Informationen Hauskatze

wissenschaftlicher Name: Felis catus. Die Hauskatze gehört zur Unterfamilie der Kleinkatzen

Linnaeus, 1758

  • Englisch: Cat, Domestic Cat, House Cat
  • Französisch: Chat, Chat domestique
  • Dänisch: Kat, Huskat
  • Finnisch: Kissa, Kesykissa, Kotikissa
  • Isländisch: Köttur
  • Italienisch: Gatto, Gatto domestico
  • Niederländisch: Kat, Huiskat
  • Norwegisch: Tamkatten, Huskatt, Pusekatt, Kattepus, Katt, Pus
  • Portugiesisch: Gato doméstico
  • Schwedisch: Katt, Tamkatt, Huskatt
  • Spanisch: Gato, Gato doméstico

  • Gattung: Altwelt-Wildkatzen (Felis)
  • Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)
  • Familie: Katzen (Felidae)
  • Überfamilie: Katzenartige...

    bild Hauskatze
    Foto von einer Hauskatze in der Memorial Church, Bay of Fundy, Neuschottland, Kanada

    © Copyright Bild / Foto: Hauskatze
    Rolf Hicker Photography
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    Tiere: Katzen: Hauskatze


    ... (Cynofelidae)

  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere oder Plazentatiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Die Hauskatze stammt ursprünglich von der nordafrikanischen Wild- oder Falbkatze ab und wird bereits seit knapp 10.000 Jahren von den Menschen als Haustier gehalten. Die ersten domestizierten Formen entstanden allerdings erst vor etwa 3.500 Jahren im Alten Ägypten. Die Hauskatze erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von durchschnittlich 50 cm, eine Schwanzlänge von 25 bis 30 cm, eine Schulterhöhe von 30 bis 35 cm und ein Gewicht von durchschnittlich 4 kg. In der Regel sind die Kater etwas größer als die Kätzin. Das Fell ist meistens kurz. Aber die Größen und die Fellbeschaffenheiten variieren je nach Rasse. Denn durch Züchtungen ist eine große Vielzahl an Rassen entstanden. Zurzeit gibt es 88 anerkannte Rassen. Darunter gibt es Langhaar-Rassen (wie z.B. Perser), Semi-/Halblanghaar-Rassen (wie z.B. Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Türkisch Angora oder Heilige Birma) und die Kurzhaar-Rassen (wie z.B. Britisch Kurzhaar, Siam, Europäisch Kurzhaar oder Orientalisch Kurzhaar). Bei den Rassekatzen gibt es auch durchaus Rassen, bei denen ein Kater um die 10 kg schwer werden kann. Dabei ist der Kater trotzdem schlank, da er dann auch entsprechend groß ist. Denn in der Regel hat die Hauskatze einen schlanken Körperbau mit einem rundlichen Kopf. An den Pfoten befinden sich Krallen, die sich einziehen lassen. Der Schwanz ist nicht so buschig wie bei einer Wildkatze. An Farben ist bei der Hauskatze fast alles möglich. Es gibt weiße, cremefarbene, rote, blaue (sieht grau aus), rotbraune und schwarze Varianten. Es gibt zweifarbige Katzen, entweder eine der Grundfarben mit weiß oder creme/blau oder rot/schwarz (die letzten beiden Varianten gibt es nur bei den weiblichen Tieren). Auch dreifarbige Katzen gibt es, allerdings in der Regel auch nur bei den weiblichen Katzen. Dieser drei Farben sind dann creme/blau/weiß oder rot/schwarz/weiß. Falls ein Kater diese Färbung aufweist, ist er zu 99 % zeugungsunfähig. Dieses hat mit der Genetik zu tun. Im Winter wird das Fell dicker.

Die Hauskatzen haben exzellente Augen, die allerdings sehr lichtempfindlich sind, aber dafür in der Dunkelheit mithilfe von Restlich hervorragend sehen können. Bei Tageslicht schützt sich das Auge vor der Helligkeit dadurch, dass sich die Pupille zu einem schmalen, senkrechten Schlitz verengt. Je dunkler es wird, desto weiter öffnen sich die Pupillen. Nachts sind die Pupillen kreisrund und sind so in der Lage das noch so geringste Licht einzufangen. Eine wichtige Orientierungshilfe, nicht nur in der Nacht, für die Hauskatze sind ihre Schnurrhaare. Auch das Gehör ist hervorragend ausgebildet, da ja die Katze eigentlich ein nachtaktives Tier ist und auch nachts auf die Jagd geht.

Auch wenn die Hauskatze in der Regel sanftmütig und friedlich ist, so ist sie immer noch ein Raubtier und hat auch ein entsprechendes Gebiss. Das bleibende Gebiss besteht aus 30 Zähnen. Die dolchartigen Eckzähne, die Fang- oder Reißzähne können bösartige Verletzungen verursachen.

Die Hauskatze hat bei guter Pflege eine Lebenserwartung von 15 bis 18 Jahre.

Verbreitung

Hauskatzen sind inzwischen auf der ganzen Welt zu finden.

Lebensweise

Ein Irrglaube sagt, dass Hauskatzen Einzelgänger sind. An dem ist nicht so. Hauskatzen lieben in der Regel Gesellschaft. Am liebsten hängen sie sich natürlich gerne an "ihren" Menschen, sie sind aber auch für kätzische Gesellschaft sehr dankbar. Denn da die Hauskatze, die nur in der Wohnung gehalten wird ihren Jagdtrieb nicht ausleben kann, sollte sie schon viel zum Spielen animiert werden. Und das geht wirklich am besten mit einem Artgenossen als Spielkameraden. Sicherlich gibt es auch Einzelgänger, das entscheidet sich meistens in der frühen Jugendentwicklung, wie zu der Zeit das Umfeld aussieht. Erstaunlich ist, dass sich Katzen durchaus auch mit Hunden und sogar als Haustiere gehaltenen Nagetieren anfreunden können.

