Informationen Eigentliche Wuehler Und Hamster

wissenschaftlicher Name: Cricetinae. Eigentliche Wuehler sind eine Unterfamilie der Nagetiere.

Infos zu den Eigentlichen Wühlern und Hamster

  • Familie: Wühler (Cricetidae)
  • Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
  • Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
  • Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
  • Überordnung: Euarchontoglires
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Überstamm: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Unterabteilung:...

    bild Eigentliche Wuehler Und Hamster
     



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    L a Terra Magica


    ... Bilateria

  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Die Unterfamilie der Eigentliche Wühler und Hamster gelten als Stammgruppe der Wühler, sowie der Mäuseverwandten. Sie stellen neben den >Wühlmäusen die meisten Arten der Wühler. Es gibt Arten, die nur in der Neuen Welt (Amerika) und welche die nur in der Alten Welt vorkommen. Aus der Neuen Welt kommen Baumwollratten, Buschratten, Erntemäuse, Fischratten, Reisratten und Weißfuß- oder Hirschmäuse. Und aus der Alten Welt kommen Blindmulle, Feldhamster, Mittelhamster und die verschiedenen Zwerghamster. Diese werden auch allgemein als Hamster bezeichnet. Die meisten Hamster besitzen Backentaschen, in denen sie das Futter, das sie für ihre Vorratskammer sammeln, transportieren. Hamster haben einen kurzen Schwanz und kurze Beine. Sie wirken etwas plump und gedrungen. Sie können schnell rennen und auch graben und klettern.

Verwandtschaft

Eigentlichen Wühler gehören zur Familie der Wühler (Cricetidae)
dazu gehören auch die Unterfamilien:

  • Mähnenratten (Lophiomyinae)
  • Wühlmäuse (Microtinae)
  • Madagaskarratten (Nesomyinae)

Systematik

Zur Unterfamilie der Eigentlichen Wühlern (Cricetinae) gehören die Wühler-Gattungen:

  • Fischratten (Ichthyomys)
  • Buschratten (Neotoma)
  • Reisratten (Oryzomys)
  • Weißfuß- oder Hirschmäuse (Peromyscus)
  • Erntemäuse (Reithrodontomys)
  • Baumwollratten (Sigmodon)

und die Hamster Gattungen:
  • Feldhamster (Cricetus)
  • Mittelhamster (Mesocricetus)
  • Blindmulle (Myospalax)
  • Mystromys
  • Zwerghamster (Allocricetulus)
  • Zwerghamster (Calomyscus)
  • Zwerghamster (Cricetulus)
  • Zwerghamster (Phodopus)
  • Zwerghamster (Tscherskia)

Arten/Gattungen

Die Gattung der Baumwollratten (Sigmodon) gehören zu den fruchtbarsten und vermehrungsfreudigsten Säugetieren. Sie kommen von den Südstaaten der USA über ganz Mittelamerika bis zu dem nördlichen Südamerika vor. Nach einer Tragzeit von 27 Tagen bringen die Weibchen bis zu 12 Junge zur Welt. Nach einer Woche verlassen sie bereits das Nest und nach 6 Wochen sind sie geschlechtsreif. Die Nahrung besteht aus pflanzlichen Stoffen. Auch können Baumwollratten über Kartoffel-, Zuckerrohr- und Maisfelder herfallen. Selbst Kleintiere und Vögel werden gefressen. Wenn Nahrungsknappheit besteht, dann fressen sie sogar Artgenossen. Baumwollratten haben auch viele Feinde, wie Schlangen und Vögel. Es gibt wohl nur 2 oder 3 Arten dieser tag- und nachtaktiven Tiere. Die Baumwollratte (Sigmodon hispidus) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 12,5 bis 20 cm und eine Schwanzlänge von 7,5 bis 12,5 cm. Sie lebt im trockenen Grasland von Arizona bis Mexiko.

Die Gattung der Buschratten (Neotoma) sind im Norden bis Kanada und im Süden bis Guatemala verbreitet. Einige Arten leben im Gebirge, einige in offenen Prärien, andere im feuchten, sumpfigen Tiefland und wieder andere in heißen, trockenen Gebieten. Die Buschratten erreichen Kopf-Rumpf-Längen von bis zu 40 cm und Schwanzlängen von bis zu 27 cm. Der Schwanz ist meistens rund und kurz behaart. Die Nester, die die Buschratten von Art zu Art ganz unterschiedlich anlegen, werden oft sehr groß. Angelegt werden diese entweder in der Erde, in Spalten und Löcher und sogar auf Bäumen. Es gibt insgesamt 22 Arten. Die Wüstenratte (Neotoma albigula) bevorzugt die heißen, trockenen Gebiete von Kalifornien bis Texas, südlich bis Mexiko. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 28-40 cm und eine Schwanzlänge von 7,5 bis 18,5 cm. Die Buschschwanzratte (Neotoma cinerea) hat im Gegensatz zu den anderen Arten einen bilchartigen, buschigen Schwanz.

