Informationen über Blindmäuse:
Die Arten der Blindmäuse ähneln sich sehr. Kopf und Rumpf sind walzenförmig und somit dem unterirdischen Leben hervorragend angepasst. Die weit zurückgebildeten Augen sind funktionslos und vom samtartigen Fell komplett überwachsen. Auf der Kopfseite befindet sich ein Streifen aus Borstenhaaren, der als sensibles Tastorgan dient. Die Ohren sind klein und äußerlich nicht sichtbar, ebenso der Schwanz. Die Nagezähne sind sehr groß und werden bei der Wühlarbeit mit eingesetzt. Die Grabnägel sind nur kurz. Blindmäuse erreichen eine Körperlänge von 15-30 cm und ein Gewicht von 130-500 g.
Blindmäuse findet man von Ungarn bis Turkestan und Nordostafrika.
Blindmäuse sind nachtaktiv und ungesellig. Der Aushub der unterirdischen, bis zu 2 m tiefen, Bauten wird am Ausgang aufgehäuft, ähnlich wie bei unserem Maulwurf. In den Bauten befinden sich mehrere Vorrats- und ausgepolsterte Nestkammern.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Wurzeln, Zwiebeln und Knollen.
Das Weibchen bringt am Frühlingsanfang nach einer Tragzeit von ca. 4 Wochen 2-4 Junge zur Welt.
Blindmäuse gehören zur Unterordnung der Mäuseverwandte (Myomorpha)
dazu gehören auch die Familien:
Zur Gattung der Blindmäuse (Spalacidae) gehört nur eine Gattung, Spalax.
Die Westblindmaus (Spalax leucodon) lebt im Gras- und Ackerland von Südosteuropa und Libyen. Die Oberseite des Körpers ist gelbbraun und die Unterseite grauschwarz. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von ca. 15-30 cm, eine Schwanzlänge von 2,5 cm und ein Gewicht von 220 g.