Ernährung

Die eigentliche Nahrung der Katzen sind Kleinsäuger und Vögel. Das können die Menschen den Katzen natürlich nicht füttern. Daher erhalten sie von uns Menschen Feucht- oder Trockenfutter, das es bereits fertig zubereitet in den verschiedensten Qualitäten zu kaufen gibt. Es gibt auch diverse Menschen, die Ihren Pfleglingen durchaus auch das Katzenfutter selber zubereiten. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein hoher Fleischanteil, möglichst wenig, besser sogar gar kein Getreide und kein Zucker im Futter zu finden ist. Auch sollten keine Knochen im Futter sein. Freigänger können ihren Jagdtrieb weiter nachkommen und kommen immer wieder mit Mäusen, Vögeln, Maulwürfen und anderen Beutetieren nach Hause.

Hin und wieder nimmt die Katze auch sehr gerne Gras zu sich. Dieses ist sehr hilfreich bei der Magensäuberung. Denn durch die tägliche Fellpflege gelangt immer totes Haar mit im Magen, das nicht immer über den Darm mit ausgeschieden wird. Und das Gras wirkt dann wie ein Brechmittel, sodass die Katze die verfestigten Haarballen aus dem Magen hervorwürgen kann.

In punkto Ernährung gibt es auch einen Irrglauben. So glauben noch viele Menschen, dass die Katzen zum Trinken Milch bekommen sollen. Die handelsübliche Milch enthält zu viel Laktose, die bei den Katzen Durchfall verursacht. Hauskatzen sollten in der Regel Wasser zum Trinken bekommen. Hin und wieder mal ein Schälchen Milch wird gerne als Leckerli genommen. Aber dafür gibt es spezielle Katzenmilch zu kaufen.

Fortpflanzung

Eine Kätzin wird mehrmals im Jahr rollig. Während dieser Zeit ist sie 5 bis 6 Tage empfängnisbereit. Sie läuft unruhig umher, reibt sich verstärkt an Gegenständen, ist sehr verschmust, ruft recht laut und rollt sich auf dem Boden hin und her (daher der Begriff "Rolligkeit"). Sie beleckt sehr häufig ihren Genitalbereich und legt sich flach mit dem Bauch auf den Boden und streckt dem Kater einladend ihr Hinterteil hoch und entgegen. Wird die Kätzin nicht gedeckt, wiederholt sich das Spiel etwa 3 Wochen später. Kater sind das ganze Jahr über paarungsbereit.

Wenn eine Kätzin erfolgreich gedeckt wurde, dann bringt sie nach einer Tragzeit von 63 bis 65 Tagen bis zu 8 blinde und taube Welpen (auch bei Katzen heißen die Kleinen Welpen) mit jeweils einem Gewicht um die 100 g zur Welt. Die Aufzucht übernimmt alleine die Mutter. Im Normalfall sind Kätzinnen hervorragende Mütter, die sich aufopferungsvoll um ihren Wurf kümmern. Nach 6 bis 10 Tagen öffnen die Welpen ihre Augen und die Ohren richten sich auf. Die meiste Zeit verbringen die Kleinen mit Schlafen. Ab 3 Wochen beginnen sie, ihre Umgebung zu erkunden. Mit etwa einem Monat beginnen sie, sich selber zu putzen und mit Gegenständen zu spielen. Jetzt beginnen sie auch, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Mit 3 Monaten werden die Jungen entwöhnt und fressen nur noch feste Nahrung. Ihr Milchgebiss verlieren sie mit 5 Monaten und mit 6 Monaten sind sie dann vollkommen selbständig.

Hauskatzen werden mit etwa 6 bis 10 Monaten geschlechtsreif.

Verwandtschaft

Hauskatzen gehören zur Familie der Katzen (Felidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Geparde (Acinonyx)
  • Karakale (Caracal)
  • Asiatische Goldkatzen (Catopuma)
  • Wieselkatzen (Herpailurus)
  • Pardelkatzen (Leopardus)
  • Servale (Leptailurus)
  • Luchse (Lynx)
  • Nebelparder (Neofelis)
  • Oncifelis
  • Bergkatzen (Oreailurus)
  • Manule (Otocolobus)
  • Panthera
  • Marmorkatzen (Pardofelis)
  • Altkatzen (Prionailurus)
  • Afrikanische Goldkatzen (Profelis)
  • Pumas (Puma)
  • Schneeleoparden (Uncia)

Systematik

Zur Gattung der Altwelt-Wildkatzen (Felis) gehören auch die Arten:

  • Graukatze (Felis bieti)
  • Rohrkatze (Felis chaus)
  • Sandkatze (Felis margarita)
  • Schwarzfußkatze (Felis nigripes)
  • Wildkatze (Felis silvestris)

Status

Die Hauskatzen sind weltweit verbreitet und gehören zu den beliebtesten Haustieren. Somit besteht für die Samtpfoten keine Bedrohung.



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Bilder / Foto Name: cdn_k3s28482 - Hauskatze
Fotograf / Bildquelle: Rolf Hicker Photography



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