Informationen Kurzschnabeligel

wissenschaftlicher Name: Tachyglossus. Kurzschnabeligel sind eine Gattung der Kloakentiere


Infos zu den Kurzschnabeligel

  • Englisch: Short-beaked Spiny Ant-eater
  • Französisch: Échidné à bec droit

  • Familie: Ameisenigel oder Schnabeligel (Tachyglossidae)
  • Ordnung: Kloakentiere (Monotremata)
  • Unterklasse: Eierlegende Säugetiere (Prototheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Die Kurzschnabeligel erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 30-53 cm, eine Schulterhöhe von 20 cm, ein Gewicht von 2 bis 8 kg und ein Höchstalter von 50 Jahren und mehr. Die Männchen werden bis zu 25% größer als die Weibchen. Der Schwanz ist verkümmert, kann aber noch eine Länge von bis zu 9 cm erreichen. Der "Schnabel" ist in etwa so lang wie der Kopf selber. Die Zunge kann etwa 15 bis 18 cm weit herausgestreckt werden. Die Augen sind klein und liegen tief an den Kopfseiten und haben zusätzlich noch eine Nickhaut. Äußere Ohrmuscheln fehlen. Die Gliedmaßen sind so kurz, dass nur die Pfoten zu sehen sind, die hinten weit nach rückwärts und auswärts gedreht sind. Die kräftigen Stacheln stehen relativ dicht und sind oben zugespitzt.

Verbreitung

Kurzschnabeligel stellen keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum (in Hochlagen bis 2500 m mit Schnee bis zu den Wüsten Australiens)

Lebensweise

Kurzschnabeligel leben als Einzelgänger, bewohnen dabei ein Territorium von bis zu 50 Hektar. Teilweise überlappen sich mehrere Reviere. In Trockengebieten sind sie nachtaktiv, in kühleren Regionen und im Winter sind sie auch tagsüber anzutreffen. Wenn die Temperatur rapide absinkt, verfällt das Tier in eine Kältestarre, dabei entspricht dann die Körpertemperatur der Umgebungstemperatur. Einen Winterschlaf aber hält der Kurzschnabeligel aber nicht. Auch bei Nahrungsmangel können die Tiere in die Kältestarre verfallen.

Die Feinde sind gelegentlich Dingos, für Jungtiere teilweise auch Warane. Bei Gefahr gräbt der Kurzschnabeligel sich unwahrscheinlich schnell in lockeren Boden ein oder rollt sich zu einer Kugel zusammen. Seine kurzen, aber starken Stacheln auf dem Rücken und an beiden Seiten bieten ihm hervorragenden Schutz vor Feinden.

Ernährung

Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Ameisen und Termiten, die er mit seiner langen klebrigen, wurmförmigen Zunge sammelt und durch den hornigen, walzenartigen Schnabel zieht.

Fortpflanzung

Die Paarung findet zwischen Juni und August statt. Die Weibchen sondern aus ihrer Kloakenöffnung einen Duft ab, mit dem sie die Männchen anziehen. Der Geschlechtsakt finden Bauch an Bauch statt. Vor der Eiablage bildet sich der Brutbeutel am Bauch des Weibchens, in dem die Milchdrüsen verborgen sind. Nach ca. einem Monat legt das Weibchen dann das Ei in den Brutbeutel. Hierzu legt es sich auf den Rücken, krümmt sich und drückt die Kloake an die Öffnung des Beutels. Das Ei hat einen Durchmesser von 13-16 mm. Nach etwa 10 Tagen schlüpft dann das nackte, blinde Junge, das eine Länge von 1,5 mm und ein Gewicht von etwa 380 mg hat. Sobald sich die Stacheln bilden (nach ca. 6-8 Wochen), legt die Mutter das Junge in eine Art Nest. Mit 6 Monaten wird das Junge dann entwöhnt, mit etwa einem Jahr ist es dann geschlechtsreif.

Verwandtschaft

Kurzschnabeligel gehören zur Familie der Ameisenigel (Tachyglossidae)
dazu gehört auch die Gattung:

  • Langschnabeligel (Zaglossus)

Systematik

Zur Gattung der Kurzschnabeligel (Tachyglossus) gehören die Arten:

  • Australien-Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus)
  • Tasmanien-Kurzschnabeligel (Tachyglossus setosus)

Die Arten

Tasmanien
Englisch: Tasmanian Echidna
Französisch: Échidné de Tasmanie
erstmals 1803 durch Geoffroy erwähnt
Allgmeines: Seine Stacheln sind im Fell verborgen.
Verbreitung: Lebt in Tasmanien und einige Inseln der Bass-Straße.

Die Art Australien-Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus) ist umfangreicher beschrieben und hat eine eigene Seite.


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