Informationen Sackmaeuler

wissenschaftlicher Name: Saccopharyngidae. Sackmaeuler sind eine Familie der Knochenfische


Infos zu den Sackmäuler

  • Unterordnung: Pelikanaale (Saccopharyngoidei)
  • Ordnung: Aalartige (Anguilliformes)
  • Überordnung: Echte Knochenfische (Teleostei)
  • Unterklasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
  • Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

In dieser Familie gibt es etwa 5 Arten. Sie Sackmäuler sind Tiefseefische, die dem Urbild entsprechen. Sie haben riesige Mäuler, dehnbare Mägen, bezahnte Kiefer und ein Leuchtorgan am Schwanz. Die Sackmäuler sind über 2 m lang (der meiste Teil davon ist der Schwanz) und sind im Vergleich mit anderen Tiefseefischen sehr groß.

Eine Besonderheit dieser Fische ist, dass das Seitenlinienorgan, nicht wie bei den anderen Fischen in einem Kanal unter der Haut, sondern außen am Körper liegt. Vermutlich sind die Fische so empfindlicher gegenüber Druckwellen im Wasser, so dass sie leichter Beutetiere, die sich bewegen, wahrnehmen und aufspüren können.

Verbreitung

Im westlichen Atlantik gibt es die Art Saccopharynx harrisoni, dessen Fang ein glücklicher Zufall war. Der Fisch hatte sich in 1700 m Tiefe mit seinen Zähnen in einem Schleppnetz verfangen. Da er außen am Netz hing, wurde er beim Einholen des Netzes nicht von den anderen Fischen erdrückt. Da dieser Art die Schwimmblase fehlt, entging der Fisch gleichzeitig dem Schicksal vieler an der Oberfläche geholter Tiefseefische, denen die Schwimmblase augrund der durch den nachlassenden Wasserdruck bedingten Ausdehnung geplatzt ist.

Leuchtorgan

Am Ende des langen, immer dünner werdenden Schwanzes tragen sämtliche Sackmäuler ein Leuchtorgan. Leider weiß man bis heute nicht, welche Funktion es hat. Auch die anderen Leuchtorgane, die die Sackmäuler haben, stellen ein Rätsel dar. Von der Oberseite des Schädels bis zum Schwanz verlaufen zwei Furchen, die ein weiß leuchtendes Gewebe enthalten, das ein schwaches Licht verbreitet. Das eigentliche Leuchtorgan befindet sich in den letzten 15 cm des Schwanzes. Außerdem sind noch diverse kleine farbige Warzen (Papillen) über den Körper verteilt. Diese Papillen erzeugen ein ständig rosafarbenes Licht. Das Leuchtorgan im Schwanz kann zusätzlich zu einem ständig rötlichen Glimmer auch Lichtblitze aussenden.

Verwandtschaft

Sackmäuler gehören zur Unterordnung der Pelikanaale (Saccopharyngoidei)
dazu gehören auch die Familien:

  • Pelikanaale (Eurypharyngidae)
  • Einkieferaale (Monognathidae)

Systematik

Zur Familie der Sackmäuler (Saccopharyngidae) gehört die Gattung:

  • Saccopharynx

Der Schlinger

Der Schlinger (Saccopharynx ampullaceus) ist aus einer Tiefe von etwa 2500 m bekannt. Er ist mit fast 2 m Länge der größte Vertreter der Pelikanaale. Mit seinem Maul das mit sehr vielen Zähnen bestückt ist, sieht der Schlinger wie ein Ungeheuer der Tiefsee aus. Er kann sogar Beutetiere verschlingen, die größer sind als er selbst. Der Schwanz ist fadenförmig und etwa viermal so lang wie der eigentliche Körper. Das Gehirn und die Augen sind sehr klein und liegen vorne im Kopf. Der Schlinger scheint von seinem Aussehen her nur dafür geschaffen zu sein, um zu fressen.


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