Informationen Weissschwanz Praeriehund Cynomys Leucurus

Wissenschaftliche Informationen über den Weißschwanz-Präriehund, ein Mitglied aus der Gattung der Präriehunde, Nagetiere.
wissenschaftlicher Name: Cynomys leucurus

Merriam, 1890

Allgemeines

Der Weißschwanz-Präriehund erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 34 bis 37 cm, eine Schwanzlänge von 4 bis 6,5 cm und ein Gewicht von 600 bis 1.300 Gramm, wobei die Männchen etwas größer und schwerer als die Weibchen werden. Das Fell ist gelblichbraun, am Rücken dunkel bis schwarz gesprenkelt. Die Bauchseite ist hellbraun bis weißlich. Die Ohren sind klein, die Schnauze läuft spitz zu. An der Schnauzenspitze trägt der Präriehund Tasthaare. Die Beine sind kurz, die Füße tragen kräftige Krallen.

Weißschwanz-Präriehunde haben eine Lebenserwartung von 6 bis 7 Jahren, vorausgesetzt, sie werden nicht von...


bild Weissschwanz Praeriehund Cynomys Leucurus
Foto von einem Weißschwanz-Präriehund vor seinem Bau

© Copyright Bild / Foto: Weissschwanz Praeriehund Cynomys Leucurus
© www.HickerPhoto.com


... ihren Feinden erbeutet. Es gibt kaum ein Tier, das dieses Alter erreicht haben könnte.

Verbreitung

Die Heimat dieser Erdhörnchen sind einige US-Bundesstaaten, wie das südliche Montana, das südwestliche Wyoming, das nordöstliche Utah und das westliche Colorado. Als Lebensraum dienen die Ebenen der offenen Prärien und die Grasländer. Dabei gehen die Weißschwanz-Präriehunde sogar in Höhen von bis zu 2.000 Metern.

Feinde

Weißschwanz-Präriehunde haben eine Reihe von natürlichen Feinden, zu ihnen gehören Kojoten, Rotluchse, Pumas, Silberdachse, Greifvögel und sogar Klapperschlangen. Auch wenn Weißschwanz-Präriehunde eher einzelgängerisch leben, warnen sie sich durch schrille Rufe gegenseitig, wenn Gefahr droht.

Lebensweise

Der Weißschwanz-Präriehund ist ein tagaktives Nagetier, das teilweise in größeren Kolonien lebt. Eine Kolonie besteht allerdings nicht aus einer festen Gruppe, sondern aus einzelnen Tieren, die jeweils ihr eigenes Revier haben. Die Präriehunde leben eher einzelgängerisch nebeneinander her. Nur zur Paarungszeit treffen die Männchen und die Weibchen aufeinander, ansonsten verteidigt jedes Tier - Männchen wie Weibchen - ihr Revier, das eine Größe von vier bis acht Hektar haben kann, gegen Artgenossen. Wenn man mehrere Tiere zusammen sieht, dann sind es in der Regel Mütter mit ihren Jungen. Weißschwanz-Präriehunde halten eine Winterruhe, zu der sie sich im Sommer eine dicke Speckschicht anfressen.

Der Bau eines Weißschwanz-Präriehundes besteht aus mehreren Ein- und Ausgängen und einem Labyrinth aus über 10 Meter langen Gängen. In dem Bau werden mehrere Wohnkessel angelegt. Die Baue sind so angelegt, dass er nicht nur Schutz vor Feinden bietet, sondern so, dass weder Regen noch Schnee eindringen kann.

Ernährung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gräsern, Kräutern, Wurzeln, Blättern und teilweise auch aus Rinde. Hin und wieder stehen allerdings auch Insekten wie Käfer, Wanzen und Heuschrecken, sowie Würmer und Schnecken auf dem Speiseplan. Den Flüssigkeitsbedarf decken die Weißschwanz-Präriehund durch die pflanzliche Nahrung. Sie brauchen nicht trinken. Ihre Nahrung suchen die Präriehunde tagsüber, bleiben dabei aber immer in unmittelbarer Nähe zu ihrem Bau.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit fällt in die Zeit von April bis Mai. Während dieser Zeit paart sich ein Männchen mit allen Weibchen, die sich dann in seiner Gruppe befinden. Nach einer Tragzeit von rund 30 Tagen bringt das Weibchen in einem ihrer Wohnkessel 3 bis 6 Junge zur Welt, in seltenen Fällen können es sogar bis zu 8 Junge sein. Die Jungen sind zunächst blind, taub und nackt. Das Fell beginnt in der dritten Woche an zu wachsen, die Augen öffnen sich mit 4 bis 5 Wochen. Kurz danach kommen die Jungen erstmals an die Erdoberfläche. Mit etwa 7 bis 8 Wochen werden die Jungen zwar entwöhnt, sind aber erst mit etwa 8 bis 10 Monaten selbständig.

Weißschwanz-Präriehunde werden mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif.

Systematik

Die Gesamtsystematik:


Zur Gattung der Präriehunde (Cynomys) gehören auch die Arten:

  • Schwarzschwanz-Präriehund (Cynomys ludovicianus)
  • Gunnisons Präriehund (Cynomys gunnisoni)
  • Mexikanischer Präriehund (Cynomys mexicanus)
  • Utah-Präriehund (Cynomys parvidens)

Verwandtschaft

Präriehunde gehören zur Tribus der Echte Erdhörnchen (Marmotini)
dazu gehören auch die Gattungen:

  • Chinesische Rothörnchen (Sciurotamias)
  • Ziesel (Spermophilus)
  • Antilopenziesel (Ammospermophilus)
  • Murmeltiere (Marmota)
  • Streifenhörnchen (Tamias)

Status

Auch wenn die Weißschwanz-Präriehunde den Farmern ein Dorn im Auge sind und sie von denen stark bejagt werden, ist der Bestand keinesfalls gefährdet. Die Farmer sehen in den Präriehunden eine Gefahr für ihr Weidevieh, das mit den Beinen in die Löcher der Baue geraten und sich dabei die Beine brechen kann.

In anderen Sprachen

  • Englisch: White-tailed prairie dog
  • Spanisch: Perrito de la pradera de cola blanca



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