Die Gattung der Erntemäuse (Reithrodontomys) leben in den Graslandschaften, wie auch in tropischen Waldgebieten und salzigen Küstenstrichen vom Südwesten Kanadas über die USA, Mittelamerika bis zum Norden Südamerikas. Die Ohren dieser Mäuse sind groß. Sie können schnell laufen, gut klettern und sind überwiegend nachtaktiv. Über der Erde zwischen Grasstängeln oder in kleinen Büschen bauen die Erntemäuse ihre kugelförmigen Grasnester. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen. Insekten werden als Beikost verzehrt. Die Erntemäuse können sich das ganz Jahr über fortpflanzen, mit Ausnahme der Kälteperioden. Pro Wurf kommen im Durchschnitt 4 Junge zur Welt. Es gibt 16 Arten. Die Östliche Erntemaus (Reithrodontomys humulis) lebt in den Oststaaten der USA und die Westliche Erntemaus (Reithrodontomys megalotis) in Mexiko und den westlichen Teilen der USA. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 5-14 cm und eine Schwanzlänge von 6-9 cm.

Die Gattung der Fischratten (Ichthyomys) ernähren sich, wie ihr Name ja schon sagt, überwiegend von Fisch. Darum haben sich die Fischratten an das Leben am und im Wasser hervorragend angepasst. Der Schädel ist abgeflacht und geglättet, somit bietet er dem Wasser wenig Strömungswiderstand. Die Augen und Ohren sind klein. Das Fell ist dicht und fest und lässt kein Wasser durch. An den Zehen der Hinterfüßen befinden sich Schwimmhäute. Fischratten leben an und in Flüssen und Sumpfgebieten in den höheren Lagen Perus, Ekuadors, Venezuelas und Kolumbiens. Die Fischratte (Ichthyomys stolzmanni) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 14,5 bis 21 cm und eine Schwanzlänge von 14,5 bis 19 cm.

Die Gattung der Reisratten (Oryzomys) leben in den Südstaaten der USA, sowie in Mittelamerika bis zum nördlichen Teil Südamerikas. Auch auf den Galapagos-Inseln sind sie zu finden. Rund 100 Arten gehören in diese Gattung. Die Reisratten erreichen Kopf-Rumpf-Längen von 9 bis 33 cm und Schwanzlängen von 10 bis 23,5 cm. Die Oberseite des Körpers ist meistens graubraun, die Unterseite heller. Das Fell ist rau und kurz. Als Lebensraum bevorzugen die meisten Arten feuchte, sumpfige Gebiete in der Nähe von Gewässern. Diese Arten können auch schwimmen. Einige wenige leben in trockenen Regionen und bauen als einzige Arten dieser Gattung Erdnester. Die anderen legen sich Grasnester an, die meistens im Gebüsch versteck liegen und umfangreich sind. Die Reisratten sind tag- und nachtaktiv und leben gesellig. Sie haben einen starken Reinlichkeitstrieb, sie putzen sich mit viel Ausdauer und großer Sorgfalt. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus saftigen Pflanzenteilen, Gräser, Samen und Kleingetier. Die schwimmenden Arten erbeuten auch Fische. Die Weibchen bringen pro Wurf bis zu 7 Junge zur Welt, die mit 7 Wochen bereits selber geschlechtsreif werden. Die Kalifornische Reisratte (Oryzomys peninsulae) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 22,5 bis 33 cm und eine Schwanzlänge von 11-18 cm.

