspferd Flusspferd
Fluss-, Nil- oder Großflusspferd
wissenschaftlicher Name: Hippopotamus amphibius. Das Flusspferd gehört zur Familie der Flusspferd
foto Dickhornschaf Dickhornschaf
wissenschaftlicher Name: Ovis canadensis. Das Dickhornschaf gehoert zur Gattung der Schafe
foto Rentier Rentier
Rentier, Ren oder Karibu
wissenschaftlicher Name: Rangifer tarandus. Das Rentier gehört zur Familie der Hirsche.
foto Amerikanischer Bison Amerikanischer Bison
Amerikanischer Bison oder Indianerbüffel
wissenschaftlicher Name: Bison bison. Der Amerikanische Bison gehört zur Familie der Hornträger
foto Elch Elch
Der Elch ist das Tier des Jahres 2007!
Elch, Elen oder Elend:
wissenschaftlicher Name: Alces alces. Der Elch gehört zur Familie der Hirsche
foto Huftier Schwarznasenimpala Huftier Schwarznasenimpala
Wissenschaftliche Informationen über die Schwarznasenimpala, eine Unterart aus der Familie der Hornträger.
wissenschaftlicher Name: Aepyceros melampus petersi
foto Mendesantilope Antilope Huftier Mendesantilope Antilope Huftier
Wissenschaftliche Informationen über die Mendesantilope, ein Mietglied aus der Familie der Hornträger.
foto Alpaka Pako Lama Huftier Saeugetier Alpaka Pako Lama Huftier Saeugetier
wissenschaftlicher Name: Lama pacos. Das Alpaka gehört zur Gattung der Lamas.
foto Wasserbueffel Wasserbueffel
Wasserbüffel, Arni oder Asiatischer Wasserbüffel
wissenschaftlicher Name: Bubalus bubalis / Bubalus arnee. Der Wasserbüffel gehört zur Familie der Hornträger
foto Chinesischer Muntjak Chinesischer Muntjak
auch Zwergmuntjak, Reeves Muntjak, Bellhirsch
wissenschaftlicher Name: Muntiacus reevesi. Der Chinesische Muntjak gehört zur Familie der Hirsche
foto Alpensteinbock Alpensteinbock
wissenschaftlicher Name: Capra ibex. Der Alpensteinbock gehört zur Gattung der Ziegen
foto Gaemse Gaemse
Gämse, Gemse
wissenschaftlicher Name: Rupicapra rupicapra. Der Gämse gehört zur Unterfamilie der Ziegenartigen
foto Watussi Rind Watussi Rind
Watussi- oder Ankolerind
wissenschaftlicher Name: Bos primigenius f. taurus. Das Watussi-Rind ist eine Hausrindrasse und gehört zur Familie der Hornträger
foto Pinselohrschwein Pinselohrschwein
Pinselohr- oder Flussschwein
wissenschaftlicher Name: Potamochoerus porcus. Der Pinselohrschwein gehört zur Familie der Echten Schweine
foto Dall Schaf Dall Schaf
Dall-Schaf, Dünnhornschaf oder Alaska-Schneeschaf
wissenschaftlicher Name: Ovis dalli. Das Dall-Schaf gehört zur Gattung der Schafe
foto Afrikanischer Bueffel Afrikanischer Bueffel
Afrikanischer oder Kaffernbüffel
wissenschaftlicher Name: Syncerus caffer. Der Afrikanische Büffel gehört zur Unterfamilie der Rinder
foto Wapiti Rothirsch Wapiti Rothirsch
Wapiti oder Rothirsch
wissenschaftlicher Name: Cervus elaphus. Der Wapiti gehört zur Gattung der Edelhirsche
foto Giraffe Giraffe
Giraffe oder Steppengiraffe
wissenschaftlicher Name: Giraffa camelopardalis. Die Giraffe gehört zur Familie der Giraffenartigen.
foto Gabelbock Gabelbock
Gabelbock, Gabelhornantilope oder Pronghorn
wissenschaftlicher Name: Antilocapra americana. Der Gabelbock gehört zur Familie der Gabelhornträger
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