Muraenen

wissenschaftlicher Name: Muraenidae. Muraenen sind eine Familie der Knochenfische



Infos zu den Muränen

  • Unterordnung: Muränenverwandte (Muraenoidei)
  • Ordnung: Aalartige (Anguilliformes)
  • Überordnung: Elopomorpha
  • Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
  • Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
  • Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
  • Reihe: Knochenfische (Osteichthyes)
  • Überklasse: Kiefertiere (Gnathostomata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Stamm: Chordatiere, Rückensaitentiere (Chordata)
  • Unterabteilung: Neumundtiere (Deuterostomia)
  • Unterabteilung: Bilateria
  • Abteilung: Gewebetiere...

    bild Muraenen
    Foto von einer Grünen Muräne

    © Copyright Bild / Foto: Muraenen
    unbekannt
    Sie sind hier:
    Tiere: Fische: Muraenen


    ... (Eumetazoa)

  • Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
  • Reich: Tiere (Animalia)

Allgemeines

Viele Menschen denken, dass Muränen angriffslustige, höchst gefährliche und giftige Meeresbewohner sind. Einige Arten greifen tatsächlich leicht an und es stimmt auch, dass Muränen giftig sind. Von den etwa 100 Arten gibt es 5 Arten, deren Giftbiss tödlich sein kann. Hierzu gehört auch die Mittelmeermuräne.

Muränen haben die aaltypische schlangenähnliche Gestalt. Der Körper ist schuppenlos und bei den meisten Arten sehr muskulös. Am großen Kopf fallen die kräftige Kiefermuskulatur, die andeutet, dass Muränen sehr fest zubeißen können, und die stechend wirkenden Augen auf. Viele Arten haben eine auffällig bunte Flecken- oder Bänderzeichnung, andere sind einfarbig grün oder braun. Die Zähne sind hakenförmig und spitz. Die Giftdrüsen sitzen n der Mundschleimhaut.

Verbreitung

Die Muränen leben im Mittelmeer und in den tropischen Gewässern, dort häufig in Korallen- oder Felslöchern.

Lebensweise

Die Muränen sind typische Bewohner von Felsklippen und Korallenriffen warmer Meere. Sie sind ganz an das Leben in Höhlen und Spalten angepasst. Durch den schlangenähnlichen Körper kommen sie in kleinste Spalten, so dass sie überall leicht Unterschlupf finden. Oft besiedeln sie Unterwasserfelsen in großer Zahl, aber der vorbeischwimmende Taucher bemerkt sie trotzdem nicht. Tagsüber verstecken sich die Muränen und nachts gehen sie auf die Jagd.

Ernährung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen und Weichtieren. Einige Arten, deren Gebiss entsprechend beschaffen ist, leben von Muscheln, deren Schalen sie zerbeißen können.

Fortpflanzung

Mittelmeermuränen z.B. vermehren sich zwischen Juli und September. Ihre Eier treiben bis zum Ausschlüpfen der Jungen auf der Wasseroberfläche.

Verwandtschaft

Meeraale gehören zur Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes)
dazu gehören auch die Familien der Aale:

  • Aoteidae
  • Echte Aale oder Flussaale (Anguillidae)
  • Schwarze Tiefseeaale (Cyemidae)
  • Meeraale (Congridae)
  • Derichthyidae
  • Dysommatidae
  • Wurm- oder Spaghetti-Aale (Moringuidae)
  • Schnepfenaale (Nemichthyidae)
  • Nettastomidae
  • Schlangenaale (Ophichthyidae)
  • Serrivomeridae
  • Stumpfnasen-, Schleim- oder Schmarotzeraale (Simenchelyidae)
  • Grubenaale (Synaphobranchidae)
  • Xenocongriden (Xenocongridae)

und die Familien der Pelikanaale:
  • Pelikanaale (Eurypharyngidae)
  • Einkieferaale (Monognathidae)
  • Sackmäuler (Saccopharyngidae)

Systematik

Zur Familie der Muränen (Muraenidae) gehören die Gattungen:

  • Echidna
  • Gymnothorax
  • Riffmuränen (Muraena)
  • Blattnasenmuränen (Rhinomuraena)
  • Thyrsoidea

Einige Arten

Bei einigen Muränen sind die Nasenöffnungen verlängert oder tragen eigenartige blattförmige Anhänge. Dieses ist zu sehen bei der Drachenmuräne (Muraena pardalis) die aus der Südsee stammt oder den Blattnasenmuränen (Gattung Rhinomuraena) aus dem Pazifik und dem Indischen Ozean. Die Art Rhinomuraena quaesita ist leuchtend gefärbt und deshalb als Aquarienfisch sehr beliebt. Der Körper ist türkisfarben, die Rückenflosse leuchtend gelb mit weißem Rand, die Vorder- und Unterseite des Kopfes gelb und der Rest blau.

Die ansehnlichsten Muränen findet man in der der Gattung Echidna, ebenfalls aus dem Indischen Ozean. In dieser Gattung finden sich sehr farbenprächtige und auch Muscheln und Krustentiere fressende Arten. Sie haben abgeplattete Mahlzähne statt der normalen Fangzähne. In großen Aquarien wird gerne die hübsch braun-weiß geringelte Zebramuräne (Echidna zebra) gezeigt, die im indopazifischen Raum ihr Verbreitungsgebiet hat. In dieser Gattung findet man auch die Kettenmuräne (Echidna catenata) die aus dem Westatlantik (von den Bermudas bis Brasilien einschließlich der Karibik) stammt und bis 90 cm lang wird. Mit ihrem deutlichen Muster in braunschwarz und gelb oder weiß ist sie ein recht auffälliger Fisch. Junge Kettenmuränen haben eher hellere Farben.

Die größte bekannte Art ist der Pampan oder Pompa (Thyrsoidea macrurus). Sie kann 3-4 m lang werden. Beheimatet ist sie an den Küsten des Pazifiks und des Indischen Ozeans.

Die Mittelmeermuräne (Muraena helena) ist die vielleicht bekannteste Art. Sie lebt im Mittelmeer und im Atlantik, ist bräunlich mit unregelmäßigen, gelbgeränderten Flecken und kann etwa 1,5 m lang und 6 schwer werden. Sie galt schon zur Römerzeit als Delikatesse. Die Römer mästeten sie in eigens für die Muränen angelegten Becken, teilweise sogar mit Sklavenfleisch. Sie gehört zu den giftigsten Arten. Außerdem ist ihr Blut, genau wie das von allen Aalen und Muränen, ebenfalls giftig. Durch Erhitzen über 75°C wird das Gift aber unwirksam gemacht.

Die Grüne Muräne (Gymnothorax funebris) lebt an der amerikanischen Atlantikküste und ist wunderschön gefärbt.

Ebenfalls im Atlantik zu Hause ist die Schwarzfleckenmuräne (Gymnothorax nigromarginatus) die eine kontrastreiche Zeichnung aufweist.



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Bilder / Foto Name: gymnothorax-funebris_gross - Muraenen
Fotograf / Bildquelle: unbekannt



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