Infos zu den Madagaskarratten
Die Madagaskarratten erreichen Kopf-Rumpf-Längen zwischen 8 und 35 cm. Der Schwanz wird bei allen Arten etwa körperlang.
Die Madagaskarratten leben, bis auf eine Art, nur auf Madagaskar.
Über die Lebensweise der Madagaskarratten ist so gut wie nichts bekannt.
Die Hauptnahrung besteht aus Beeren, Samen und Wurzeln.
Madagaskarratten gehören zur Familie der Wühler (Cricetidae)
dazu gehören auch die Unterfamilien:
Zur Unterfamilie der Madagaskarratten (Nesomyinae) gehören die Gattungen:
Die Kurzfuß-Inselratte (Brachytarsomys albicauda) ähnelt als einzige Art dieser Unterfamilie einer Wühlmaus. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 14-18 cm und eine Schwanzlänge von 5-8 cm. Sie ist auch die einzige Art, die nicht auf Madagaskar lebt, sondern in Südafrika. Dort bevorzugt sie Grasland und trockene Ebenen. Sie ist nachtaktiv. Tagsüber versteckt sie sich in einem unterirdischen Bau. Die Kurzfuß-Inselratte hat einen sehr strengen Geruch, der kleinere Raubtiere abhält. Sie werden aber trotzdem von Adlern und Eulen gejagt. Ihre Nahrung besteht aus Samen und anderes Pflanzenmaterial. Pro Wurf bringt ein Weibchen 4-5 Junge zur Welt. Die Jungen saugen sich sofort an den Zitzen fest und bleiben dort 3 Wochen lang hängen und werden so durch die Gegend getragen.
Zur Gattung Eliurus gehören 5 Arten. Sie sind überwiegend Baumbewohner mit buschigen Schwänzen.
Das Votsotsa (Hypogeomys antimena) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 30-35 cm. Es ist die größte Madagaskarrattenart. Es lebt in Wäldern und ist vom ökologischen her mit unseren Kaninchen zu vergleichen.
Zur Gattung Macrotarsomys gehören 2 Arten. Die Ohren dieser Tiere sind groß und die Schwänze lang.
Zur Gattung Nesomys gehören 3 Arten, die alle im Wald leben. Die Inselratte (Nesomys rufus) erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 19-23 cm und eine Schwanzlänge von 16-19 cm. Ihr Fell besteht aus weichem, langem Haar, die Unterseite des Körpers ist heller als die Oberseite. An den Hinterfüßen sind die 3 mittleren Zehen verlängert.