Infos zu den Felskängurus
Die Tiere dieser Gattung erreichen Kopf-Rumpf-Längen von 30,6 bis 65 cm, Schwanzlängen von 26,4 bis 70 cm, Standhöhen von 35 bis 60 cm und Gewichte von 960-8000 g.
Der Schwanz ist in kennzeichnender Weise gekrümmt wie ein S, wird beim Hüpfen aber als Balancierstange steif abgestreckt. Die Arme werden besonders bei Erregung, sowie bei jüngeren Tieren, vorgestreckt, etwa wie bei einem Ringer, der sich dem Gegner nähert. Die Hinterfüße sind kurz, breit und mit sehr stark gekörnten Sohlen versehen. Ebenfalls kurz gekrümmt ist die Kralle der 4. Zehe. Zwischen den Zehen befinden sich Drüsen, mit denen die Tiere wohl ihre Wechsel (Pfade) markieren.
Sie sind sehr geschickt im felsigem Gelände. Wegen ihrer Schnelligkeit und Gewandtheit nennt man sie auch die "Gemsen Australiens".
Die Lebenserwartung liegt bei bis zu 14 Jahren und 5 Monaten.
Felskängurus bevorzugen Geröllhalden und Steilabhänge in den Trockengebieten Australiens und Tasmaniens.
Die Feinde sind Adler und eingeführte Raubtiere.
In den Regel leben diese Tiere in Kolonien von 10 bis 100 Individuen, oft kilometerweit von der nächsten Kolonie entfernt. Unter den Männchen gibt es innerhalb einer Kolonie eine strenge Rangordnung. Nur die größten und stärksten Tiere haben Zugang zu den zentralen Teil der Kolonie. In diesem Teil liegen die meisten Höhlen, in denen die Weibchen den Tag verbringen. Sie sind dort geschützt vor Hitze, Trockenheit und Greifvögeln. In diesen Höhlen ist es bis zu 15°C kühler als die Außentemperatur. Häufig kommt es vor, dass mehrere miteinander verwandte Weibchen eine Höhle bewohnen und diese auch gemeinsam gegen andere Koloniemitglieder verteidigen. Wenn Tiere aus der Kolonie vertrieben werden, gründen diese oft eine neue Kolonie auf anderen Geröllhalden.
Droht Gefahr, klopfen sie mit den Hinterfüßen wie Kaninchen Alarm. Sie hüpfen dann geschickt und schnell über Felsen und Steinen davon. In der Ebenen wirkt ihre Fortbewegung wegen ihrer gebückten Haltung wenig elegant. Im felsigen Gelände sind sie aber in ihrem Element. Ohne Probleme überwinden sie Felsspalten von über 4 m Breite.
Die Nahrung besteht überwiegend aus Gras, aber auch aus Kräutern, Blättern und Früchten. Zur Nahrungssuche klettern die Tiere sogar auf Bäume um an die Blätter und Früchte heranzukommen.
Nach einer Tragzeit von 31-32 Tagen bringt das Weibchen 1 Junges mit einem Gewicht von weniger als 1 g zur Welt das dann noch etwa 200 Tage im Beutel bleibt. Entwöhnt wird das Junge dann einige Wochen nach dem Verlassen des Beutels, geschlechtsreif wird es dann mit 1-2 Jahren. Allerdings lassen die Mütter bei extremen Trockenperioden ihren Jungen im Beutel verkümmern.
Felskängurus gehören zur Familie der Eigentlichen Kängurus (Macropodidae)
dazu gehören auch die Gattungen:
Zur Gattung der Felskängurus (Petrogale) gehören die Arten:
Warabi (Petrogale burbidgei)
Englisch: Monjon, Warabi
erstmals 1978 durch Kitchener & Sanson erwähnt
Allgemeines: Diese Art ist die kleinste der Gattung der Felskängurus. Das Warabi erreicht ein Gewicht von 1000 bis 1400 g.
Verbreitung: Es lebt in den nordwestlichen Sandsteingebirgen Australiens.
Status: Geringeres Risiko - fast bedroht
Schwarzfußfelskänguru (Petrogale lateralis)
Englisch: Black-footed Rock Wallaby
erstmals 1842 durch Gould erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Status: Diese Art ist eher selten und ist gefährdet.
Unterarten:
Purpurnackenfelskänguru (Petrogale purpureicollis)
Englisch: Purple-necked Rock Wallaby
erstmals 1924 durch Le Souef erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist West-Queensland
Status: Diese Art ist häufig und verbreitet.
Einfarb- oder Queensland-Felskänguru (Petrogale inornata)
Englisch: Unadorned Rock Wallaby, Plain Rock Wallaby
erstmals 1842 durch Gould erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Status: Diese Art ist häufig und verbreitet.
Godmans Felskänguru (Petrogale godmani)
Englisch: Godman's Rock Wallaby
erstmals 1923 durch Thomas erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Status: Diese Art wird unter Umständen vom Queensland-Felskänguru verdrängt.
Rothschilds Felskänguru (Petrogale rothschildi)
Englisch: Rothschild's Rock Wallaby
erstmals 1904 durch Thomas erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Proserpina-Felskänguru (Petrogale persephone)
Englisch: Proserpine Rock Wallaby
erstmals 1982 durch Maynes erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Status: Diese Art wird unter Umständen vom Queensland-Felskänguru verdrängt, gilt bereits als selten und gefährdet.
Kurzohr-Felskänguru (Petrogale brachyotis)
Englisch: Short-eared Rock Wallaby
erstmals 1841 durch Gould erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Petrogale assimilis
Englisch: Allied Rock Wallaby, Palm Island Rock Wallaby
erstmals 1877 durch Ramsay erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Petrogale coenensis
Englisch: Cape York Rock Wallaby
erstmals 1992 durch Eldridge & Close erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien
Status: Geringeres Risiko - fast bedroht
Petrogale mareeba
erstmals 1992 durch Eldridge & Close erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien.
Petrogale sharmani
Englisch: Mountain Claro Rock Wallaby
erstmals 1992 durch Eldridge & Close erwähnt
Verbreitung: Die Heimat ist Australien
Status: Geringeres Risiko - fast bedroht
Die Arten Ringschwanz-Felskänguru oder Gelbfußfelskänguru (Petrogale xanthopus) und Bürsten-Felskänguru oder Pinselschwanzkänguru (Petrogale penicillata), sind umfangreicher beschrieben und haben eigene Seiten.
Ihr Fleisch und Fell ist leider sehr begehrt, darum werden sie stark bejagt.
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Zwergsteinkaenguru Zwergsteinkaenguru, Nabarlek oder Zwergfelskaenguru: wissenschaftlicher Name: Petrogale concinna. Das Zwergsteinkaenguru gehoert zur Familie der Eigentlichen Kaengurus |
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Buersten Felskaenguru Buersten Felskaenguru Oder Pinselschwanzkaenguru: wissenschaftlicher Name: Petrogale penicillata. Das Buersten-Felskaenguru gehoert zur Gattung der Felskaengurus |
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Ringschwanz Felskaenguru Oder Gelbfussfelskaenguru wissenschaftlicher Name: Petrogale xanthopus. Das Ringschwanz-Felskaenguru gehoert zur Gattung der Felskaengurus |
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Referenzen |