Informationen Huepfmaeuse

Huepfmaeuse oder Streifenhuepfmaeuse: wissenschaftlicher Name: Zapodidae. Huepfmaeuse sind eine Familie der Nagetiere.


Infos zu den Hüpfmäusen

  • Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
  • Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Kennzeichnend für die Hüpfmäuse sind u.a. das Fehlen der Oberlippenspalte, die bei Mäusen sonst üblich ist, die teilweise schwach verlängerten Hinterbeine, als Anpassung an die hüpfende Lebensweise, und der lange Rundschwanz, der länger als der eigentliche Körper ist. Die Vorderbeine sind zwar verkürzt, aber nicht so extrem wie bei den Springmäuse oder Springnagern. Die Hüpfmäuse erreichen Kopf-Rumpf-Längen zwischen 5 und 10 cm.

Verbreitung

Hüpfmäuse leben in Steppen, Wiesen, Buschlandschaften und Wäldern in Nordamerika, Osteuropa und Ostasien.

Lebensweise

Hüpfmäuse halten einen Winterschlaf.

Verwandtschaft

Hüpfmäuse gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia)
dazu gehören auch die Familien der Meerschweinchenverwandten:

  • Chinchillaratten (Abrocomidae)
  • Pakas (Agoutidae)
  • Sandgräber (Bathyergidae)
  • Baum- und Ferkelratten (Capromyidae)
  • Meerschweinchen (Caviidae)
  • Chinchillas und Viscachas (Chinchillidae)
  • Kammfinger oder Gundis (Ctenodactylidae)
  • Kammratten oder Tukotukos (Ctenomyidae)
  • Agutis und Acouchis (Dasyproctidae)
  • Pakaranas (Dinomyidae)
  • Stachelratten (Echimyidae)
  • Baumstachler (Erethizontidae)
  • Riesennager, Wasserschweine oder Capybaras (Hydrochoeridae)
  • Nutrias (Myocastoridae)
  • Degus oder Trugratten (Octodontidae)
  • Felsenratten (Petromuridae)
  • Rohrratten (Thryonomyidae)

die Familien der Stachelschweinverwandten:
  • Stachelschweine (Hystricidae)

auch die Familien der Mäuseverwandten:
  • Wühler (Cricetidae)
  • Springmäuse oder Springnager (Dipodidae)
  • Bilche (Gliridae)
  • Langschwanzmäuse (Muridae)
  • Stachelbilche (Platacanthomyidae)
  • Wurzelratten (Rhizomyidae)
  • Salzkrautbilche (Seleviniidae)
  • Blindmäuse (Spalacidae)

und die Familien der Hörnchenverwandten:
  • Dornschwanzhörnchen (Anomaluridae)
  • Stummelschwanzhörnchen (Aplodontidae)
  • Biber (Castoridae)
  • Taschennager oder Taschenratten (Geomyidae)
  • Taschenmäuse (Heteromyidae)
  • Springhasen (Pedetidae)
  • Hörnchen (Sciuridae)

Systematik

Zur Familie der Hüpfmäuse (Balaenoptera) gehören die Unterfamilien:

  • Streifenhüpfmäuse (Sicistinae)
  • Eigentliche Hüpfmäuse (Zapodinae)

Eigentliche Hüpfmäuse

Die Unterfamilie der Eigentliche Hüpfmäuse (Zapodinae) besteht aus 3 Gattungen. Die Gattung Eozapus lebt in Ostasien.

Die Gattung der Feldhüpfmäuse (Zapus) lebt in Nordamerika. Die Feldhüpfmäuse bevorzugen feuchtere Lebensräume. Sie sind nachtaktiv und können sehr gut klettern und schwimmen. Ausschließlich auf den Hinterbeinen hüpfen sie nur, wenn sie auf der Flucht sind, ansonsten gehen sie auf allen vieren. Wenn sie hüpfen, erreichen sie Sprungweiten von über 2 m. Ihre Nester bauen sie im Sommer im Gras oder am Fuß von Bäumen. Sie bestehen aus Gras und Blättern. Im Winter werden die Nester auf Hügel oder Erdwällen gebaut oder sie graben sich einen Bau. Die Nahrung besteht aus Samen, Früchten und Kleintieren. Für den langen Winterschlaf legen die Feldhüpfmäuse ein Fettdepot an der Schwanzwurzel an. Zwei- bis dreimal bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von ca. 18 Tagen 4-5 Junge zur Welt. Die Wiesenhüpfmaus (Zapus hudsonius) ist am weitesten verbreitet. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7-8 cm und eine Schwanzlänge von 10-15 cm.

Die Gattung Napaeozapus lebt ebenfalls in Nordamerika. Die Lebensweise der Waldhüpfmaus (Napaeozapus insignis) ist der der Feldhüpfmäuse sehr ähnlich.

Streifenhüpfmäuse

Die Unterfamilie der Streifenhüpfmäuse (Sicistinae), die nur aus einer Gattung besteht, der eigentlichen Streifenhüpfmäuse (Sicista), lebt in Osteuropa und Asien.

Die bekannteste Art ist die Streifenhüpfmaus, Birkenmaus oder Waldbirkenmaus (Sicista betulina), die die einzige Art der Springmausartigen, die in Nord- und Mitteleuropa, sowie in Ostsibirien lebt. Sie ist auch bei uns in Deutschland heimisch. Die Birkenmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 5-7 cm, eine Schwanzlänge von 8-10 cm und ein Gewicht von 5-11 g. Die Oberseite des Körpers ist gelbgrau mit schwärzlicher Strichelung und einem Aalstrich (dunkler Streifen), die Unterseite ist hellgrau. Ihr bevorzugter Lebensraum ist sumpfiges, deckungsreiches Gelände. Sie lebt in Mooren und Feuchtwiesen, aber auch in Wäldern, wobei sie im Süden eher in Laubwäldern und im Norden eher in Nadelwäldern zu finden ist. Sie lebt auch im Gebirge bis zu einer Höhe von 2000 m. Die Birkenmaus ist nachtaktiv und lebt am Boden, klettert aber viel im Gebüsch umher. Ihre Gänge legt sie flach unterm Boden oder und Falllaub an. Das Nest aber wird oberirdisch in Gras, Moos oder Baumstümpfen errichtet und ist klein und kugelförmig. Für ihren Winterschlaf wühlt sich die Birkenmaus eine Erdhöhle. Während des Winterschlafes, der von Oktober bis April anhält, zehrt sie von ihren Fettvorräten. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen der verschiedensten Gräser, aber sie frisst auch Beeren, Früchte und Insekten und deren Larven. Die Paarungszeit im ist Mai und Juni. Nach einer Tragzeit von 4-5 Wochen bringt das Weibchen 2-6 Junge zur Welt. Sie entwickeln sich sehr langsam und öffnen erst nach 25 Tagen ihre Augen. Gesäugt werden sie 5 Wochen lang.

Die Steppenbirkenmaus (Sicista subtilis) hat einen ganz anderen Lebensraum als die Birkenmaus. Sie ist ein ausgesprochener Steppenbewohner und lebt in den Ebenen vom Burgenland in Österreich, Ungarn, Rumänien und ganz Südrussland. Sie unterscheidet sich von der Birkenmaus durch eine höheres Körpergewicht und einen kürzeren Schwanz. Außerdem ist bei ihr der Aalstrich an beiden Seiten gelb gesäumt. Sie legt auch ihr Sommernest unterirdisch an. Auch sie hält einen Winterschlaf.


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