Informationen Wombats

wissenschaftlicher Name: Vombatidae/i>. Wombats sind eine Familie der Beuteltiere


Infos zu den Wombats

  • Englisch: Wombats
  • Französisch: Wombats

  • Ordnung: Beuteltiere (Marsupialia)
  • Unterklasse: Beutelsäuger (Metatheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Wombats erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 67-120 cm und ein Gewicht von bis zu 19-39 kg. Der Körper ist walzenförmig gestreckt, wobei die im hinteren Drittel steil abfallende Rückenlinie auffällig ist. Der ganze Körper wirkt plump, gedrungen. Der Stummelschwanz bleibt meistens im Fell verborgen. Der Kopf ist breit und kräftig. Die Augen sind verhältnismäßig klein. Die Nase kann nackt oder behaart sein - übrigens der Unterschied der beiden Gattungen. Die Vorderbeine sind kurz, muskulös und mit kräftigen Grabkrallen ausgestattet. Wie an den Vorderbeinen, weisen die Zehen der deutlich schwächeren, auch kurzen Hinterbeine nach innen. Die große Zehe der Hinterbeine ist unbekrallt und die 2. und 3. Zehe sind bis auf das letzte Glied häufig miteinander verbunden. Die Haut ist sehr derb und widerstandsfähig gegen Verletzungen. Über dem hinteren Rückenbereich wirkt sie sogar brettartig hart. Der Beutel ist nach hinten offen und enthält 2 Zitzen. Das Fell ist gelbgrau bis schwarzbraun, manchmal mit hellen oder dunklen unregelmäßigen Flecken versehen. Die Zähne haben offenen Wurzeln und wachsen ständig nach.

Verbreitung

Die Wombats leben in Südostaustralien, Tasmanien, im Inneren von Queensland und auf den nahe gelegenen Inseln in der Bass-Straße.

Lebensweise

Tagsüber schlafen Wombats in selbstgegrabenen Erdbauen. Die Gänge dieser Baue können bis zu 8 m lang sind und münden in einen großen Wohnkessel, der mit Pflanzenstoffen ausgepolstert ist. In den kühleren Jahreszeiten liegen sie gelegentlich tagsüber auch in flachen Mulden in der Nähe des Höhleneinganges, um sich zu sonnen. Die Nahrungssuche erfolgt nachts. Der Höhleneingang liegt meistens unter einer Baumwurzel oder unter einem Felsen.

Die Wombats sind hervorragend an die grabende Lebensweise angepasst, dank ihres walzenförmigen Körper, den großflächigen Pfoten und den mächtigen Krallen, die recht schnell wachsen. Sie können unnatürlich lang werden, wenn die Tiere keine Möglichkeit haben, sie abzunutzen.

Wombats sind sehr wehrhaft, sie können sich selbst gegen Hunde erfolgreich verteidigen. Die Zähne der Angreifer finden an der straffen, schwartenartigen Haut keinen Halt. Wombats dagegen können ihre Gegner durch die unglaublich schnellen Bisse schwer verletzen. In seinen Gängen ist der Wombat fast unangreifbar. Wenn ein Hund versucht, einen Wombat in seiner Höhle in den Rücken oder in die Flanken zu beißen, dann stemmt sich dieser mit aller Kraft gegen die Höhlenwand und klemmt den Kopf des Hundes so fest ein, dass dieser erstickt oder schwer verletzt wird. Selbst Artgenossen gegenüber sind sie oft sehr unerträglich. Im Allgemeinen aber ist der Wombat ein gutmütiges Tier, das sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Er ist friedlich und lässt sich sogar ohne Unwillen vom Boden hochnehmen und wegtragen.

Bis auf den Menschen hat der erwachsene Wombat keine Feinde. Sie machten sich in den von Menschen besiedelten Gebieten sehr unbeliebt, weil sie Gemüsegärten und Felder zerstören, und auch Kaninchenzäune unterwühlen. Jährlich werden Tausende von Wombats bei den Maßnahmen zur Kaninchenbekämpfung vergiftet und vergast, weil sich Kaninchen oft in die Gänge und Höhlen der Wombatbaue flüchten. Pferde und Rinder brechen häufig in die knapp unter der Erdoberfläche verlaufenden Gänge ein und verletzen sich schwer.

Ernährung

Wombats sind reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Pilzen und Wurzeln.

Fortpflanzung

Wombats, die sonst Einzelgänger sind, finden sich nur zur Paarungszeit zusammen. Im April oder Mai wird ein Junges, das für ein Beuteltierjunges verhältnismäßig weit entwickelt ist, geboren. Es hat ein Geburtsgewicht von etwa 2 g und ist ca. 2 cm lang. Nach etwa 6 Monaten ist es dann voll behaart und verlässt den Beutel. Dann bleibt es meist noch 4 Monate bei der Mutter.

Verwandtschaft

Wombats gehören zur Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia)
dazu gehören auch die Familien:

  • Beutelratten (Didelphidae)
  • Zwergopossums (Microbiotheriidae)
  • Spitzmausopossums oder Opossummäuse (Caenolestidae)
  • Raubbeutler (Dasyuridae)
  • Beutelwölfe (Thylacinidae)
  • Ameisenbeutler (Myrmecobiidae)
  • Beutelmulle (Notoryctidae)
  • Nasenbeutler oder Bandikuts (Peramelidae)
  • Regenwald-Nasenbeutler (Peroryctidae)
  • Kletterbeutler (Phalangeridae)
  • Ringbeutler (Pseudocheiridae)
  • Gleitbeutlerverwandte oder Streifenphalanger (Petauridae)
  • Bilch- und Zwerggleitbeutler (Burramyidae)
  • Honigbeutler (Tarsipedidae)
  • Koalas oder Beutelbären (Phascolarctidae)
  • Rattenkängurus (Potoroidae)
  • Eigentliche Kängurus (Macropodidae)

Systematik

Zur Familie der Wombats (Vombatidae) gehören die Gattungen:

  • Nacktnasenwombats (Vombatus)
  • Haarnasenwombats (Lasiorhinus)


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foto Suedlicher Haarnasenwombat Suedlicher Haarnasenwombat
wissenschaftlicher Name: Lasiorhinus latifrons. Der Suedlicher Haarnasenwombat gehoert zur Gattung der Haarnasenwombats.
foto Nacktnasenwombat Nacktnasenwombat
wissenschaftlicher Name: Vombatus ursinus. Der Nacktnasenwombat gehoert zur Familie der Wombats
foto Nacktnasenwombat Nacktnasenwombat
wissenschaftlicher Name: Vombatus ursinus. Der Nacktnasenwombat gehoert zur Familie der Wombats
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