Informationen Stoerartige

Wissenschaftliche Informationen und Bilder über Störartige, einer Ordnung der Knochenfische.
wissenschaftlicher Name: Acipenseriformes


auch Knorpelschmelzschupper, Störe
Berg, 1940

Allgemeines

Zur Ordnung der Störartigen gehören 28 Arten in zwei heute noch lebenden Familien. Doch es gab zahlreiche Störarten mehr, die aber bereits ausgestorben sind. Anhand von Fossilien konnte festgestellt werden, dass es die Störartigen bereits in der Kreidezeit gab, also bereits vor etwa 145 bis 65 Millionen Jahren. Diese Fische haben ein verknöchertes Skelett, das allerdings nicht vollständig ist.

Einige Störarten sind die Lieferanten von Kaviar, aber auch als Speisefisch haben diese Fische eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Allerdings sind alle Arten stark gefährdet und teilweise bereits in einigen ihrer ursprünglichen lokalen Gebiete ausgestorben.

Unter den Störartigen befinden sich die größten Süßwasserfische der Erde. So können die Hausen fast 8 m lang und 1300 kg schwer werden. Störe haben ein haiähnliches Aussehen. Der Körper ist lang gestreckt, die Schnauze spitz ausgezogen und die Schwanzflosse schief, mit im oberen Teil endender Wirbelsäule. Die Schuppen sind auf 5 Längsreihen von Knochenschilden an Rücken, Seiten und Bauch reduziert. Vor dem unterständigen Mund stehen 4 Barteln. Der Mund kann wie ein Saugrohr vorgestülpt werden. Alle Flossen, bis auf die Brustflossen, setzten weit hinten an. Die Störe i.e.S. haben eine kegelförmige, mehr oder weniger lang ausgezogen Schnauzenspitze und jederseits ein Spritzloch. Die Schaufelstöre zeichnen sich durch eine schaufelartig abgeplattete Schnauze und fehlende Spritzlöcher aus.

Verbreitung

Echte Störe findet man nur in den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel. Einige Arten leben im Meer und wandern zum Laichen flussaufwärts, während andere ständig in Flüssen oder Binnenseen bleiben.

Ernährung

Störe ernähren sich überwiegend von Weichtieren, Ringelwürmern, Garnelen und Fische.

Fortpflanzung

Die Störe laichen im Frühjahr. Die Süßwasserarten bevorzugen flaches Wasser und suchen gern kleine Flüsse zum Laichen auf; die Meerarten wandern in Flüsse ein. Der Hausen zieht vom Kaspischen Meer die Wolga hinauf und laicht in Löchern, die mitunter bis 36 m tief sind. Beim Seestör reifen die Eier ständig, und das Weibchen laicht hier und dort eine kleine Anzahl ab.

Die Störe sind sehr fruchtbar - ein ausgewachsenes Weibchen produziert ca. mehrere Millionen Eier -, entwickeln sich aber sehr langsam. Sie können über 75 Jahre alt werden.

Frisch geschlüpfte Larven sind kaum länger als 12 mm und tragen vor dem Maul eine pigmentierte Grube als Reste einer Saugscheibe. Der Hausen wächst pro Jahr 38 cm. Der Seestör braucht 20 Jahre, um 1,2 m lang und damit geschlechtsreif zu werden.

Systematik

Die Gesamtsystematik:


Zur Ordnung der Störartigen (Acipenseriformes) gehören zwei Familien:

  • Störe (Acipenseridae) mit 26 Arten
  • Löffelstöre (Polyodontidae) mit 2 Arten

Verwandtschaft

Störartige gehören zur Unterklasse der Knorpelganoide (Chondrostei)
dazu gehört auch die Ordnung:


In anderen Sprachen

  • Englisch: Acipenseriformes
  • Französisch: Acipenseriformes
  • Italienisch: Acipenseriformi
  • Niederländisch: Steurachtigen
  • Norwegisch: Størfisker
  • Schwedisch: Störartade fiskar


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foto Loeffelstoere Loeffelstoere
Wissenschaftliche Informationen über Löffelstöre, einer Familie der Knochenfische.
wissenschaftlicher Name: Polyodontidae


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