Infos zu den Walen
Auch wenn die Wale ein fischförmiges Aussehen haben, so sind sie doch echte Säugetiere, die sich von vierbeinigen, landbewohnenden Vorfahren zu reinen Wasserbewohnern entwickelt haben. An den Föten kann man es am deutlichsten erkennen: Sehr junge Föten haben noch die Anlage von 2 Paar Gliedmaßen und die Nasenöffnung liegt noch vorn am Kopf.
Bei den erwachsenen Walen hat sich das Becken bis auf einen kleinen Rest zurückgebildet und sie haben keine hinteren Gliedmaßen. Weit oben auf dem Kopf, meist an der höchsten Stelle, liegt die Atemöffnung, die verschließbar ist. Beim Atmen bleiben der Körper und vom Kopf Augen und Ohren unter Wasser. Nur der Teil des Kopfes, an dem sich das Atemloch befindet taucht etwas aus dem Wasser auf. Durch Auf- und Abschlag der horizontalen Schwanzfluken, deren Flächen immer schräg zur Längsachse des Wales geneigt sind, bewegen sie die Wale fort. Es können für kurze Strecken Geschwindigkeiten von 40-50 km/h erreicht werden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aber liegt bei 14-24 km/h. Einige Delphine schaffen bis zu 27 km/h auf längerer Strecke. Die Rücken- und Brustflossen sind aus Bindegewebe und werden nicht durch Knochen gestützt.
Der Walkörper ist im hinteren Teil seitlich zusammengedrückt, so bietet er beim Auf- und Abschlagen dem Wasser kaum Widerstand. Der Körper ist stromlinienförmig und unbehaart. Nur wenige Borsten und Sinneshaare befinden sich am Kopf.
Wenn Wale in zu flaches Wasser oder an Land geraten, sind sie völlig hilflos. Die großen Arten werden dabei durch ihr Eigengewicht erdrückt, sobald der Auftrieb des Wasser fehlt.
Wale haben viele weitere Umwandlungen mitgemacht, um sich an das Wasserleben anzupassen: Die Ohrenmuscheln fehlen völlig; Mittel- und Innenohr sind vom restlichen Schädel akustisch isoliert, so dass beide Ohren unabhängig voneinander Schallsignale zum räumlichen Hören aufnehmen können.
Wale verfügen über eine Vielzahl von Lautäußerungen, die zum Teil im sehr hochfrequenten Bereich liegen, mit denen sie sich untereinander verständigen und auch nach dem Sonarprinzip orientieren. Unter Wasser sind sie sehr gesprächig. Wale können viel besser hören als sehen, allerdings haben die meisten Wale recht gut entwickelte Augen, mit denen sie auch über Wasser ganz gut sehen können. Über Wasser aber nur über kürzere Entfernungen.
Eine dicke Speckschicht, "Blubber" genannt, schützt die Wale vor Auskühlung. Diese Speckschicht liegt direkt unter der Haut und kann bis 25 cm dick sein; beim Grönlandwal kann diese Schicht sogar bis 50 cm dick sein. Wenn sich bei schnellem Dauerschwimmen zu viel Wärme gebildet hat, wird die überschüssige durch weitverzweigte Blutgefäße in den Brustflossen abgeführt.
Stark verästelte Blutgefäße, das sogenannte Wundernetz, sorgen für einen relativen Druckausgleich zwischen einzelnen Körperpartien beim Tieftauchen. Die tieftauchenden Wale haben ein geringes Lungenvolumen. Der Sauerstoffbedarf wird aus dem Blut und dem roten Muskelfarbstoff gedeckt, der im Walmuskel viel stärker konzentriert ist, als in denen der anderen Säugetiere. Der Herzschlag verlangsamt sich stark während des Tauchens. So zirkuliert das Blut nicht mehr so stark im gesamten Körper, sondern versorgt diesen mit Sauerstoff. Die Tauchzeit kann bis zu einer Stunde dauern.
Überwiegend in allen Meeren der Welt, teilweise auch in Flüssen.
