Infos zu den Schlangenaalen
Es gibt etwa 200 Arten in der Familie, von denen viele prächtige gefärbt sind und neben manchen Muränen zu den auffälligsten Vertretern der Aale gehören.
Schlangenaale sind von extrem gestreckter, schlangenähnlicher Gestalt. Sie können bis 90 cm lang werden. Der Körper ist schuppenlos und am Schwanzende dornartig zugespitzt. Das erlaubt den Tieren, sich ähnlich wie die Röhrenaale mit der Schwanzspitze voran in den Bodengrund einzubohren. Die Schwanzflosse ist kaum noch vorhanden und auch die Brustflossen sind meist sehr verkümmert. Rücken- und Afterflossen bilden keinen Flossensaum und können bei einigen Arten auch reduziert sein.
Die Schlangenaale sind besonders in Küstennähe in allen warmen und z.T. auch in gemäßigten Meeren weltweit verbreitet. Einige Arten leben auch im Süßwasser von Flüssen und kehren wie die Flussaale zum Laichen wieder ins Meer zurück.
Tagsüber graben sich die Schlangenaale ein und nachts gehen sie auf Beutefang.
Die Schlangenaale ernähren sich besonders von kleinen Fischen, Weichtieren und Krebsartige.
Schlangenaale gehören zur Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes)
dazu gehören auch die Familien der Aale:
Zur Familie der Schlangenaale (Ophichthyidae) gehören die Gattungen:
Der Garnelenaal (Ophichthys gomesii) wird bis zu 75 cm lang und lebt an der mittelamerikanischen Ostküsten. Er hat sich ganz auf die Jagd von kleinen Krebstieren spezialisiert. Ophichthys serpens ist mit einer Länge von bis zu 2 m einer der größten Schlangenaale und kommt am Mittelmeer vor.
Der Eingeweideaal (Pisoodonophis cruentifer) wird bis zu 40 cm lang und lebt als Schmarotzer. Er bohrt sich in andere Fische (Heilbutt, Dorschfische) ein und frisst an deren Muskeln und Organe.
Der Myrichthys colubrinus lebt an den Küsten Indonesiens und ahmt eine der giftigsten Seeschlangen nach. Das nicht nur durch das gleiche Aussehen (Anordnung von schwarzen Bandringen um den Körper), sondern auch durch täuschende Ähnlichkeit der Schwimmbewegungen. Selbst der Fachmann hat Schwierigkeiten, die beiden Tierarten im Wasser zu unterscheiden.