Cope, 1889
Kieferlose sind primitive, fischähnliche Formen von Wirbeltiere, die in der heutigen Zeit durch die Neunaugen und die Inger, besser bekannt als Schleimaale, vertreten werden. Die ersten im Wasser lebenden Wirbeltiere von 450 Millionen Jahren waren äußerlich fischförmig, hatten aber kaum ausgebildete Flossen und keine Kiefer. Diese Tiere verwenden die wirksame Kombination eines Saugmaules und einer raspelnden Hornzunge.
Die frühen Kieferlosen sind ausgestorben, und die heutigen Formen kommen uns wie etwas entartete Vertreter einer einst sehr erfolgreichen Gruppe vor. Die fossilen Arten beweisen, dass es sehr viele verschiedene Arten gab. Es ist nicht geklärt, ob sie im Süßwasser oder im Meer entstanden sind.
Ein typisches Merkmal ist das Scheitelauge auf dem Kopf. Dieses ist bei den Ingern nur andeutungsweise vorhanden, bei den Neunaugen aber gut entwickelt. Bei ihnen ist dieses dritte Auge lichtempfindlich. Vor diesem Auge sitzt die Nasenöffnung.
Die fossilen Kieferlosen waren größtenteils stark gepanzert und hatten keine Ähnlichkeit mit den heutigen Arten. Die fossilen Gruppen werden Panzerfische genannt, die heutigen Rundmäuler. Sie werden in zwei Gruppen aufgeteilt, welche mit einer Nasenöffnung und welche mit zwei Nasenöffnungen. Die Inger und Neunaugen haben jeweils nur eine Nasenöffnung.
Die Gesamtsystematik:
Zur Überklasse der Kieferlose (Agnatha) gehörten die Klassen:
Heute wird das Taxon Kieferlose nicht mehr verwendent, es wurde aufgeteilt auf die beiden Überklassen:
Kieferlose gehören zum Unterstamm der Wirbeltiere (Vertebrata)
dazu gehört auch die Überklasse:
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Inger Wissenschaftliche Informationen über Inger, einer Überklasse der Wirbeltiere. wissenschaftlicher Name: Myxinomorphi |
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Neunaugen Wissenschaftliche Informationen über Neunaugen, einer Überklasse der Wirbeltiere. wissenschaftlicher Name: Petromyzontomorphi |
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Referenzen |