Meistens leben Wale in Trupps mit einem Männchen und mehreren Weibchen, die sich zu größeren "Schulen" vereinigen können. Viele Wale sind hilfsbereit. In Notfällen, wie bei Verletzungen oder Krankheiten, kommen andere Tiere zu Hilfe. Es wurde schon mehrfach beobachtet, dass ein krankes Tier von Artgenossen regelmäßig an die Wasseroberfläche gebracht wurde, damit es atmen konnte. Diese Hilfe leisten die Tiere so lange, bis das kranke Tier sich entweder erholte oder starb.
Bartenwale ernähren sich hauptsächlich von tierischem Plankton, Zahnwale fressen lieber Fische und Kalmare.
Die Tragzeit der Wale beträgt etwa 11-16 Monate. Dann wird ein Junges, sehr selten Zwillinge, geboren. Die Walbabys werden mit dem Schwanz zuerst geboren. Gleich nach der Geburt müssen sie an die Wasseroberfläche, um zu atmen. Zum Anfang legt sich das Weibchen zum Säugen auf die Seite, damit das Junge mit seinem Blasloch an der Wasseroberfläche bleibt, bald kann es auch unter Wasser gestillt werden. Das Weibchen hat am Bauch zwei Milchdrüsen, die durch Muskeldruck ihren Inhalt in das Maul des Jungen entleeren, sobald es zu säugen beginnt.
Die Geburt eines Jungen ist bei den Walen ein gesellschaftliches Ereignis. Die Mutter entfernt sich zwar von der Gruppe, wird aber von anderen Weibchen begleitet, die sich während der Geburt in unmittelbarer Nähe aufhalten und sogar dem Neugeborenen helfen, an die Oberfläche zu kommen.
Wale gehören zur Unterklasse der Höheren Säugetiere (Eutheria)
dazu gehören auch die Ordnungen:
Zur Ordnung der Wale (Cetacea) gehören die Unterordnungen:
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Grosser Schwertwal Großer Schwertwal, Orca oder Killerwal wissenschaftlicher Name: Orcinus orca. Der Schwertwal gehört zur Familie der Delfine. |
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Pottwal Pottwal oder Spermwal wissenschaftlicher Name: Physeter macrocephalus, oder auch Physeter catodon. Der Pottwal gehört zur Familie der Pottwale. |
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Atlantischer Grosser Tuemmler Atlantischer Großer Tümmler oder Flaschennasendelfin wissenschaftlicher Name: Tursiops truncatus. Der Atlantische Große Tümmler gehört zur Familie der Delfine |
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Grauwal wissenschaftlicher Name: Eschrichtius robustus. Der Grauwal gehört zur Unterordnung der Bartenwale. |
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Finnwal wissenschaftlicher Name: Balaenoptera physalus. Der Finnwal gehört zur Familie der Furchenwale. |
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Buckelwal wissenschaftlicher Name: Megaptera novaeangliae. Der Buckelwal gehört zur Familie der Furchenwale |
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Hector Delfin Hector- oder Neuseeland-Delfin wissenschaftlicher Name: Cephalorhynchus hectori. Der Hector-Delfin gehört zur Familie der Delfine |
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Pazifischer Weissseitendelfin Pazifischer Weißseitendelfin oder Weißstreifendelfin wissenschaftlicher Name: Lagenorhynchus obliquidens. Der Pazifische Weißseitendelfin gehört zur Gattung der Kurzschnauzendelfine |
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Schwarzdelfin Schwarz- oder Dunkler Delfin wissenschaftlicher Name: Lagenorhynchus obscurus. Der Schwarzdelfin gehört zur Gattung der Kurzschnauzendelfine |
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Noerdlicher Zwergwal Nördlicher Zwergwal oder Minkewal wissenschaftlicher Name: Balaenoptera acutorostrata. Der Nördliche Zwergwal gehört zur Familie der Furchenwale |
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Atlantischer Weissseitendelfin wissenschaftlicher Name: Lagenorhynchus acutus. Der Atlantische Weißseitendelfin gehört zur Gattung der Kurzschnauzendelfine |
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Weisswal Beluga Delfinartige Zahnwale Wale Saeugetiere wissenschaftlicher Name: "Delphinapterus leucas". Der Weißwal gehört zur Familie der Gründelwale. |
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Grindwal Grindwal, Pilotwal, Gewöhnlicher oder Langflossen-Grindwal wissenschaftlicher Name: Globicephala melas. Der Grindwal gehört zur Familie der Delfine |