Die Gattung der Weißfuß- oder Hirschmäuse (Peromyscus) sind mit über 50 Arten über ganz Nord- und Mittelamerika verbreitet. Als Lebensraum bevorzugen sie Präriegebiete und Wälder. Bei allen Arten sind die Füße weiß, daher auch ihr Name. Viele Arten sind auf der Oberseite des Körpers rötlich gefärbt. Die Weißfußmäuse sind nachtaktiv und die meisten Arten leben in Erdbauten. Einige wenige Arten leben auf Bäumen und Sträuchern. Dort bauen sie auch ihre Nester. Ihre Nahrung besteht aus Gräsern, Früchten, Samen und Wurzeln und zu etwa 30 % aus Insekten. Die Hirschmaus (Peromyscus maniculatus) ist die am weitesten verbreitete Art dieser Gattung. Sie kommt von Alaska bis Mexiko vor. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 12-22 cm und eine Schwanzlänge von 8-18 cm. Das Fell ist je nach Region graugelb bis dunkelrotbraun. Der Schwanz ist zweifarbig, die Oberseite ist dunkel und die Unterseite scharf abgesetzt weiß. Die Goldmaus (Peromyscus nuttalli) ist ein überwiegender Baumbewohner und lebt im amerikanischen Südosten. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 8 bis 9,5 cm und eine Schwanzlänge von 7 bis 9,5 cm. Das Fell ist gold- bis zimtfarben. In Sträuchern, Bäumen und Weinstöcken baut sie ihr kugelrundes Nest. So ein Nest kann einen Durchmesser von bis zu 15 cm haben und kann in einer Höhe von bis zu 5 m angelegt sein. Fressplätze werden sogar in Höhen von bis zu 15 m angelegt. Die Pinjonmaus (Peromyscus truei) lebt an felsigen Berghängen in Kalifornien und Mexiko. Die Ohren sind groß und das Fell ist graubraun. Auch sie hat einen zweifarbigen Schwanz. Die Weißfußmaus (Peromyscus leucopus) lebt in waldigen und buschigen Regionen in Neumexiko. Eine Unterart von ihr, die Höhlenmaus (Peromyscus leucopus tornillo) lebt in Höhlen in Neumexiko. Sie ernährt sich fast ausschließlich von Höhleninsekten.

Die Gattung der Blindmulle (Myospalax) erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen 16 und 27 cm, eine Schwanzlänge zwischen 3 und 7 cm und ein Gewicht zwischen 150 und 250 g. Die Augen sind zwar klein und fast ganz im langen und weichen versteckt, aber die Blindmulle sind nicht blind. Äußere Ohrmuscheln sind nicht vorhanden. Das Fell kann grau bis graubraun, aber auch hell-rotbraun bis zu einem pastellfarbenen Rötlichgelb sein. Dabei ist die Unterseite der Körpers immer heller als die Oberseite. Einige Arten haben weiße Körperstellen. Das Verbreitungsgebiet reicht von Zentral-Russland bis nach Ostsibirien und in die Mandschurei. Dort leben die Blindmulle in Wald- und Ackerbaugebieten, sie bevorzugen dabei die Täler zwischen Bergzügen, die zwischen 1000 und 2000 m hoch sind. Sie leben ähnlich wie unsere >Maulwürfe unter der Erde und graben sicht mithilfe ihrer Grabklauen, die sie aus den kräftigen Vorderfüßen entwickelt haben, Gänge in die Erde. Blindmulle können schnell graben. Ihr Baue können sich bis zu 2 m unter der Erdoberfläche befinden und eine Ausdehnung von fast einhundert Meter erreichen. Sie fressen in Ackerbaugebieten gerne Knollen und Zwiebeln und werden darum schädlich. In Getreidefeldern ziehen sie die ganzen Halme mit den Ähren nach unten in den Gang. Die Körner werden dann entweder sofort gefressen oder in eine Vorratskammer eingelagert. In der Zeit von März bis April bringen die Weibchen 4-6 Junge zur Welt. Es gibt insgesamt 5 Arten. Myospalax fontanieri hat einen weißen Schwanz. Der Kopf von Myospalax aspalax kann eine weiße Blesse tragen, die von der Oberlippe bis zur Stirn reicht. Der Zokor (Myospalax myospalax) lebt in der Mongolei, der Chinesische Blindmull (Myospalax psilurus) in Nordchina.

