Informationen Leopard

Leopard oder Panther
wissenschaftlicher Name: Panthera pardus. Der Leopard gehört zur Unterfamilie der Großkatzen.

(Linnaeus, 1758)

  • Englisch: Leopard
  • Französisch: Léopard, Panthère
  • Dänisch: Leopard
  • Finnisch: Leopardi
  • Italienisch: Leopardo
  • Niederländisch: Luipaard
  • Norwegisch: Leopard
  • Portugiesisch: Leopardo
  • Schwedisch: Leopard
  • Spanisch: Leopardo

  • Gattung: Panthera
  • Unterfamilie: Großkatzen (Pantherinae)
  • Familie: Katzen (Felidae)
  • Überfamilie: Katzenartige (Cynofelidae)
  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Unterklasse: Höhere Säugetiere oder Plazentatiere (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Reihe:...

    bild Leopard
    Foto von einem Leoparden im Ethosha National Park, Namibia

    © Copyright Bild / Foto: Leopard
    Rolf Hicker Fotografie
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    Tiere: Katzen: Leopard


    ... Landwirbeltiere (Tetrapoda)

  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateralsymmetrische Tiere (Bilateria)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Der Leopard erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 95 bis 167 cm, eine Schwanzlänge von 60 bis 97 cm, eine Standhöhe von 50 bis 75 cm und ein Gewicht von 30 bis 80 kg. Die Rosettenmusterung im Fell ist unregelmäßig. Die Färbung und Zeichnung ist sehr unterschiedlich, sie reicht von hell Sandfarben bis Braunocker, wobei die Unterseite dabei weiß oder zumindest weißlichgelb ist. Schwärzlinge, so genannte "Schwarze Panther" sind ziemlich häufig.

Vom Körperbau ist der Jaguar recht zierlich, hochbeinig mit einem schlanken Kopf, langer Kieferpartie und einer engen Brust. Der Schwanz ist auffallend lang. Die Ohren sind rund. Leoparden können ausgezeichnet hören und riechen. Tagsüber haben sie ein Sehvermögen, das dem des Menschen sehr ähnlich ist. Nachts jedoch ist ihr Sehvermögen fünf- bis sechsmal besser.

Leoparden haben eine Lebenserwartung von vermutlich 15 Jahren. In Menschenobhut erreichen sie sogar ein Alter von bis etwas über 23 Jahren.

Verbreitung

Die Heimat des Leoparden ist der gesamte afrikanische Kontinent mit Ausnahme der Sahara, sowie Süd- und Südostasien. Als Lebensraum dienen die gewässernahe Taiga, die nordischen Laub- und Trockenwälder sowie die Mangroven-, Schilf-, Bambus- und Buschdschungel, aber auch die Trockensavannen Afrikas. Auch kann man ihn durchaus in kalten und heißen Wüsten und Halbwüsten finden.

Feinde

Der Leopard hat einige Feinde, darunter Löwen, Tiger, Bären, Hyänen, Schakale, Hyänenhunde, Rothunde und Wölfe. Aber an erster Stelle der Feinde steht auch hier der Mensch!!!

Lebensweise

Leoparden sind dämmerungs- und nachtaktiv und leben meistens alleine, manchmal aber auch in Paaren oder kleinen Familienverbänden. Den Tag verbringen Leoparden schlafend meistens im Dickicht oder auf einer Astgabel. Ein einzelner Leopard kann ein Revier von 8 bis 30 qkm haben, das er durch Harn- und Kotmarkierungen kennzeichnet.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus kleinen bis mittelgroßen Huftieren, Affen, Bodenvögel. In Zeiten, in denen diese Beutetiere nicht so häufig sind, macht der Leopard auch Jagd auf alles erreichbare Kleingetier.

Wenn ein Leopard seine Beute erlegt hat, öffnet er als erstes den Bauch um die Eingeweide zu entfernen, die er vergräbt. Der Leopard verzehrt seine Beute nie dort, wo er sie erlegt hat, sondern schleppt sie an einen sicheren Ort, meistens auf einen Baum. Dort klemmt er sich in einer Astgabel fest und ernährt sich davon dann mehrere Tage.

Fortpflanzung

Nach einer Tragzeit von 90 bis 105 Tagen bringt das Weibchen 1 bis 7, meistens jedoch 2 bis 4 Jung mit einem Gewicht von 500 bis 600 g zur Welt. Mit etwa 5 bis 7 Monaten werden die Jungen dann entwöhnt. Allerdings ist die Sterberate der Jungleoparden sehr hoch, sodass meistens nur 2 Jungen aus einem Wurf überleben. In einem Alter von 35 Tagen beginnen die Kleinen, das Wurflager zeitweise zu verlassen um die Umgebung zu erkunden.

Leoparden werden mit 2,5 bis 4 Jahren geschlechtsreif.

