Infos zu den Quastenflossern
Der Quastenflosser galt als ausgestorben bis man 1938 einen 1,50 m langen und 52 kg schweren unbekannten Fisch im Indischen Ozean in der Gegend östlich von East London (Südafrika) aus knapp 70 m Tiefe gefangen hatte. Der Fischkundler...
... Prof. Smith aus Grahamstown in Südafrika identifizierte den Fisch als Nachfahre der vor 60-70 Millionen Jahren lebenden Quastenflosser. Er gab dem Tier den Namen Latimeria chalumnae (heute: Komoren-Quastenflosser). Erst 15 Jahre später gelang der nächste Fang in der Gegend der Komoren. Es konnten dann noch weitere Tiere gefangen werden, einmal sogar ein lebendes.
Der Fund war wissenschaftlich von besonderem Interesse, weil man annimmt, dass eine ähnliche Form einmal der Urahne der vierfüßigen Wirbeltiere gewesen ist.
Die gliedmaßenähnlichen Brust- und Bauchflossen bestehen aus einer gegliederten knöchernen Achse mit Muskulatur (Fleischflosser), schuppenbedeckter Haut und zweiseitigen Flossenstrahlen (wie eine Quaste). Die zweite Rücken- und die Afterflosse sind ebenso aufgebaut. Nur die erste Rückenflosse besteht aus Stachelstrahlen und sieht wie eine typische Fischflosse aus. Die kräftige Schwanzflosse ist dreigeteilt, weil das Rückgrat bis in das Ende dieser hineinreicht. Der Schädel kann durch ein Gelenk zwischen Vorder- und Hinterhaupt in sich bewegt werden. Auf den Kieferrändern sitzen kräftige, spitze Zähne. Der Verdauungstrakt wird wie bei Haien und primitiven Knochenfischen durch ein spiraliges Darmrohr vergrößert. Auch das Herz ist ein einfaches Rohr.
Die ältesten Quastenflosser hatten wahrscheinlich primitive Lungen und innere Nasenöffnungen, wodurch sie durch die Nase Luft aufnehmen konnten. Heute ist aus der Lunge eine Schwimmblase geworden.
Das größte bisher gefangene Tier hatte eine Länge von 1,93 m und ein Gewicht von 90 kg. Weibchen werden länger als Männchen. Die Fische werden mindesten 11 Jahre alt.
Sie kommen in dem Gebiet zwischen den Komoren und Madagaskar in einer Tiefe von 150-400 m vor.
Durch die beinartigen Brust- und Bauchflossen kann der Fisch am Boden "spazieren gehen" oder seine Beute beschleichen, wobei die Brustflossen um 180° um die eigene Achse gedreht werden können. Wenn der Quastenflosser schnell schwimmen will, benutzt er seine mächtige Schwanzflosse.
Offenbar ist der Quastenflosser ein Raubfisch, da sich einige von ihnen mit Angeln fangen ließen, an denen Fische als Köder angebracht waren.
Die Weibchen tragen sehr große Eier. Bei einem 1,60 m langen Quastenflosser-Weibchen wurden 20 tennisballgroße Eier gefunden. Einige Embryonen die gefunden wurden, hingen noch am Dottersack (standen somit noch nicht unmittelbar vorm Schlupf) aber waren bereits 32 cm lang. Daraus schließt man, dass die Entwicklung der Embryonen über ein Jahr dauert. Man hat noch ein anderes Weibchen gefunden, das 5 fast voll entwickelte Junge im Eileiter trug. Seit dem weiß man, dass die Quastenflosser zwar Eier produzieren, aber lebend gebären. Die Jungen schlüpfen also schon im Mutterleib aus und kommen vollentwickelt zur Welt.
Quastenflosser gehören zur Unterklasse der Muskel- und Fleischflosser (Sarcopterygii)
dazu gehören auch die Ordnung:
Zur Ordnung der Quastenflosser (Crossopterygiformes) gehört nur eine Familie mit einer Gattung und einer bekannten Art, dem Komoren-Quastenflosser.
Quastenflosser - wissenschaftlicher Name: Crossopterygiformes. Quastenflosser sind eine Ordnung der Knochenfische
Bilder / Foto Name: quastenflosser - Quastenflosser
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