Die Gattung der Feldhamster (Cricetus) besteht nur aus einer Art, dem eigentlichen Feldhamster, Hamster oder Schwarzbauchhamster (Cricetus cricetus). Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 24-34 cm, eine Schwanzlänge von 4-6 cm und ein Gewicht von 400-500 g. Besonders große Tiere erreichen sogar ein Gewicht von bis zu 650 g. Die Beine sind kurz, der Körper wirkt plump. Er kann schnell rennen und gut klettern. Das Fell ist meistens dreifarbig. Diese drei Farben sind Braun, Schwarz und Weiß. Die Oberseite des Körpers ist rötlichgrau und graubraun, die Unterseite schwarzbraun bis schwarz. An der Schnauze, der Kehle, den Schultern und der Brustseiten befinden sich weiße bis gelbliche Flecken. Häufig kommen auch fast reinschwarze oder fast reinweiße Populationen vor, so z.B. in Russland. Die Population, die dort lebt, ist fast durchgehend schwarz gefärbt. Er lebt in Steppen und Kultursteppen, wobei er sich auf die Ebene beschränkt. Normalerweise geht er nicht über Höhen von 400 m. Begegnet der Feldhamster einem Feind auf dem Boden, dann richtet er sich auf und bläht die Backentaschen auf. Begleitet wird das ganze von wütendem Knurren und Fauchen. Feldhamster sind vorwiegend dämmerungsaktive Einzelgänger. Sein Revier markiert er durch Sekrete der Seitendrüsen. Seinen Bau legt der Feldhamster bis in 2 m Tiefe an. Es gibt dort eine Nestkammer, mehrere Vorratskammern, diverse Verbindungsgänge und senkrechte Fluchtröhren. Der Feldhamster hält zwar einen Winterschlaf, wacht dabei zum Fressen oft auf. Im Winter holt er sich seine Nahrung aus den Vorratskammern. Während des Winterschlafs sinkt die Körpertemperatur bis auf 4°C ab. Im April beginnt dann die Paarungszeit. Gepaart wird sich im Bau des Weibchens. Nach einer Tragzeit von 19-20 Tagen bringt das Weibchen dann 4-12 Junge zur Welt. 3-4 Wochen werden die Jungen gesäugt, dann werden sie aus dem Bau vertrieben. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Getreide, Bohnen, Erbsen, Feldfrüchte und Grünzeug. Die Samen werden ohne die Hüllen gefressen. Diese beseitigt der Feldhamster geschickt mit seinen Vorderfüßen und den Zähnen. Als tierische Nahrung frisst er Regenwürmer und andere Wirbellose, aber auch kleinere Wirbeltiere, wie Jungvögel, Eidechsen, Nattern, Junghasen und Feldmäuse. Der Feldhamster ist keine leichte Beute für seine Feinde. Selbst gegen Greifvögel wehrt er sich noch in der Luft. Seine weiteren Feinde sind Bussarde, Milane, Störche, Raben, Iltis und Hermelin. Aber auch Hund und Katze stellen ihm nach. Der Feldhamster lässt sich nicht zähmen. Leider wird das Fell des Feldhamsters teilweise zu Pelzkleidung verarbeitet.

Die Gattung der Mittelhamster (Mesocricetus) besteht aus nur 4 Arten. Sie leben in den Tiefland- und Hochsteppen im Ostbalkan und nördlichen Kaukasus, in Syrien, Kleinasien und Persien. Mittelhamster sind nachtaktiv. Die Nahrung besteht aus Pflanzenteilen und Samen aller Art, sowie Kleingetier. Sie wird in den Backentaschen zum Bau gebracht. Ihre Baue liegen knapp unter der Oberfläche. Der Dobrudscha-Hamster (Mesocricetus newtoni) lebt nur in Ostbulgarien und Ostrumänien. Er hat vom Kopf bis zur Rückenmitte einen Aalstrich (dunkler Streifen). Mesocricetus brandti lebt in Syrien und Kleinasien bis nach Persien. Die Bauchseite ist ganz weiß mit einem schwarzen Brustfleck. Der Schwarzbrusthamster (Mesocricetus raddei) lebt in den Steppen des Kaukasus. Die Oberseite des Körpers ist braunschwarz, die Flanken, das Kinn, die Füße und der Schwanz sind weiß und die Unterseite schwarz.

Der Goldhamster oder Syrischer Goldhamster (Mesocricetus auratus) lebt in der Hochebene im nördlichen Syrien. Er ist der Goldhamster, den wir als Haustier halten. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 17-18 cm und eine Schwanzlänge von 1,25 cm. Goldhamster gibt es in diversen Farben, von goldbraun über dunkelbraun bis schwarz und sogar Schecken sind nicht selten. Goldhamster sind sehr fruchtbar. Nach einer Tragzeit von 16 Tagen bringt das Weibchen bis zu 12 Junge zur Welt. Pro Jahr sind bis zu 8 Würfe möglich. Mit 10 Wochen sind die Jungen dann selber geschlechtsreif. Haltung: Da der Goldhamster nachtaktiv ist, sollte man ihn tagsüber schlafen lassen. Erst am Abend, wenn er wach ist, kann man mit ihm spielen. Und spielen ist wichtig, weil ihm sonst in seinem eintönigen Käfigleben viel zu langweilig ist. Der Käfig selber muss regelmäßig gesäubert werden. Als Einstreu ist das käuflich zu erwerbende sehr gut geeignet. Es muss aber auch Nistmaterial für den Hamster zur Verfügung stehen. Am besten legt man ihm dafür Papier, Stofffetzen, Holzwolle oder Heu in den Käfig. Da er ein großes Nagebedürfnis hat, wird er sich das Nistmaterial daraus selber herstellen. Er zernagt es zu kleinen Schnitzeln und polstert dann damit sein Häuschen oder Nest aus, was auch in den Käfig gehört. Das Futter sollte abwechslungsreich sein. Man darf ihm aber nicht zu viel geben. Das käufliche Goldhamsterfutter empfiehlt sich als Grundnahrung. Dazu gibt man Obst, Möhren, Kartoffeln und Salat. Ab und zu kann man ihm auch ein kleines Stück rohes Fleisch und kleinere Insekten und deren Larven, wie z.B. Mehrwürmer, geben. Das trägt auf jeden Fall zu seinen Wohlbefinden bei. Man sollte sich auch genau überlegen, ob ein Goldhamster das richtige Tier für ein Kind ist. Man muss sich darüber bewusst sein, dass der Goldhamster maximal 2-3 Jahre alt wird und zerbrechliche Knochen hat, und auch so sehr empfindlich ist. Man darf ihn also nicht nach Belieben drücken, was kleiner Kinder ja gerne machen, ohne es böse zu meinen, oder in der Hosentasche herumtragen, was auch einige Kinder gerne machen, weil der Hamster ja so ein kleines Tier ist und man ihn immer bei sich hat.

