Informationen Chilepelikan Pelecanus Thagus

Wissenschaftliche Informationen über den Chilepelikan, ein Mitglied aus der Familie der Pelikane.
wissenschaftlicher Name: Pelecanus thagus

auch: Chile-Meerespelikan, Chile-Braunpelikan
Molina, 1782

Allgemeines

Der Chilepelikan erreicht eine Körperlänge von 120 bis 150 cm, eine Flügelspannweite von bis zu 280 cm und ein Gewicht von 2,5 bis 7 kg, wobei die Männchen etwa um ein fünftel schwerer sind als die Weibchen. In Peru gilt der Chilepelikan als der größte Vogel. Das Gefieder dieser großen Pelikane ist dunkelgrau bis -braun. Von der Schnabelbasis über die Stirn und den Halsseiten bis zum Nacken verläuft bei ausgewachsenen Tieren ein weißer Streifen. Der Rest des Gesichts ist schwarz, die Haut um die Augen dagegen rosa. Der Kehlsack ist bläulich und im...


bild Chilepelikan Pelecanus Thagus
Foto von einem jugendlichen Chilepelikan im Erlebniszoo Hannover

© Copyright Bild / Foto: Chilepelikan Pelecanus Thagus
Martina Klein


... Kontrast dazu ist die Schnabelspitze rötlich.

Bis in das Jahr 2007 wurde der Chilepelikan als Unterart des Braunpelikans geführt, erst dann wurde er als eigenständige Art anerkannt.

Die Lebenserwartung des Chilepelikans liegt bei 40 bis 50 Jahren.

Verbreitung

Die Heimat des Chilepelikans ist das westliche Südamerika, von Zentral-Peru bis nach Süd-Chile. Weil dieser Pelikan in Peru der größte Vogel ist, heißt er in den anderen Sprachen übersetzt "Peru-Pelikan". Als Lebensraum dienen diesem Pelikan die Felsenküsten und Flussmündungen. Dabei hält er sich nur in den warmen Gebieten auf.

Lebensweise

Der Chilepelikan ist tagaktiv und lebt in Gruppen. Außerhalb der Brutzeit vermischen sich Gruppen von Chilepelikanen häufig mit denen der Braunpelikane. Ansonsten ist leider noch so gut wie gar nichts über die Lebensweise der wildlebenden Chilepelikane bekannt.

Ernährung

Die Nahrung des Chilepelikans besteht hauptsächlich aus Fisch, um genauer zu sein aus der Südamerikanischen Sardelle. Zusätzlich stehen aber auch andere Fische und kleine Meerestiere, sowie Frösche und andere kleinere Amphibien auf dem Speiseplan. Um ihre Beute zu fangen, öffnen sie ihren Schnabel und benutzen den Unterschnabel mit dem dehnbaren Kehlsack als Kelle und schöpfen so beispielsweise den Fisch aus dem Wasser. Danach wird das Wasser aus dem Kehlsack gepresst und die Beute kann verschlungen werden.

Fortpflanzung

Der Chilepelikan ist ein Bodenbrüter und brütet in großen Kolonien. Die Weibchen legen pro Brut in der Regel drei Eier, die von beiden Elterntieren etwa fünf Wochen bebrütet werden. Nachdem die Jungen das Nest verlassen haben, werden sie noch bis zu drei Monate weiter von den Elterntieren versorgt.

Systematik

Die Gesamtsystematik:


Zur Gattung der Pelikane (Pelecanus) gehören auch die Arten:

  • Brillenpelikan (Pelecanus conspicillatus)
  • Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus)
  • Nashornpelikan (Pelecanus erythrorhynchos)
  • Braunpelikan (Pelecanus occidentalis)
  • Rosapelikan (Pelecanus onocrotalus)
  • Graupelikan (Pelecanus philippensis)
  • Rötelpelikan (Pelecanus rufescens)

Verwandtschaft

Pelikane gehören zur Familie der Pelikane (Pelecanidae) und sind deren einzige Gattung.

Der Chilepelikan und der Mensch

Der Chilepelikan gehört nicht gerade zu den typischen Zoo-Pelikanen, trotzdem wird er in Deutschland in drei Tierparks gehalten. Man findet den Chilepelikan im Weltvogelpark Walsrode, im Tierpark Friedrichsfelde, Berlin und im Zoo Hannover.

Status

Heute gibt es etwa 500.000 Individuen, wobei man dazu sagen muss, dass es nur ein Teil des ursprünglichen Bestandes ist. Bis 1998 gab es etwa 1,5 Millionen Chilepelikane, doch in diesem Jahr war der El Niño sehr verheerend und hat den Bestand stark dezimiert. Da dieser heute aber stabil ist und sich langsam wieder erholt, wurde der Chilepelikan als nicht bedroht eingestuft.

In anderen Sprachen

  • Englisch: Peruvian Pelican
  • Französisch: Pélican thage, Pérou pelican
  • Italienisch: Pellicano del Perù
  • Portugiesisch: Pelicano-peruano
  • Spanisch: Pelicano peruano



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Bilder / Foto Name: pelecanus_thagus - Chilepelikan Pelecanus Thagus
Fotograf / Bildquelle: Martina Klein



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