Infos zu den Primaten
Die Primaten haben sich offensichtlich vor etwa 80 Millionen Jahren von den Insektenfressern abgespalten haben. Die ersten eindeutigen Primatenfunde stammen aus der Zeit vor 65 Millionen Jahren.
Das Aussehen der Primaten ist recht unterschiedlich, denn es ist von der Lebensweise und Entwicklungshöhe abhängig.
Die Hände und Füße sing bei allen Arten verhältnismäßig ursprünglich, allerdings sind teilweise sehr wichtige Veränderungen eingetreten. Fast alle Primaten haben 5 Finger an den Händen. Nur einige Loris haben den Zeigefinger rückgebildet und Hände und Füße zu Greifzangen umgewandelt. Klammer- und Stummelaffen haben ihre Daumen reduziert.
Viele Primaten können aufrecht gehen, das kommt daher, weil der Oberschenkel nicht, wie bei den meisten anderen Säugern, von der Rumpfhaut eingeschlossen, sondern frei liegt.
Die Primaten haben überraschend wenig Feinde. Diese wenigen Feinde sind u.a. Affenadler, Riesenschlangen und Leoparden. Schimpansen erbeuten hin und wieder Rote Stummelaffen oder junge Paviane, die Paviane selbst machen manchmal Jagd auf die Grüne Meerkatzen.
Das soziale Gemeinschaftsleben der meisten Primaten ist der größte Schutz gegen Feinde. Die Verteidigung der Horden wird von den Männchen oder nur von den dominanten Männern übernommen, während die Jungen von den Weibchen geschützt wird. Diese unterstützen die Abwehrschlacht gegen den Feind durch lautes Lärmen.
Viele Halbaffen müssen ohne den Schutz eines geschlossenen Verbandes auskommen. Den Plump- und Schlankloris haben ein Drüsensekret als Verteidigungswaffe zur Verfügung.
Die meisten Primaten leben in mehr oder weniger großen, streng oder locker gegliederten Gemeinschaften. In so einer Horde können mehrere Generationen leben oder es sind nur Kinderstubengruppen. Männliche Tiere können allein oder in Junggesellengruppen leben, die Weibchen können jeweils in einem Harem leben. Manchmal leben nur Männchen und Weibchen zusammen, die mit älteren und jüngeren Kindern Familiengruppen bilden können. Es gibt auch wenige Arten, die Einzelgänger sind. Solche Gruppen können 2 bis 400 Tiere umfassen. Der Durchschnitt liegt bei 3-30.
Die meisten Primaten sind Allesfresser. Sie fressen Samen und Früchte, Blätter und Gras, Insekten, Eier und Fleisch.
Paviane und Schimpansen jagen manchmal andere Primaten oder töten neugeborene Paarhuferjunge.
Primaten gehören zur Unterklasse der Echten und Höheren Säuger (Eutheria)
dazu gehören auch die Ordnungen:
Zur Ordnung der Primaten (Primates) gehören die Unterordnungen:
Es gibt zwei Unterordnungen, die Halbaffen und die Affen. Zu den Halbaffen gehörten einst auch die altertümliche Familie der Spitzhörnchen. Heute stellen sie eine eigene Ordnung dar. Zu den madagassischen Halbaffen (Teilordnung Lemurenartige (Lemuriformes)) gehören die Familien der Lemuren und Indris, sowie die etwas abseits stehenden Fingertiere.
In Asien und Afrika leben die Unterfamilien der Loris und Galagos, die zur Familie der Loris (Lorisidae) zusammengefasst werden.
Eine sehr hoch entwickelte und moderne Halbaffenfamilie sind die Koboldmakis.
Die Unterordnung der Affen wird in 3 Unterordnungen aufgeteilt: Die Neuwelt- oder Breitnasenaffen, zu denen die Familien der Krallenäffchen und der Greif- oder Klammerschwanzaffen gehören, und die Altwelt- oder Schmalnasenaffen, die sich in die Überfamilien der Tieraffen (Cercopithecoidea) und die Menschenartigen (Hominoidea) unterteilen.
Zu den Tieraffen gehören die Familien der Schlank- oder Blätteraffen, der Meerkatzen und der Hundskopfaffen. Zu den Menschenartige gehören die Familien der Gibbons, der Menschenaffen i.w.S. und der Menschen.
|
Indischer Hutaffe wissenschaftlicher Name: Macaca radiata. Der Indische Hutaffe gehört zur Familie der Meerkatzenverwandten |
|
Berberaffe Berberaffe oder Magot wissenschaftlicher Name: Macaca sylvanus. Der Berberaffe gehört zur Familie der Meerkatzenverwandten |
|
Goldgelbes Loewenaeffchen Goldgelbes, Rötel- oder Großes Löwenäffchen wissenschaftlicher Name: Leontopithecus rosalia. Das Goldgelbe Löwenäffchen gehört zur Familie der Krallenaffen |
|
Katta wissenschaftlicher Name: Lemur catta. Der Katta gehört zur Familie der Lemuren |
|
Lisztaffe Lisztaffe oder -äffchen wissenschaftlicher Name: Saguinus oedipus. Der Lisztaffe gehört zur Familie der Krallenaffen |
|
Baerenpavian Saeugetier Primat Affe Bärenpavian, auch Tschakma wissenschaftlicher Name: "Papio ursinus". Der Bärenpavian gehört zur Familie der Meerkatzenverwandten. |
|
Mantelpavian wissenschaftlicher Name: Papio hamadryas. Der Mantelpavian gehört zur Familie der Meerkatzenverwandten |
|
Gruene Meerkatze wissenschaftlicher Name: Chlorocebus. Die Grünen Meerkatzen sind eine Gattung der Altweltaffen |
|
Gibbons Oder Langarmaffen wissenschaftlicher Name: Hylobatidae. Gibbons sind eine Familie der Affen. |
|
Meerkatzen wissenschaftlicher Name: Cercopithecidae. Meerkatzen sind eine Familie der Primaten |
|
Krallenaeffchen wissenschaftlicher Name: Callitricidae. Krallenaeffchen sind eine Familie der Primaten |
|
Referenzen |