Die Gattungen der Zwerghamster (Allocricetulus, Calomyscus, Cricetulus, Phodopus, Tscherskia) sind von Südosteuropa durch ganz Innerasien bis nach China beheimatet. Sie sind die kleinsten Hamster und leben überwiegend in Halbwüsten und Trockensteppen. Einmal im Jahr bringen die Weibchen nach einer Tragzeit von 17-23 Tagen im Durchschnitt 5-6 Junge zur Welt. Bei sehr guten Nahrungsverhältnis kann der Wurf auch bis zu 10 Junge betragen. Der Eversmann-Zwerghamster (Allocricetulus eversmanni) lebt im Gebiet um das Kaspische Meer und östlich davon. Der Mongolische Zwerghamster (Allocricetulus curtatus) lebt in den innerasiatischen Halbwüsten. Er lebt nicht nur im offenen Gelände, sondern nistet sich auch in den Jurten der dortigen Viehzüchter ein. Der Mausartige Zwerghamster (Calomyscus bailwardi) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7 bis 8,5 cm und eine Schwanzlänge von 8-10 cm. Er besitzt keine Backentaschen. Die Ohren sind groß. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Turkmenien über Iran bis nach Afghanistan. Dort lebt er sogar im Gebirge bis 5000 m Höhe. Die Oberseite des Körpers ist erdfarben, die Unterseite weiß. Der Daurische Zwerghamster (Cricetulus barabensis) und der Langschwanz-Zwerghamster (Cricetulus longicaudatus) leben in Innerasien und Ostasien. Der Graue Zwerghamster (Cricetulus migratorius) lebt als einziger Zwerghamster in Europa. Er ist in Ostbulgarien, Ostrumänien und Griechenland beheimatet. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 8,5 bis 11,5 cm und eine Schwanzlänge von 2 bis 3 cm. Die Oberseite des Körpers ist fahlgrau und die Unterseite weiß. Er hält im Gegensatz zu den anderen europäischen Hamstern keinen Winterschlaf. Der Dschungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus) lebt in halbwüstenartigen Gebieten Asiens. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 5,5 bis 10 cm und eine Schwanzlänge von 0,5 bis 2 cm. Der Schwanz ist äußerlich aber nicht zu sehen. Das Fell ist graubraun. Im Norden seines Verbreitungsgebietes bekommt er ein weißes Winterfell. Manchmal lebt er in Kolonien. Das Weibchen bringt pro Wurf 2-6 Junge zur Welt, die bereits nach 21 Tagen entwöhnt werden. Der Roborowski-Zwerghamster (Phodopus roborovskii) bewohnt die selben Gebiete wie der Dschungarische Zwerghamster. Der Rattenartige Zwerghamster (Tscherskia triton) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 18-25 cm und eine Schwanzlänge von 7,5 bis 10 cm. Er ist die größte Zwerghamsterart. Er lebt in der Mandschurei.

Die Gattung Mystromys lebt in Südafrika. Diese Hamster scheinen ehemals von den Echten Mäusen in den Süden verdrängt worden zu sein. In ihrer Lebensweise ähneln sie den nördlichen Arten. Allerdings haben die Arten der Mystromys keine Backentaschen.



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Bilder / Foto Name: goldhamster - Eigentliche Wuehler Und Hamster
Fotograf / Bildquelle: L a Terra Magica



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