Verwandtschaft

Leoparden gehören zur Familie der Katzen (Felidae)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Geparde (Acinonyx)
  • Karakale (Caracal)
  • Asiatische Goldkatzen (Catopuma)
  • Altwelt-Wildkatzen (Felis)
  • Wieselkatzen (Herpailurus)
  • Pardelkatzen (Leopardus)
  • Servale (Leptailurus)
  • Luchse (Lynx)
  • Nebelparder (Neofelis)
  • Oncifelis
  • Bergkatzen (Oreailurus)
  • Manule (Otocolobus)
  • Marmorkatzen (Pardofelis)
  • Altkatzen (Prionailurus)
  • Afrikanische Goldkatzen (Profelis)
  • Pumas (Puma)
  • Schneeleoparden (Uncia)

Systematik

Zur Gattung der Panthera gehören auch die Arten:

  • Löwe (Panthera leo)
  • Jaguar (Panthera onca)
  • Tiger (Panthera tigris)

Zur Art des Leoparden (Panthera pardus) gehören die Unterarten:
Afrikanische Arten:

  • Afrikanischer Leopard (Panthera pardus pardus)
  • Kap-Leopard (Panthera pardus melanotica)
  • Somalia-Leopard (Panthera pardus nanopardus)
  • Berber-Leopard (Panthera pardus panthera)
  • Ostafrikanischer Leopard (Panthera pardus suahelica)
  • Eritrea-Leopard (Panthera pardus antinorii)
  • Kamerun-Leopard (Panthera pardus reichenowi)
  • Westafrikanischer Leopard (Panthera pardus leopardus)
  • Zentralafrikanischer Leopard (Panthera pardus shortridgei)
  • Kongo-Leopard (Panthera pardus ituriensis)
  • Uganda-Leopard (Panthera pardus chui)
  • Sansibar-Leopard (Panthera pardus adersi)

Asiatische Arten:

  • Persischer Leopard (Panthera pardus saxicolor)
  • Sinai-Leopard (Panthera pardus jarvisi)
  • Kaukasus-Leopard (Panthera pardus ciscaucasica)
  • Anatolischer Leopard (Panthera pardus tulliana)
  • Arabischer Leopard (Panthera pardus nimr)
  • Mittelpersischer Leopard (Panthera pardus datbei)
  • Belutschistan-Leopard (Panthera pardus sindica)
  • Panthera pardus fusca
  • Nepal-Leopard (Panthera pardus pernigra)
  • Kaschmir-Leopard (Panthera pardus millardi)
  • Ceylon-Leopard (Panthera pardus kotiya)
  • Hinterindischer Leopard (Panthera pardus delacouri)
  • Chinesischer Leopard (Panthera pardus japonensis)
  • Amurleopard (Panthera pardus orientalis)
  • Javaleopard (Panthera pardus melas)

Die Unterarten

Der Afrikanische Leopard (Panthera pardus pardus) lebt auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, mit Ausnahme der Sahara. Heute nimmt man an, dass alle anderen afrikanischen Unterarten in dieser Unterart zusammengefasst werden können.

Der Berber-Leopard (Panthera pardus panthera) lebt in Nordafrika und ist mit nicht mal mehr 250 Individuen vom Aussterben bedroht.

Der Sansibar-Leopard (Panthera pardus adersi) hatte sehr kleine Tupfen und gilt heute leider als ausgestorben.

Der Persische Leopard (Panthera pardus saxicolor) ist groß. Sein Fell ist hell, häufig auch gräulich. Seine Heimat ist Vorderasien, Zentralasien, Persien. Mit etwa 130 Tieren in Gefangenschaft gilt diese Unterart als stark gefährdet.

Der Sinai-Leopard (Panthera pardus jarvisi) hat ein helles Fell mit großen Tupfen. Leider wurden in letzter Zeit keine Tiere dieser Unterart gesehen, sodass man annimmt, dass diese ausgestorben ist.

Der Anatolische Leopard (Panthera pardus tulliana) lebt in der Türkei und Westasien. Sein Fell ist hell und licht, häufig gräulich. Es gibt nur noch weniger als 250 Tiere, daher ist diese Unterart vom Aussterben bedroht.

Vom Arabischen Leoparden (Panthera pardus nimr), der auf der arabischen Halbinsel zu Hause ist, gibt es nur noch etwa 20 Tiere, daher ist auch diese Unterart vom Aussterben bedroht.

Panthera pardus fusca lebt in Indien, Südost-Pakistan und Nepal.

Der Ceylon-Leopard (Panthera pardus kotiya) lebt auf Sri Lanka und ist mit etwa 20 Tieren, die in Gefangenschaft leben, vom Aussterben bedroht.

Der Chinesische Leopard (Panthera pardus japonensis) lebt im nördlichen China. Es gibt vom ihm auch nur noch etwa 40 Tiere in Gefangenschaft, daher gilt er als stark gefährdet.

Der Amurleopard (Panthera pardus orientalis) ist leicht von den anderen Unterarten zu erkennen. Er hat ein langes, dichtes Fell, das im Winter leicht goldfarben und im Sommer rötlich-gelb wird. Seine Flecken sind größer. Da nur noch etwa 50 Tiere in Freiheit und etwa 120 in Gefangenschaft leben, ist diese Unterart vom Aussterben bedroht.

Der Javaleopard (Panthera pardus melas) ist eher kleinwüchsig. Sein Fell ist dicht und dunkel gefleckt. Er gilt als stark gefährdet.

Status

Der Leopard ist in Ost- und Zentralafrika, sowie in vielen Teilen Indiens nicht selten. Leider nehmen die Bestände aber trotzdem überall ab. Insgesamt gesehen ist der Leopard aber selten bis sehr selten. Trotzdem steht es nicht allzu schlecht um den Leoparden, für besteht keine unmittelbare Bedrohung.



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Bilder / Foto Name: sc_2045 - Leopard
Fotograf / Bildquelle: Rolf Hicker Fotografie



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