Informationen Pakas

wissenschaftlicher Name: Agoutidae. Pakas sind eine Familie der Nagetiere

Infos zu den Pakas

  • Unterordnung: Meerschweinchenverwandte (Caviomorpha)
  • Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
  • Unterklasse: Echte oder Höhere Säuger (Eutheria)
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)
  • Unterstamm: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Bilateria

Allgemeines

Der Kopf ist plump und dick, hoch und eckig und wirkt wie geschwollen. Der Hals ist kurz, der Rumpf gedrungen. Die Beine sind kräftig, der Schwanz verkümmert. Am Schädel sind mächtige Jochbögen. Durch diese...


bild Pakas
 



© Copyright Bild / Foto: Pakas


... Jochbögen befinden sich beiderseits der Mundhöhle jeweils eine besondere Backentasche. Diese sind aber nicht zur Aufnahme von Futter bestimmt, sondern als Resonanzräume bei der Lautäußerung. An allen vier Füßen befinden sich jeweils fünf Zehen.

Die Pakas sind gute Schwimmer und können auch gut tauchen.

Verbreitung

Die Pakas sind an die Uferzonen der Gewässer und Sumpfgebiete der tropischen Wälder in Südamerika gebunden.

Lebensweise

Tagsüber halten sich Pakas in ihren unterirdischen Gängen und Kessel auf. Meistens alleine, manchmal auch zu zweit. Pakas sind sehr scheu und vorsichtig. Sie sind nachtaktiv. Auch sind sie leicht reizbar, wehrhaft und angriffslustig.

Fortpflanzung

Das Weibchen bringt im Sommer ein- bis zweimal im Jahr ein Junges zur Welt. Das Junge ist nicht viel größer als eine Hausmaus und wächst nur sehr langsam.

Verwandtschaft

Pakas gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia)
dazu gehören auch die Familien der Meerschweinchenverwandten:

  • Chinchillaratten (Abrocomidae)
  • Sandgräber (Bathyergidae)
  • Baum- und Ferkelratten (Capromyidae)
  • Meerschweinchen (Caviidae)
  • Chinchillas und Viscachas (Chinchillidae)
  • Kammfinger oder Gundis (Ctenodactylidae)
  • Kammratten oder Tukotukos (Ctenomyidae)
  • Agutis und Acouchis (Dasyproctidae)
  • Pakaranas (Dinomyidae)
  • Stachelratten (Echimyidae)
  • Baumstachler (Erethizontidae)
  • Riesennager, Wasserschweine oder Capybaras (Hydrochoeridae)
  • Nutrias (Myocastoridae)
  • Degus oder Trugratten (Octodontidae)
  • Felsenratten (Petromuridae)
  • Rohrratten (Thryonomyidae)

die Familien der Stachelschweinverwandten:
  • Stachelschweine (Hystricidae)

die Familien der Mäuseverwandten:
  • Wühler (Cricetidae)
  • Springmäuse oder Springnager (Dipodidae)
  • Bilche (Gliridae)
  • Langschwanzmäuse (Muridae)
  • Stachelbilche (Platacanthomyidae)
  • Wurzelratten (Rhizomyidae)
  • Salzkrautbilche (Seleviniidae)
  • Blindmäuse (Spalacidae)
  • Hüpfmäuse und Streifenhüpfmäuse (Zapodidae)

und die Familien der Hörnchenverwandten:
  • Dornschwanzhörnchen (Anomaluridae)
  • Stummelschwanzhörnchen (Aplodontidae)
  • Biber (Castoridae)
  • Taschennager oder Taschenratten (Geomyidae)
  • Taschenmäuse (Heteromyidae)
  • Springhasen (Pedetidae)
  • Hörnchen (Sciuridae)

Systematik

Zur Familie der Pakas (Agoutidae) gehören die Gattungen:

  • Cuniculus
  • Stictomys

Arten

Die Paka (Cuniculus paca) erreicht eine Körperlänge von 70-80 cm, eine Körperhöhe von 32-34 cm und ein Gewicht bis zu 10 kg. Sie gehört zu den größten Nagetieren der Welt. Das Fell ist borstig und rotbraun, an den Körperseiten befinden sich helle Fleckenreihen, der Bauch ist weiß. Die Augen sind groß und pechschwarz. Die Ohren sind kurz und schwach behaart. Über den Augen und rund ums Maul stehen viele sehr starke, helle, rückwärts gerichtete Borsten. Die Paka lebt in den feuchten Waldgebieten in der Nähe von Gewässern im gesamten tropischen Südamerika, östlich der Anden. Die Nahrung besteht aus Pflanzenteilen aller Art, am liebsten Früchte. Sie frisst sehr viel. Die Paka ist trotz ihres plumpen Körpers sehr flink. Bei Gefahr flüchtet sie meistens ins Wasser oder in den Bau. Sie können aber auch den Gegner anspringen und mit ihren scharfen Zähnen stark zubeißen.

Die Bergpaka (Stictomys taczanowskii) ist seltener als die Paka. Sie lebt in den Bergwäldern der ekuadorianischen und kolumbianischen Anden, in Höhen zwischen 2000 und 3000 m. Sie ist kleiner als die Paka. Das Fell ist länger und dicht und somit sehr gut den niedrigeren Temperaturen in diesen Höhen angepasst. Bei sehr starker Kälte hält sie sogar eine Art Winterschlaf.



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Bilder / Foto Name: pakas - Pakas
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